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Teures Wohnen: Mieterbund fordert Gesetz gegen Preisschub

Der Mieterbund warnt vor drastischen Auswirkungen immer höherer Wohungskosten: Werde der Trend nicht gestoppt, könnten sich Normalverdiener ihr Heim in vielen Städten nicht mehr leisten. Die Immobilienfirmen sehen die hohen Energiekosten als Ursache für den Preisschub.

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spon-facebook-10000259394 07.09.2012, 17:47
1. optional

Baut mehr Brücken , für die Bürger zum schlafen !!!!!

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iron mace 07.09.2012, 18:15
2. Titel ...

Zitat von sysop
Der Mieterbund warnt vor drastischen Auswirkungen immer höherer Wohungskosten: Werde der Trend nicht gestoppt, könnten sich Normalverdiener ihr Heim in vielen Städten nicht mehr leisten. Die Immobilienfirmen sehen die hohen Energiekosten als Ursache für den Preisschub.
Nach Ansicht des Mieterbundes sollen Eigenheim und Immobilienbesitzer die Kosten der Energiewende somit alleine tragen.

Was der Mieterschutz hier in D für Blüten treibt ist einmalig, und auch ein Grund für die hohen Mieten, jeder Vermieter braucht ein entsprechendes finanzielles Polster, + teure Versicherungen um sich und sein Eigentum vor den Rechten derer zu Schützen die er dort wohnen lässt ...

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Adolfrausch 07.09.2012, 18:27
3. Falsche Ziele und fehlgeleitetes Engagement

Der Mieterbund sollte sich erstmal darum kümmern, dass Mietnomaden ordnungsgemäss bestraft und zum Schadensersatz verpflichtet werden können, bevor er weltfremde Forderungen zum Schaden der Vermieter in die Welt posaunt.

Man könnte zum einen eine solidarische Haftpflichtversicherung einführen, in die jeder Mieter einzahlen sollte, und die dann für die Schäden durch unmoralische und kriminelle Genossen aufkommt.

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huuhbär 07.09.2012, 19:12
4. Gier nach immer mehr Geld und Besitz

Zitat von sysop
Der Mieterbund warnt vor drastischen Auswirkungen immer höherer Wohungskosten: Werde der Trend nicht gestoppt, könnten sich Normalverdiener ihr Heim in vielen Städten nicht mehr leisten. Die Immobilienfirmen sehen die hohen Energiekosten als Ursache für den Preisschub.
Immobilienfirmen machen die Energiekosten für den Preisschub verantwortlich. Habe ich jetzt falsch gelesen bzw. verstanden? Ich habe es so verstanden, dass es um die Kaltmiete geht. Die Kosten für die Betriebskosten sind doch eine andere Sache. Alles in einen Topf zu schmeißen ist mal wieder typisch für Immobilien-Lobbyisten. Die vor lauter Betriebswirtschaftverstand nur noch bis zum Schrank aber nicht mehr bis zur Wand denken - geschweige denn in den gesamt Zusammenhängen denken können.

Beispielsrechnung:

Mieterhöhung 2009 – ca. 25 Euro pro Monat macht im Jahr 300 Euro

Nächste

Mieterhöhung 2012 – ca. 25 Euro pro Monat macht im Jahr 300 Euro

Insgesamt innerh. von ca. 3 Jahren eine Steigerung von ca. 600 Euro

Mal ganz ehrlich, wer hat innerhalb von 3 Jahren 600 Euro mehr im Geldbeutel gehabt? Ich nicht.

Wenn mir so etwas passieren würde - müsste ich an meinen Fortbildungen anfangen zu sparen. Was das in den gesamtgesellschaftlichen Auswirkungen für die nächsten, sagen wir mal, 15 Jahre bedeuten würde möchte ich mir eigentlich gar nicht so richtig vorstellen.

Menschen die Rentner sind können irgendwann nicht mehr die Miete begleichen. Was passiert mit ihnen? Sollen sie trotz lebenslanger Arbeit Wohngeld beantragen? In dem Sinne machen sich Vermieter oder vielleicht auch Genossenschaften den Staat also zusätzlich zur Beute? Spätestens in zwanzig Jahren ist der Staat nahezu Zahlungsunfähig, aber mit den ganzen nicht zurück gelegten Beamtenpensionen – komplett Pleite. Kann allerdings auch schneller gehen. Je nachdem wie viele zusätzliche Faktoren noch hinzukommen.

Gierhälsen egal von welcher Fraktion oder Lobby kann man wirklich nur noch sehr viel Spaßerlebnis am eigenen Untergang wünschen.

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tizian 07.09.2012, 20:40
5. Quatsch

Zitat von iron mace
Nach Ansicht des Mieterbundes sollen Eigenheim und Immobilienbesitzer die Kosten der Energiewende somit alleine tragen. Was der Mieterschutz hier in D für Blüten treibt ist einmalig, und auch ein Grund für die hohen Mieten, jeder Vermieter braucht ein entsprechendes finanzielles Polster, + teure Versicherungen um sich und sein Eigentum vor den Rechten derer zu Schützen die er dort wohnen lässt ...
Na wenn das so schlimm ist, dann braucht man ja nicht vermieten. Und die Eigenheimbesitzer tragen eh alles alleine, die vermieten nicht, sondern wohnen alleine in der Immobilie, deswegen verstehe ich deren Erwähnung nicht. Aber wenn man Ihnen folgt, dann sind die Mieten also so hoch, damit die guten Vermieter von diesen hohen Mieten ein Finanzpolster gegen die bösen Mieter, die gerade ausgebeutet werden, aufbauen... An den Mieterrechten hat sich in den letzten Jahren kaum etwas geändert, geändert hat sich nur etwas an der Gier der Vermieter, z.B. kommunale Wohnungsgesellschaften wurden an "Heuschrecken" verkauft, denen geht es nur um Rendite, nicht um die Menschen, nicht um die Balance in Wohnquartieren, nichts...

Zitat von Adolfrausch
Der Mieterbund sollte sich erstmal darum kümmern, dass Mietnomaden ordnungsgemäss bestraft und zum Schadensersatz verpflichtet werden können, bevor er weltfremde Forderungen zum Schaden der Vermieter in die Welt posaunt. Man könnte zum einen eine solidarische Haftpflichtversicherung einführen, in die jeder Mieter einzahlen sollte, und die dann für die Schäden durch unmoralische und kriminelle Genossen aufkommt.
Eine solidarische Versicherung gegen Insolvenz von anderen Mietern ? Mieter als generelle Gruppe ? Wieviele Leute sind denn Mietnomaden ? Sie tun ja, als wäre das eine wirklich relevante Gruppe. Und warum glauben Sie, die können nicht bestraft werden ? Erstens ist das Betrug, zweitens steht der zivilrechtliche Rechtsweg für offene Miete und Schadenseratz offen. Wenn diese Leute insolvent sind, dann ist das wirklich bedauerlich, aber ein Risiko, dass jeder Gewerbetreibende - und nichts anderes sind Vermieter - in Deutschland bezüglich seines Geschäftspartners trägt.

Es gibt übrigens auch insolvente Vermieter, die Vorauszahlungen - obwohl über Nebenkostenvorauszahlungen der Mieter bereits vereinnahmt - nicht an Versorger weiterleiten und dann stehen die ohne Wasser und Strom da...

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alfredjosef 07.09.2012, 20:58
6. So isses aber

Liebe Mitforisten, ich kenne selbst mehrere Wohnungsbesitzer, die Einliegerwohnungen oder kleine Wohnungen gar nicht mehr vermieten, weil sie den ständigen Ärger für das bisschen Geld einfach satt haben. Und weil sie auch nicht ständig die Wohnung neu renovieren wollen. Und welcher Normalbürger baut heute noch Mietshäuser als Geldanlage oder zur Altersvorsorge? Kennen Sie da noch jemanden? Und dann wird man auch noch als Kapitalist beschimpft. Ne, danke.
Die allgemeine Stimmung ist: "Sollen die sich doch selbst ihr Lebtag sparen und was bauen. Uns reicht's jetzt!"
So sieht's aus, und das liegt zum nicht geringen Teil wirklich an der Gesetzgebung. aj

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günter1934 07.09.2012, 22:15
7.

Zitat von alfredjosef
Liebe Mitforisten, ich kenne selbst mehrere Wohnungsbesitzer, die Einliegerwohnungen oder kleine Wohnungen gar nicht mehr vermieten, weil sie den ständigen Ärger für das bisschen Geld einfach satt haben. Und weil sie auch nicht ständig die Wohnung neu renovieren wollen. Und welcher Normalbürger baut heute noch Mietshäuser als Geldanlage oder zur Altersvorsorge? Kennen Sie da noch jemanden? Und dann wird man auch noch als Kapitalist beschimpft. Ne, danke. Die allgemeine Stimmung ist: "Sollen die sich doch selbst ihr Lebtag sparen und was bauen. Uns reicht's jetzt!" So sieht's aus, und das liegt zum nicht geringen Teil wirklich an der Gesetzgebung. aj
Also ich kenne einen Wohnungsbesitzer, der eine Einliegerwohnung und noch anderen Wohnungen vermietet hat, nämlich mich selbst.
Wenn der Mietpreis stimmt und der Vermieter immer ein offenes Ohr für die Mieter hat, gibt es keine Probleme.
Die Rendite ist halt eher dürftig, aber der Sachwert bleibt.
Bei Bundesschatzbriefen ist die Rendite noch dürftiger und von Sachwert keine Spur.

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spiegelleser987 08.09.2012, 00:25
8. Da haben ...

Zitat von sysop
Der Mieterbund warnt vor drastischen Auswirkungen immer höherer Wohungskosten: Werde der Trend nicht gestoppt, könnten sich Normalverdiener ihr Heim in vielen Städten nicht mehr leisten. Die Immobilienfirmen sehen die hohen Energiekosten als Ursache für den Preisschub.
Da haben die Immobilienfirmen wohl nicht richtig hingeguckt.
Es ist zwar richtig, dass die Kaltmieten durch die Energiepreise gewaltig steigen aber auch die Immobilienfirmen machen fleißig mit um abzukassieren. Das Problem sind die aktuellen Gesetze. Jeder Umzug eines Mieters führt zu steigenden Kaltmieten. Mit jedem Auszug werden jetzt leerstehende Wohnungen edel saniert und gewaltig teurer.

Und dann kommen noch Unmengen Geld von griechischen Millionären. Das wird jetzt hier in Immobilien angelegt und lässt die Mieten noch weiter steigen.
Angst vor Staatspleite: Der Beutezug der Griechen-Millionäre - Griechen kaufen Berlin | Kiez&Stadt*- Berliner Kurier

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tizian 08.09.2012, 01:35
9. Ich weiss wirklich nicht...

Zitat von alfredjosef
Liebe Mitforisten, ich kenne selbst mehrere Wohnungsbesitzer, die Einliegerwohnungen oder kleine Wohnungen gar nicht mehr vermieten, weil sie den ständigen Ärger für das bisschen Geld einfach satt haben. Und weil sie auch nicht ständig die Wohnung neu renovieren wollen. Und welcher Normalbürger baut heute noch Mietshäuser als Geldanlage oder zur Altersvorsorge? Kennen Sie da noch jemanden? Und dann wird man auch noch als Kapitalist beschimpft. Ne, danke. Die allgemeine Stimmung ist: "Sollen die sich doch selbst ihr Lebtag sparen und was bauen. Uns reicht's jetzt!" So sieht's aus, und das liegt zum nicht geringen Teil wirklich an der Gesetzgebung. aj
...was solche Kommentare sollen, das kann man so nicht stehen lassen:
1.Ist die Wohnungsnot, die gerade in den Großstädten herrscht und zu horrenden Mietsteigerungen gerade bei Neuvermietungen führt (da gibt es nämlich keine gesetzliche Regelung bisher, es sei denn, "Wucher" würde greifen, tut es aber schon lange nicht mehr, weil angeblich keine Wohnungsnot herrscht und damit keine ausnutzbare Notlage), nicht darauf zurückzuführen, dass Einliegerwohnungen nicht vermietet werden (bitte Zahlen nennen, wie hoch da der Leerstand ist, falls ich mich irre).
2.Ist z.B. in Berlin die "Zweckentfremdung" (den Begriff gibt es derzeit nicht mehr, weil die Zweckentfremdungsverordnung vor etwa 10 Jahren gekippt wurde) von Wohnraum als Ferienwohnungen sehr beliebt und kostet den Markt tausende Wohnungen, weil es schlicht mehr Geld gibt. Da wird vermietet, aber nicht an normale Mieter, sondern an z.B. Touristen, die nachdem sie ein paar Tage in der Wohnung waren, für einen Vermieter nur noch schwer greifbar sind, weil sie größtenteils ins Ausland zurückgehen, teilweise also ein viel größeres Risiko darstellen als „normale“ Mieter.
3.Ist das Problem für Vermieter von Einliegerwohnungen meist, dass sie die Rechte von Mietern gar nicht kennen und schlicht zu blauäugig an den Markt gehen. Teilweise durfte ich auch erleben, dass diese Vermieter Mieterrechte trotz Kenntnis nicht beachtet haben, so wurden z.B. eine Heizungsanlage nachts abgeschaltet statt nur gedrosselt, Schlösser rechtswidrig ausgetauscht, Wohnungen mit Zweitschlüsseln betreten.
4.Für Einliegerwohnungen gilt eines der zentralsten Mieterrechte nicht, nämlich der stark eingeschränkte Kündigungsschutz (§ 573a BGB), es ist also nicht so, dass Vermieter von Einliegerwohnungen so „rechtlos“ sind, wie das bei einigen Foristen hier anklingt (ein wirklich schlauer Vermieter würde sich eine notarielle Räumungsunterwerfung geben lassen, die sofort bei einer Kündigung greift, damit kann man sofort eine Räumung vollstrecken und muss noch nicht mal den Rechtsweg abwarten).
5.Sind Mietnomaden ein Problem, keine Frage und ich will das ganz bestimmt nicht verteidigen und gerade bei "Kleinstvermietern" trifft ein Mietnomade wirklich übel den Geldbeutel, weil andere Objekte fehlen um das Risiko zu streuen. Nur sind Betrüger in jedem Lebensbereich ein Problem.

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