Forum: Wirtschaft
Teures Wohnen: Münchner sollen ihre Stadt zurückkaufen
imago/Sven Simon

München gilt als Deutschlands teuerste Großstadt. Oberbürgermeister Reiter will das Problem nun über einen Bürgerfonds lindern. Auch die Bundesregierung plant nach SPIEGEL-Informationen Maßnahmen gegen steigende Mieten.

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mrbrown1 15.03.2019, 18:18
1. interesanter ansatz

die stadt will kein geld mehr ausgeben da es kein gewinnbringedes geschäft ist und nun fragt sie die bürger/anleger um ihr geld damit sie billigen wohnraum schaffen und der anleger ein minusgeschäft macht....

muss man nicht verstehen....

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dickidoro 15.03.2019, 18:40
2. Mietniveau in münchen

Wien macht es vor, wie man die Wohnungsmieten menschenfreundlich regulieren kann.
Aber das System der Wohnungsbaugenossenschaften sind ebenfalls ein gutes Instrument.
Und dann natürlich auch Wohnungsneubau nach dem Vorbild in NL; die Baukosten sind signifikant niedriger als in D und demzufolge sind auch die Mieten viel günstiger.

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M.W. aus A. 15.03.2019, 18:48
3. Zu was ähnliches gib es in Belgien schon Jahrzehnte

In Belgien können mindestens drei Personen eine Vereinigung ohne Gewinnerzielungsabsicht (VoG) gründen. Mit dem eingesammelten Geld werden dann meistens kleine Einfamilienhäuser gebaut, seltener Mehrfamilienhäuser. Die Häuser sind solide gebaut mit einer normalen Ausstattung. Nachteil dieser Häuser ist, daß sie wie ein Ei dem anderen gleichen, wenigstens im Grundriß. Diese Häuser werden dann vermietet, in der Regel an nicht so kapitalstarke Familien mit Kindern. Da die VoG keine Gewinne erzielen darf, wird das Geld in den Unterhalt der Häuser gesteckt, bzw. in den Bau weiterer Häuser. So entstehen zum Teil Siedlungen. Die Gemeinden / Städte können sich auch an einer VoG beteiligen. Die Mieten liegen im unteren bis mittlerem Bereich. Diese Siedlungen sind meistens durch die gleichen Häusertypen zu erkennen, aber auch daran, daß sie immer top gepflegt sind. Ferner bieten einzelne VoGs eine Art Mietkauf an: durch Zahlung einer höheren Miete kann das Haus im Laufe von in der Regel 30 Jahren erworben werden. Zinsen werden hier nur minimal berechnet und in den dreißig Jahren wird das Haus wie ein Mietobjekt gepflegt.

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Grünspahn 15.03.2019, 19:48
4.

München hat letztes Jahr gem. dem Artikel 366 Wohnungen per Vorkaufsrecht erworben. Wie viel Wohnungen würden letztes Jahr in München verkauft? Warum sollen Bürger sich am Kauf einer Wohnung beteiligen, das Mietrisiko und Erhaltungsaufwendungen tragen und dann noch eine geringe Mieteinnahme erzielen? Bei einer Wohnungsbaugenossenschaft bekomme ich irgendwann eine Wohnung. In die über den Bürgerfonds finanzierte Wohnung wird der Anteilseigner nicht bevorzugt einziehen können. Für mich erschließt sich der Vorteil des Ganzen nicht.

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om108 15.03.2019, 19:55
5. Der Unverfrorenheit der Immobilienbesitzer

und -gesellschaften, sich hemmungslos an dem Grundnbedürfnis Wohnraum zu bereichern, müssen dringend kreative und bezahlbare Konzepte entgegengesetzt werden. Sonst heißt es irgendwann: Erst wenn der Mieter seinen letzten Euro für die Miete ausgegeben hat, wird er erkennen, dass ihm nichts mehr zum Leben bleibt.

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oifrr 15.03.2019, 19:56
6. Mietpreisspiegel

Bestandsmieten sollten dringend in die Berechnung des Mietpreisspiegels einfließen. Das liegt doch auf der Hand, dass dann die Mieten nicht mehr so absurd schnell steigen. Es gibt viele Menschen, die schon seit Jahrzehnten in derselben Mietwohnung wohnen und Gott sei Dank nicht alle 3 Jahre mehr zahlen müssen. Das senkt natürlich die "ortsübliche Vergleichsmiete".

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hansa_vor 15.03.2019, 20:53
7.

Zitat von oifrr
Bestandsmieten sollten dringend in die Berechnung des Mietpreisspiegels einfließen. Das liegt doch auf der Hand, dass dann die Mieten nicht mehr so absurd schnell steigen. Es gibt viele Menschen, die schon seit Jahrzehnten in derselben Mietwohnung wohnen und Gott sei Dank nicht alle 3 Jahre mehr zahlen müssen. Das senkt natürlich die "ortsübliche Vergleichsmiete".
Nun, bei den angedachten Plänen wird sich dies ändern und tut es bereits.

Ich erhöhe nun jedes Jahr die Mieten und preise bald eventuell nicht mehr umlegbare Kosten in die Mieten ein.

Dankschreiben dürfen gerne an die sPD verfasst werden.

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july1969 15.03.2019, 21:00
8.

Gestern ist in München der neue Mietspiegel erschienen. Die Miete für meine Wohnung ist nun lt. Mietspiegel zum zweiten mal zurückgegangen. Von 2015 nach 2017 von 9,11 Euro auf 9,02 Euro pro qm. Nun von 2017 nach 2019 von 9,02 Euro auf 8,74 Euro. Doof ist nur, daß ich als Mieter nichts davon habe, weil die 2015 erfolgte Erhöhung weiterhin Bestand hat. Der BGB 558 sieht leider nur die Erhöhung zur ortsüblichen Vergleichsmiete, nicht aber die Absenkung vor.

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tom_ppp 15.03.2019, 21:37
9. Die SPD wieder

LOL :) jahrzehntelang Wohnung an Höchstbietende verkauft, dazu jeder sozialen Wohnungsbau eingestellt, dazu noch unzählige Bauvorschriften und nun nach privaten Rettern schreien. Genau mein Humor.

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