Forum: Wirtschaft
Transatlantisches Freihandelsabkommen: Viel motzen, wenig lesen
AFP

Sie forderten Transparenz, bekamen sie zum Teil - und fingen wenig damit an: Laut einem Zeitungsbericht hat kaum jemand die Dokumente zu den TTIP-Verhandlungen gelesen, die die EU-Kommission nach massivem Protest ins Netz gestellt hatte.

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Marianne Rosenberg 17.04.2015, 13:00
1. euer Job

Liebes Spiegel Team, ich würde mir wünschen hier einmal auf die Inhalte der Dokument so einzugehen, dass wir die wichtigen Passagen, die unsere Welt verändern werden, erläutert bekommen. Ich glaube, nicht jeder von uns hat die Zeit, sich damit allumfänglich auseinander zu setzen, den Kelch würde ich einmal zurückgeben wollen. In Deutschland sind ja alle beschäftigt, manche auch mit 2 Jobs. Die Sachkenntnis habt ihr - nicht wir.

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einwerfer 17.04.2015, 13:05
2. Solch eine Meldung

soll doch nur die Kritik an TTIP als von wenig Sachkenntnis getragen desavouieren ! Kaum jemand hat die Zeit und sprachliche Kompetenz, diese Unmenge an Texten alle persönlich durchzuarbeiten. Frau Merkel und Herr Gabriel übrigens auch nicht, die lassen sich zuarbeiten. Und ich lass mir von der NGO meines Vertrauens zuarbeiten.

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Palisander 17.04.2015, 13:07
3. Für solche Artikel

sollte man den Spiegel ignorieren. Um es gelinde auszudrücken. Wir wälzen unser Fehlverhalten einfach auf die besorgten Bürger ab. Wer berichtet den meist oberflächlich und bereitet schlecht auf? Der Bürger? Nein, die Politik und die Medien. "Verschleiern und Aufweichen" nennt man diese Taktik. So lange im Brei matschen bis der Bürger marode ist und einfach abschaltet. Eine Zeitung die selber keine klare Haltung zu einem Thema hat kann nur schlecht darüber referieren. Ich habe mir trotz wenig Zeit die Mühe gemacht mich durch den Teil der Dokumente hindurchzuarbeiten. Eigentlich die Aufgabe von Medien die an Bürger berichten. Aber da man nur noch Halbwahrheiten und Snipets bekommt muss man sich ja selber die Mühe machen. Was man liest ist oft Auslegungssache. Und leider steckt darin genau die Gefahr. Die Annahmen aller Kritiker sind schon berechtigt.

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marthaimschnee 17.04.2015, 13:09
4.

Tja, mittlerweile liegt auf dem Tisch, daß dieses Abkommen für den Normalbürger keinerlei Vorteile hat, es war ja auch niemals der Sinn, eben diesem Vorteile zu bringen. Nur munkelt sich das im Geheimen halt viel besser zusammen. Also wuzu den Mist noch lesen, es ist ja bereits schlimmer, als Verschwörungstheoretiker sich das ausmalen konnten!
Außerdem sagen die Zahlen nichts darüber aus, ob der Text vielleicht weitergegeben wurde. zB indem Verlage ihn herunterladen und über ihre Medienprodukte verbreiten, was ja eigentlich ihre Aufgabe wäre. Offenbar findet aber selbst die deutsche Jubelpresse darin nichts, mit dem sie allgemeine Bedenken zerstreuen könnte.

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burkhard.salz@web.de 17.04.2015, 13:10
5. Nein

Besser und vertrauenswürdiger ist netzpolitik.org und foodwatch.

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mczeljk 17.04.2015, 13:10
6.

Das Ergebnis verwundert mich persönlich jedenfalls nicht.
Es gibt sicherlich viele, denen die Zeit dazu fehlt. Anderen wiederum haben sicherlich auch keine Lust zum Lesen.
Dennoch kann man doch ein Mindestmaß an Wissen erwarten, bevor man refelxartig "Dagegen!" schreit

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Emmi 17.04.2015, 13:11
7. Ich muss auch nicht...

Ich muss auch nicht das Programm der CDU studiert haben, um zu wissen, dass diese Partei unwählbar ist. Auch im Falle TTIP, CETA & Co. reichen ein paar grundlegende Kenntnisse über den Charakter dieser Abkommen, um zu wissen, dass sie abzulehnen sind. Da geht es gar nicht um Details oder Feinheiten, sondern ums Prinzip! Das Herumreiten auf Chlorhühnchen und Co. soll nur ablenken davon...

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justin.hochhaus 17.04.2015, 13:15
8.

Liebe Spiegel-Redaktion, anstatt sich hier in diesem Artikel unterschwellig zu beschweren, wäre es nicht besser sich mal reinzulesen und dann einen Artikel darüber zu schreiben. Stichwort Informationspflicht. Dann lieber einen Artikel über das letzte Bayern-Spiel oder sonstigen sich wiederholendes weniger.

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SarahMue 17.04.2015, 13:15
9. immer noch intransparent

Es ist die Aufgabe der Presse diese Inhalte zu sichten und zusammenzufassen. Davon abgesehen davon kann man nicht von Transparenz sprechen. Noch immer werden wesentliche Inhalte mit strengsten Mitteln geheimgehalten. Natürlich erkennen die Kritiker den plumpen Trick der Scheibchentaktik. Die Forderung bleibt also bestehen: Beratungen stoppen und alle Informationen veröffentlichen und dann eine Volksbefragung durchführen. Ich vermute aber, dass es so weitergeht wie bisher: Informationen in winzigen Portionen veröfffentlichen und beruhigende Rhetorik bis die Proteste nachlassen. Wenn die Kritiker mit anderen Dingen (großes Ereignis: Sport, Feiertag etc.) beschäftigt sind, drückt man das Gesetz in Windeseile durch. Dann sind vollendete Tatsachen geschaffen und man wird uns erzählen, dass das Gesetz nun nicht mehr rückgängig gemacht werden kann. Wenn das Gesetz wie befürchtet verabschiedet wird, schafft sich die Politik in weiten Teilen selbst ab.

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