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Transport-App: Fahrdienst Uber wehrt sich gegen Verbot in Hamburg
DPA

Nach der Ankündigung eines Uber-Verbots in Hamburg will sich der kalifornische App-Dienst wehren. Das Unternehmen hat bei der Hamburger Verkehrsbehörde Widerspruch eingelegt.

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Jabagrafs 24.07.2014, 21:46
10.

Zitat von OskarVernon
Die seh ich hier nicht: Uber ist bei Licht besehen nichts anderes als andere derartige Online von Dienstleistungen - etwa myhammer oder Timocom; sogar bei ebay werden regelmäßig Dienstleistungen angeboten - und offline heißt so was schlicht "Funktaxizentrale" oder so ähnlich.
Vielleicht wissen Sie nichts von den Bemühungen ebays im letzten Jahrzehnts, diversen Verboten durch Umwege oder Änderungen der AGB zu entgehen.
Gogglen Sie mal nach Accountsperrung aufgrund Verdachts der gewerblicher Tätigkeit.
Ggf. wird (auch) da auch Paypal direkt eingefroren..

Zum betreiben eines gewerblichen Accouts bei ebay müssen Sie die Gewerbeanmeldung und ggf. mehr bei ebay und anderen Plattformen überreichen.
Und selbstverständlich haben die deutschen Behörden bei den Plattformen immer mehr Einsichtmöglichkeiten.

Und da Sie auch meinen, dass das schlicht mit einer "Funktaxizentrale" zu vergleichen ist, haben Sie die entsprechenden Gesetzte und Verordnungen entweder nicht verstanden oder nicht einmal gelesen.
Also auch den Sinn nicht!

Zitat von OskarVernon
Die alle hier aufzuführen würde den Rahmen sprengen, deswegen hab ich mich aufs wesentliche beschränkt. Uber-Fahrer und solche, die es werden wollen, sind freilich gut beraten, sich intensiv damit zu beschäftigen...
Ich denke, Sie haben sich mit den Dingen absolut ungenügend beschäftigt.
Sollte man aber, wenn man qualifizierte Aussagen treffen möchte.

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CompressorBoy 24.07.2014, 22:05
11.

Zitat von OskarVernon
Uber-Fahrer sind, auch wenn sie allein davon weder leben können noch wollen, Mietwagenunternehmer mit allen Pflichten!
Eben deswegen ist doch das Uber-Modell für die Fahrer nicht sonderlich attraktiv - solange sie nicht teilnehmen, um social experience zu machen...

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OskarVernon 24.07.2014, 22:10
12.

Zitat von Jabagrafs
Vielleicht wissen Sie nichts von den Bemühungen ebays im letzten Jahrzehnts, diversen Verboten durch Umwege oder Änderungen der AGB zu entgehen.
Stimmt - aus dem einfachen Grund, dass ich bisher keinerlei Veranlassung hatte, mich überhaupt näher dafür zu interessieren: Bei ebay trete ich ohnehin nur sporadisch und dann ausschließlich als Bieter oder Käufer von Waren auf.

Was aber ist mit myhammer und anderen Plattformen, deren Zweck in erster Linie darin besteht, gewerbliche Anbieter von Dienstleistungen gegen Gebühr oder Provision mit Kunden zusammenzubringen?

Und wo genau liegt der Unterschied zwischen solchen Onlineplattformen und einer Funktaxizentrale, die auch nichts anderes macht als gewerblichen Dienstleistern Kunden zu vermitteln?

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OskarVernon 24.07.2014, 22:18
13.

Zitat von CompressorBoy
das Uber-Modell für die Fahrer nicht sonderlich attraktiv
Das kann, wie auch andere solcher Online-Auftragsbörsen, durchaus attraktiv sein: Für bestehende Unternehmen zur Verbesserung der Auslastung nämlich. Als Einzelkämpfer unter Einhaltung aller Vorschriften allein von so was leben zu wollen halte ich freilich für illusorisch...

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wahe 24.07.2014, 22:35
14.

tja, eine Vorabintervention von dem was uns unter TTIB blühen kann bzw. blühen wird!

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dirsch 24.07.2014, 22:39
15.

Die Frage wäre vielleicht, inwieweit Funktaxi-Zentralen die Lizenzen der Fahrer überprüfen bzw. die Fahrer "kennen" - was bei Uber wohl eher nur online abläuft. Uber wird also seine Hände immer in Unschuld waschen und jegliche Schuld auf den Fahrer abschieben - trotzdem aber die Provision kassieren.
Es stünde Uber aber wahrscheinlich(?) frei, eine eigenen "Funktaxi-Zentrale" zu eröffnen und sich zu vergewissern (oder dafür zu sorgen?) dass die Fahrer über eine gültige Lizenz zur Personenbeförderung verfügen, dass entspr. Versicherungen , Steuern und Abgaben gezahlt werden.

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dirsch 24.07.2014, 22:42
16.

Zitat von OskarVernon
[...] Und wo genau liegt der Unterschied zwischen solchen Onlineplattformen und einer Funktaxizentrale, die auch nichts anderes macht als gewerblichen Dienstleistern Kunden zu vermitteln?
Weil es gewerbliche Fahrer sind, die ihre Steuern und Sozialabgaben zahlen? Die über eine gültige Lizenz zur Personenbeförderung verfügen, die gewisse Standards einhalten?
All das wage ich bei Fahrern, die für Uber fahren zu bezweifeln....

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GeckoSamui 25.07.2014, 06:38
17. Bei der Mitfahrzentrale...

...haben wohl auch die wenigsten Fahrer einen Personenbeförderungsschein, somit müsste das ja dann auch verboten werden. Oder sehe ich da was falsch?

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dirsch 25.07.2014, 09:04
18.

Zitat von GeckoSamui
...haben wohl auch die wenigsten Fahrer einen Personenbeförderungsschein, somit müsste das ja dann auch verboten werden. Oder sehe ich da was falsch?
Bei der Mitfahrzentrale werden Fahrer und Kunden zusammengeführt, die den gleichen Weg haben. Also der Fahrer gibt an, dass er von Hamburg nach München will und wenn sich ein Mitfahrer findet, der auch dort hin will, wird der mitgenommen. Für mich eigentlich ähnlich wie Anhalter (Fahre auf der A 4 und dort steht jemand, der auch in meine Richtung will - nur dass bei der Mitfahrzentrale Fahrer und Mitfahrende wohl registriert sind.

Bei Uber bestelle ich mir einen Fahrer für die von mir gewünschte Tour, er fährt auf meine Anforderung die von mir gewünschte Strecke.
Die Bezahlung ist wohl auch unterschiedlich. Ich würde mal davon ausgehen, dass das via Uber dann stark ans gewerbliche Transportieren geht.

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rennflosse 25.07.2014, 09:20
19. Fahrgemeinschaften

Zitat von HARK
... einem langen Rechtsstreit, an dessen Ende höchstrichterlich jede Firm von Personenbeförderung gegen Entgelt faktisch verboten werden könnte, bei der der Fahrer keinen Personenbeförderungsschein hat. Diesen Schein gibt es ja nicht ohne Grund! Im Klartext: Mitfahrzentralen könnten der Kollateralschaden sein.
Im Ernstfall auch Fahrgemeinschaften und sogar die eigene Familie. Möglicherweise kann ich nicht mal mehr meine Frau im Auto mitnehmen oder meine Kinder zur Schule bringen? Deutsche Gründlichkeit.

Was ist wenn ich einen Freund mitnehme? Auch der könnte ja theoretisch einen Unkostenbeitrag leisten. Dann schließt der Uber - Fahrer vorher noch schnell Freundschaft mit dem Fahrgast. Und dann?

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