Forum: Wirtschaft
Transatlantisches Freihandelsabkommen: Viel motzen, wenig lesen
AFP

Sie forderten Transparenz, bekamen sie zum Teil - und fingen wenig damit an: Laut einem Zeitungsbericht hat kaum jemand die Dokumente zu den TTIP-Verhandlungen gelesen, die die EU-Kommission nach massivem Protest ins Netz gestellt hatte.

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happy2010 18.04.2015, 10:41
160.

Zitat von mczeljk
Das Ergebnis verwundert mich persönlich jedenfalls nicht. Es gibt sicherlich viele, denen die Zeit dazu fehlt. Anderen wiederum haben sicherlich auch keine Lust zum Lesen. Dennoch kann man doch ein Mindestmaß an Wissen erwarten, bevor man refelxartig "Dagegen!" schreit
Am Thema Freiandelsabommen arbeiten sich MEHRERE HUNDERT Vollzeitbeschäftigte ab, Tag für Tag

Alleine die juristische Seite dürfte tausende zeitweilig in Arbeit und Brot bringen

Wenn jemand wirklich ernsthaft sich selber Detailwissen anlesen will, so bedarf er dazu sicherlich Monate freier Zeit

Der Bürger MUSS und IST zwingend auf "Zusammenfassungen" angewiesen, und diese Zusammenfassung ist AUfgabe der Journaille.
Und diese versagt bei diesem Thema nahezu VOLLUMFÄNGLICH

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happy2010 18.04.2015, 10:47
161.

Zitat von bebreun
Ich habe gerade hier in SPON gelernt, dass es äußerst wichtig ist, sich selber gründlich in verschiedenen Quellen zu informieren. Es ist mir unverständlich wie man fordern kann, dass ein Nachrichtenmagazin mir etwas vorkauen muss, damit ich es leicht verdauen kann. Es ist also auch nicht besonders verwunderlich, dass einseitige Meinung aus nur einseitiger Information entsteht. Traurig, dass dem so ist und überflüssig, dann andere Meinungen zu kritisieren.
Ich frage mich immer, wei man Urteile bildet ohne den eigenen Anspruch zuende zu denken

Wenn Sie sich gründlich über TIPP informieren wollen und nicht nur verschieden widergekäutes als Informationsquelle nutzen wollen, dann müssen Sie zwingend Ihre Arbeitsstelle an den Nagel hängen.

Alleine um das bisherige Material zu lesen - NICHT ZU VERSTEHEN - bedarf eines mehrmonatigen Zeitfensters.

Nun frage ich: Wie wollen Sie sich aus Originalquellen informieren, wenn alleine die Infrmationsaufnahme Monate kostet
Und da ist NICHTS rechtlich bewertet, denn wenn Sie dann irgendeine richertliche Zusammenfassung hernehmen, dann....

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scottbreed 18.04.2015, 10:53
162. hat sowieso alles kein Sinn

erst Tipp was die Regierung gegen das Volk durchsetzt..
dann die voll Überwachungs Maut..
Und als nächstes die voll Überwachung der Kommunikation aller Bürger.. willkommen im überwachungsstaat Deutschland.. Was ich mich frage ist warum damals die Menschen aus der DDR die Mauer weg wollten? vom einen StasiStaat in den nächsten.. war das der Grund?

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naturalscience 18.04.2015, 10:58
163. Information?

Wenn man sich die Dokumente ansieht braucht man sich nicht wundern, daß das Vertrrauen eher begrenzt ist.
Alle Dokumente nur in Englisch (mit wenigen Ausnahmen) bei aktuell 24 Amt-und Arbeitssprachen in der EU und zwei Amtsprachen in Kanada.
Das CETA-Dokument 1600 Seiten (mit Anhängen). Inhaltangabe am Beginn ohne Seitenzahlen. Hyperlinks sind Fremdworte. So schreckt man eher ab als zu informieren. Sieht zwar bei CETA nach kurzer Durchsicht so aus als hätte man sich auf den kleinsten gemeinsamen Nenner geeinigt (nimmt man mal den Investorenschutz raus - da sollte man nach den Erfahrungen der letzten Jahre drauf verzichten).
Abschliesßend würde ich mir allerdings ohne eine Version in Deutsch kein abschließendes Urteil erlauben.

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extremepa 18.04.2015, 11:05
164. Sie liegen falsch

Zitat von moeh1
So ist das mit des Volkes Stimme. Speziell mit der Deutschen. Sich nicht informieren, motzen und dagegen sein. Zum Glück haben wir keine Volksabstimmungen.
So ist das mit des Volkes Stimme. Speziell mit der Deutschen. Sich nicht informieren, motzen und dafür sein. Wie es der Herr befiehlt.

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kritischer-spiegelleser 18.04.2015, 11:10
165. Motzer?

Das ist eine Diffamierung mündiger Bürger. Nur weil unsere Politiker zu faul oder zu dumm sind dieses Abkommen selbst zu lesen. Und sich auf die Parolen ihrer Parteiführung verlassen. Unser Parlament und unsere Jurisdiktion werden zugunsten großer Wirtschaftsunternehmen ausgehebelt. Und die Risiken werden dem Steuezahler übertragen. Es wäre schon an dr Zeit über die Ziele dieses Abkommens nachzudenken!

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sucramotto 18.04.2015, 11:12
166. Pro TTIP

Wer wirklich Interesse an dem Thema hat, findet auch genügend Infos dazu. Dazu muss man SPON nicht kritisieren. In zahlreichen Magazinen und Zeitungen wie Wirtschaftswoche, Handelsblatt, Süddeutsche oder Welt wird regelmäßig über die Inhalte berichtet. Aber das BILD-Volk will das alles natürlich gar nicht hören und richtet sich lieber nach den vielen, längst widerlegten Vorurteilen, die von linken Gruppen und den Lobbyisten von NGOs (ja, liebes Volk, auch Verbraucherschutzorganisationen sind nichts anderes als Lobbyisten!) in die Welt gesetzt werden. Man muss bestimmt nicht alles befürworten, was im Rahmen von TTIP verhandelt wird, aber die Horrorszenarien der meist linken Globalisierungsgegner und Amerikahasser sind schlichtweg lächerlich!

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rgw_ch 18.04.2015, 11:47
167. Abrufzahlen

Aus den Abrufzahlen auf Interesse zu schliessen, ist ja schon putzig.

Erstens: Nicht jeder, der darüber besorgt ist, dass Schiedsgerichte über staatlicher Souveränität stehen, kann tausend Seiten legalesisch verstehend lesen.

Zweitens: Nicht jeder, der es seltsam findet, wenn ein Staat im Geheimen über Dinge verhandelt, die den Bürger sehr direkt betreffen, hat die Zeit, die Dokumente, die einen direkt von einer Verhandlungspartner vorselektierten Auszug dieser Verhandlungsakten enthalten, zu studieren um zu erkennen, was fehlt.

Drittens und Wichtigstens: Da man ja befürchten musste und muss, dass die Dokumente bald wieder verschwinden oder sonst unzugänglich werden, haben interessierte Kreise sie nur einmal abgerufen, um sie zu kopieren, und verteilen sie dann über ihre eigenen Server intern weiter.

Eigentlich wäre es ja der Job der kritischen Qualitätsmedien, den Bürgern eine Zusammenfassung der entscheidenden Inhalte zu liefern. Wo kann ich diese nachlesen, lieber Spiegel?

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Aleksandrs Krievs 18.04.2015, 12:10
168. TTIP, EU-BiozidVO & Co.

Was der SPIEGEL hier den Kritikern (und auch seinen Lesern) unterstellt ist schon beinahe infam. Ich beschäftige mich BERUFLICH mit der EU-BiozidVO und kann das nur, weil es sich mein Arbeitgeber leisten kann, mich dafür (neben meinen eigentlichen Aufgaben) abzustellen. Und ich kann eines sagen: es ist ein Wust an Dokumenten in feinstem Juristenenglisch (mit dem ich als fließend englischsprechender Ingenieur so meine Mühe habe), der da zu lesen und zu VERSTEHEN ist, wobei sehr viel auch Auslegungssache ist. Und nun sollen mal einfach so PRIVATLEUTE in ihrer Freizeit sämtliche Dokumente zu TTIP studieren und werden ansonsten unterschwellig als uninformiert diffamiert? Macht erst mal eure Hausaufgaben, SPON, und kommt eurer Informationspflicht nach! Das heißt, Auswertung der zur Verfügung gestellten Dokumente unter Zuhilfenahme von Fachexperten (nicht durch eure Wirtschaftsjournalisten, die meist selbst nur wenig mehr Ahnung haben als der Durchschnittsgebildete) zu TTIP und nicht den hundertsten Bericht darüber, wie gut oder schlecht sich Guardiola und Müller-Wohlfahrt verstehen.

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Puma 18.04.2015, 12:26
169. Der Schreiberling

dieses Artikels steht auf der Empfängerliste angenehmer Wohltaten derer, die TTIP unbedingt durchdrücken wollen. Jedem klar denkenden Menschen müssen Zweifel kommen wenn das wenig Bekannte abwogen und bewertet wird. Oder glaubt der Schreiberling ein Volk von Idioten vor sich zu haben? Da kann Brüssel noch so viel Dokumente an die FAZ weitergeben. Die FAZ ist nicht neutral und das ist mittlerweile bekannt. Die gehört zu den journalistischen Seilschaften aus denen sich Herr Ulfkotte befreit hat. Es ist eine Schande, dass sich Journalisten von SPON vor diesen Karren haben spannen lassen. Aber wenn es der Karriere dient und man zur nächsten Dienstreise im Regierungsflieger dabei sein will, muß man nach gewissen "Vorgaben" berichteten.

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