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Tierschutz: Bauern fordern Verdoppelung der Preise für Schweinefleisch
imago/ Marius Schwarz

Die strengeren Tierschutzauflagen treiben die Kosten für die Bauern in die Höhe. Um den Bankrott vieler Betriebe zu verhindern, fordert der Deutsche Bauernverband eine drastische Erhöhung der Preise für Schweinefleisch.

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lesheinen 18.08.2018, 10:00
50.

Natürlcih muss der Fleischpreis steigen. Aber nicht aus Gründen der Päppelung der Produzenten. Es ist abartig, in Supermärkten/Handelsketten ein KG Fleisch für 2,99 € anzubieten, noch obszöner ist es, es zu kaufen. Jeder, der Augen im Kopf hat und über ein Minimum an Fantasie verfügt, kann sich vorstellen, unter welchen Bedingungen dieses Fleisch hergestellt worden ist, wie die Tiere gelitten haben und um welche Qualität es sich handelt. Von artgerechter Aufzucht und Haltung der Tiere kann man nicht sprechen, nur von Produktion. Dass da den Käufern nicht der Appetit vergeht, ist mir unverständlich. Ich esse gerne Fleisch, aber nicht so etwas.

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OrgwMwerg 18.08.2018, 10:04
51. zu teuer?

ich esse gerne Schweinefleisch. Wegen mir kann es 10 mal so teuer sein. Dann esse ich und die anderen eben weniger davon, ist auch gleich gesünder. Die Umstände wie die Schweine große werden sind eine menschengemachte "Sauerei", einfach nur schäbig und gewissenlos. Ich kann nicht nachvollziehen dass man so sein Geld verdienen möchte. Wegen mir gerne noch viel mehr Tierschutz, höhere Preise. TIPTOP

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luke_foto 18.08.2018, 10:05
52. Niedergang des Fleisches

Ungesund, moralisch und ethisch nicht vertretbar und bald auch noch zu teuer.

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Beat Adler 18.08.2018, 10:06
53. Artgerechte Tierhaltung in der gesamten EU

Zitat von WolArn
Dem kann ich nur voll zustimmen! Artgerechte Tierhaltung ist ist nun mal teuer, und wenn dann auch noch der Platz fehlt, muß halt weniger produziert werden. Und somit werden die Fleischesser dann auch dazu erzogen, daß weniger Fleisch essen die bessere Alternative für Mensch und Tier ist.
Artgerechte Tierhaltung in der gesamten EU plus Freunde Schweiz und Norwegen, voellig abgeschirmt von Importen von ausserhalb, treibt die Preise fuer Schwein, Rind und Huhn mindestens um den Faktor 5 (fuenf) nach oben.

Jeder darf nachsehen, wie ein Schwein, Rind, Huhn artgerecht zu halten ist! Da geht es nicht um die Anzahl Schweine, Rinder, Huehner pro Quadratmeter Stallflaeche, sondern um Freilauf. Wirkliches, richtiges Herumtoben der Schweine und Huehner, den Boden aufwuehlen, am Boden kratzen. Die Rinder weiden nur noch dort, wo Ackerbau aus klimatischen oder topographischen Gruenden unmoeglich ist. Dagegen ist nichts einzuwenden.

Allerdings......
Bei der Produktion von Bier, Pflanzenoel, Zucker und Speisen aus Mehl, also Brot, Pasta, etc. dazu Baumwolle, fallen viele Neben-Produkte an, welche in den heutigen Produktionszyklen an landwirtschaftliche Nutztiere, auch in der abzulehnenden Massentierhaltung, verfuettert werden. Der bisher einzige vernuenftige, oekologisch Weg diese Nebenprodukte zu verwerten.
mfG Beat

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Lykanthrop_ 18.08.2018, 10:06
54.

Die Subventionen nach Menge müssen abgebaut werden.
Auf Grund der wirtschaftlichen Voraussetzungen sprießen erst die Mastställe und dann beschweren sich die Fleischproduzenten über schlechte Preise. Es gibt ein Überangebot, welches zurück gefahren werden muss. Wenn Bauern subventioniert werden dann in Zukunft bitte nach Qualität und nicht nach Menge und Größe. Man denke auch an die Vergüllung unseres Grundwassers, das Problem ist nicht der Preis sonern die produzierte Menge.

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regelaltersrentner 18.08.2018, 10:06
55.

Zitat von Frank D.
Ich bin kein Vegetarier, aber ich esse bewusst seit einiger Zeit weniger Fleisch. Daher ist es mir egal wenn ich mal etwas mehr für Fleisch ausgeben muss. Es muss eben nicht jeden Tag Fleisch auf den Tisch. Allerdings würde ich mir auch ein umdenken bei den Bauern wünsche. Die Bauern fordern wegen der "Dürre" Unterstützung vom Staat. Hier wollen sie die Preise für Schweinefleisch erhöhen. Und was kommt noch ? Finanzielle Hilfe, weil man vom Glyphosat weg muss ? Deutsche Bauern produzieren so viel Milch und Fleisch das dies dann nach Afrika exportiert wird. Dort werden durch die EU Billigprodukte die heimische Wirtschaft kaputt gemacht. Und wir unterstützen das zweifach, einfach durch unsere Steuern und durch die Preise die wir zahlen. Ich bin gerne bereit für einen Liter Milch, Hähnchenfleisch und andere Dinge mehr zu zahlen, wenn die Bauern ihre Zahl an Milchkühen, Hühnchen und Schweinen zu reduzieren. Ein großer Tierbestand kostet viel Geld !!!
Würde der deutsche Verbraucher das ganze Hünchen essen und nicht nur das Brustfilet, dann bräuchte nur die Hälfte gemästet werden.
Die Großschlachtereien müssten keine Geflügelteile mehr nach Afrika veramschen.

Alternativ könnte man die Geflügelteile auch in Biogasanlagen entsorgen, das wollen sie ja nicht, sie wollen weniger Hünchen mästen.

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K:F 18.08.2018, 10:07
56. Gilt Marktwirtschaft für Bauern nicht?

Nent sich Markbereinigung. Angebot reduzieren Preise steigen, sollte auch für die gemästete Bauern gelten. Aber das wollen die Bauern nun auch nicht. Sie wünschen einen manipulierten doppleten Marktpreis bei gleichbleibend hoher Stückzahl. Bauern, gebt doch Produktionen auf. Reduziert das Angebot und lasst die Verbraucher über den Kaufentscheid eurer Qualität und Geschmack des Fleisches entscheiden.

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mimas101 18.08.2018, 10:07
57. Na

wenn ich mir so das Fleisch im Supermarkt betrachte dann haben die Bauern schon längst ihre Unkosten eingefahren: So viel eingespritztes Wasser, Anabolika und Penicillin zur Gewichtserhöhung sieht man auch nicht alle Tage.

Übrigens: Mein Food-Discounter, der im eher beschaulichen Osten von Merkelland gelegen ist, bezieht sein Fleisch aus Bauernhöfen der Region und laut Aufkleber werden die Tiere artgerecht und gesund gehalten. Der Preis: In etwa so hoch wie die mit 50% Wasseranteil verkaufte Supermarktware im Westen dieser unseren Republik. Und den Unterschied schmeckt man sofort.

Also bedeutet das Jammern lediglich das den Bauern der Lebensmittelkostenanteil am verfügbaren Einkommen zu niedrig erscheint und man einfach mehr absahnen will.
Dieses Argument taucht ja immer wieder mal auf: Die Deutschen geben nur ca. 10% vom Einkommen für Lebensmittel aus, im EWG-Durchschnitt ist es das Doppelte und begründet damit das man gerne mehr Geld haben will.
Und direkt nach dem Kriege, als die Fett- und Freßwelle durch Wirtschaftswunderland schwappte, haben die Deutschen gar, Speichelfluß und Sabber bei der heutigen Landwirtschaftslobby, 50% des Einkommens für Lebensmittel ausgegeben.

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crunchy_frog 18.08.2018, 10:07
58. Damit ich es richtig verstehe...

...diejenigen, die in riesigen Mengen industriell produzieren fordern, daß der Preis ansteigt? Da braucht man wahrlich kein Wirtschaftsweiser zu sein, um zu erkennen, wo der Widerspruch liegt.
Produktion drosseln, Qualität hoch, dann steigt der Preis. Anders nicht, da kann man fordern bis die Schwarte kracht.

Übrigens, Planwirtschaft ist gescheitert.

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Fxxx 18.08.2018, 10:07
59. Ist das ein Versprechen?

Für wie dumm hält der Bauernverband die Leute eigentlich? Eine Verdopplung der Preise wird auf keinen Fall notwendig sein. Außerdem wäre es nur zu begrüßen, wenn ein Teil der Schweinefleischfabriken den Betrieb einstellt. Für die Umwelt, die Tiere und die Gesundheit der Menschen wäre das ein dickes Plus!

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