Forum: Wirtschaft
Treckerdemo in Hamburg: Die Bauern spielen das "Lied vom Tod"
Daniel Bockwoldt/ DPA

Tausende Trecker verstopften am Donnerstag unter lautem Hupen die Hamburger Innenstadt. Die Landwirte protestieren gegen die Umweltpolitik der Bundesregierung. Was wollen die Bauern?

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Rust Belt 14.11.2019, 14:20
1. Gefangene des Agrarsystems

Die Bauern verfügen über wichtige, aber knappe Ressourcen im Lande und das sind ihre Ländereien. Sie sind Abhängige von der Zentralregierung in Brüssel, der Bundesregierung, den Landesregierungen u.v.a. mehr, Gefangene in einem System von Subventionen und Gängelung, von Zuckerbrot und Peitsche. Die Mercosur-Staaten wartet nur darauf die europäischen Bauern bald beerben zu dürfen!

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jujo 14.11.2019, 14:27
2. ....

Dann wird es wohl das Artensterben der Landwirte geben. Ist die Zahl genügend reduziert werden nur soviel Produkte durch die verbliebenen Landwirte produziert die notwendig sind zu für die Landwirte auskömmlichen Erzeugerpreisen. die freigewordenen Nutzflächen könnten renaturiert werden und zur Klimaverbesserung beitragen.Das Nitratproblem im Grundwesser würde sich quasi auf Sicht von selber erledigen.
Wer pampert eigentlich die Handwerksbetriebe. 5 Schlossereien im 5tsd. Einwohnerdorf sind auch vier zuviel.

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lennoneales 14.11.2019, 14:28
3. Schlechte Interessenvertretung

Die Landwirte wurden vom Bauernverband und vom Lebensmittelhandel in eine Sackgasse geführt. Es musste immer billiger und immer mehr produziert werden. Das ging zu Lasten der Umwelt und der Rentabilität der Landwirtschaft.

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s.p.igel 14.11.2019, 14:30
4. All die vielen neuen, teuren Trecker ...

...den Bauern geht es offenbar verdammt gut. Und zu Fuß gehen wie ein "anständiger" Demonstrant haben die Herrschaften anscheinend auch nicht nötig.

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ratingia1275 14.11.2019, 14:30
5.

Ist zwar etwas platt, aber: So lange unsere hiesigen Bauern im Ort zum Stammtisch mit E-und S-Klasse kommen ist das Jammern auf hohem Niveau. Der Bauer trägt nun mal Mitverantwortung für unsere Umwelt. Wenn er sich zum Sklaven von Saat-, Dünger- und Pflanzenschutzmittel-Lobby macht muss er halt die Konsequenzen ertragen dass das Verhalten negative auf ihn zurück fällt

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charlybird 14.11.2019, 14:31
6. Wenn ich mir die Traktoren anschaue,

denke ich nicht an Bauern, sondern an Agrarunternehmen.
So ein Teil kostet nämlich schon mal locker so viel, wie eine kleine Stadtwohnung.
Natürlich sollte man sich die Technik zu eigen machen, aber genau da liegt der Hase doch im Pfeffer.
Großbauer = Großsubvention, Kleinbauer= 0 Subvention.
Und nun wird eben aus der Scholle rausgequetscht, was der Humus und Glyphosat hergeben und die Euter nach Powerfutteraufpimpen noch tragen können. Sieht ziemlich unappetitlich aus, bin deswegen auch kein Milchtrinker.
Warum sich dieser Markt so künstlich entwickelt hat, oder eben keiner mehr ist, müsste man wohl bei den 3, 4 Supermarktketten nachfragen, die letztlich die Produktionspreise bestimmen.
Es ist eben der Markt, der freie, der immer so gelobt wird.

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pflaume 14.11.2019, 14:32
7.

Wenn das eigene Geschäftsmodell auf der Zerstörung der Umwelt beruht, ist es natürlich schwierig sich mit dem Thema Umweltschutz anzufreunden. Aber selbst der dümmste Bauer kann nicht erwarten, dass die Allgemeinheit sein Verhalten und Tun einfach hinnimmt. Nun wissen wir, dass es den Bauern nicht leicht fallen wird, die an sie gestellten Anforderungen zu erfüllen, wir sollten dafür an der Kasse bezahlen und das können wir auch, denn nirgends sind Lebensmittel so billig widening Deutschland und das darf nicht sein.

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Fxxx 14.11.2019, 14:33
8. Die Agrarindustrie

Der Großteil der Landwirtschaft ist konzentriert auf wenige große Unternehmen. Diese wollen natürlich den maximalen Profit. Ohne Konkurrenz aus dem Ausland, ohne Rücksicht auf die Natur und natürlich mit viel Subventionen.
Die Lobby dieser Unternehmen (schöne Grüße an Rust Belt) ist sehr professionell organisiert. Und ist sich nicht zu schade, für Meinungsmache die kleinen Bauern auf Demos zu schicken. Dort wird den Leuten Angst gemacht, dass es morgen nichts mehr zu essen gibt, wenn man die Agrarindustrie nicht so weitermachen lässt.

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theodtiger 14.11.2019, 14:35
9. Agrarsubventionen wofür?

Diesel für landwirtschaftliche Zwecke wird steuerlich subventioniert. Begehen die mit ihren Treckern protestierenden Bauern eigentlich Subventionsbetrug, wenn sie zweckentfremdend den Diesel bei Störungen des Straßenverkehrs in Städten verbrennen? Es ist schon erstaunlich, mit welchen Mitteln sich manche Leute gegen die Einhaltung von Gesetzen (adequate Grenzwerte gegen Überdüngung) und den Umweltschutz stellen. Die Kosten trägt der Bürger (höhere Wasserpreise) und die Umwelt.

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