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Treffen der Euro-Finanzminister: Gabriel fordert Schuldenerleichterung für Griechenla
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"Immer wieder ist Griechenland eine Schuldenerleichterung versprochen worden, jetzt müssen wir dazu stehen": Außenminister Gabriel stellt sich im Finanzstreit auf die Seite Athens - und gegen seinen Kollegen Schäuble.

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think-twice! 22.05.2017, 07:51
1. Wie bitte?

Geld verteilen ist das Einzige, was der Herr Gabriel und seine SPD können. Wie wäre es endlich mit Geld für die eigene Bevölkerung? Nur weiter so, und die SPD landet dort wo sie hingehört, nämlich unter 20%.

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Paul G. 22.05.2017, 07:55
2. Nein. Nein. Nein

Schon vergessen? Griechenland hat bereits einen Schuldenerlass über 100 Mrd bekommen. Diese Lücke wurde sofort mit neuen Schulden aufgefüllt.
Griechenland hat nicht nur ganz viele Reformen versprochen sondern sich vertraglich dazu verpflichtet. So lange diese nicht vollständig umgesetzt sind und nicht nur auf dem Papie null entgegenkommen.
Man könnte aber auch sagen, Danke Gabriel. So nimmt das Projekt 20 % weiter Fährt auf.

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MeinungVonMir 22.05.2017, 08:00
3. Da zeigt sich wieder....

... was die SPD kann. Sinnlos Steuergeld verbrennen. Wenn sie in der Vergangenheit auf der Einnahmenseite nur auch so viel vorweisen könnten...

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ArnoNyhm1984 22.05.2017, 08:00
4. Falscher Ansatz

Vorweg: Recht hat Gabriel, dass die Schuldenlast für Griechenland erdrückend sind. Aber dann hört es auch schon auf: Niemand hat Griechenland in den Euro gezwungen -sie haben sich mithilfe getürkter Bilanzen in die Eurozone hineinbetrogen. Und niemand hat die Griechen zum Abschluss der Kredite gezwungen -die griechische Regierung hat die Kreditbedingungen so, wie sie heute sind, selber akzeptiert. Und trotzdem haben die Kreditgeber den Griechen in den vergangenen Jahren über Fristenstreckungen und Zinsstundungen schon zig Milliarden Schuldenerleichterungen gewährt.
Der Denkfehler von Gabriel (und vielen anderen) besteht darin, dass es alternativlos wäre, dauernd schlechtem Geld noch weiteres gutes hinterherwerfen zu müssen: Griechenland muss endlich aus dem Euro austreten -das ist der Elefant im Raum, den niemand sehen und benennen will.

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epigone 22.05.2017, 08:03
5. Überaus undurchdacht - eben populistisch!

Es ist eigentlich Grundschulniveau, aber Politik erreicht noch nicht einmal dieses allzu oft:

Gewährt man einem EURO-Mitglied die Übernahme seiner Schulden durch "den Club", so kann man mit keinem guten Argument anderen Schuldnern dieses verweigern. Da wären z.B.: Portugal, Italien, Spanien, Zypern, aber auch Frankreich und Co., die sich nach einem solchen Schritt sehnen.

Streicht man die Schulden, bekommt irgendjemand sein Geld nicht zurück. Da es nicht die Banken sind (denn ein solcher Beschluss zu Lasten der Banken würde die in Deutschland und Europa geltende Eigentumsgarantie verletzen - vergl. Art. 14 GG!!!) wäre es der Steuerzahler. Und wer zahlt in Europa seine Steuern brav und soll nix zurückbekommen?

Vor allem aber: Erläßt man den Euro-Mitgliedern Schulden, so ist das das Signal, nun so richtig Schulden machen zu können - es winkt ja immer eine Hintertür, wenn die Schulden lästig werden. Dann wären wir endgültig in der mediterranen Ökonomie angekommen, wie sie vor dem Euro im Süden Standard war: Fehlender Reformwille, stete Verschuldung, regelmäßige Abwertungen der Währung und dennoch ein Versinken der Gesellschaften in staatlicher Überregulierung, Bevormundung, Klientelismus, Korrupton und Schlendrian.

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kurtzac 22.05.2017, 08:04
6. Auf ein Mal,

dabei hätte er es schon vor Jahren machen können, allerdings mit der Linken. Aber jetzt ist (Schein)wahlkampf. Gabriel weiss: Die Forderung bringt jetzt nichts mehr, Schäuble kann es aussitzen und nach der Wahl wird keiner mehr fragen.

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stoffi 22.05.2017, 08:08
7. Herr Gabriel täte gut daran, mal einen Blick ins eigen Land zu werfen

Dort leben genug Menschen, die auch gern ,,erleichtert " würden .
Rentner die Flaschen sammeln und zu Tafeln gehen müssen um zu überleben. Berufstätige, die sich mit mehreren Jobs plagen, um einigermassen über die Runden zu kommen. Davon gibt es auch in Deutschland genug Menschen und im Gegensatz zu Griechenland, haben diese Menschen stets ihre Steuern an den Staat abgeführt.
Es muss jetzt endlich mal einer kommen und mit der Faust auf den Tisch hauen! So gehts nicht weiter. Die eigene Bevölkerung wird nur noch zu Gunsten anderer geschröpft und sieht selber in die Röhre.
Hoffentlich bekommt die SPD bei der Wahl die Quittung.

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alaba27 22.05.2017, 08:09
8. Laues Sommerlüftchen ?

Da sieht man wieder: Immer nah dran an der Realität der Bürger. Aber bei solcher Politik ist die SPD bald Vergangenheit. Vorwärts immer - rückwärts nimmer ! Auf Genossen !!

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flintstone888 22.05.2017, 08:12
9. 23% weniger? die armen Griechen

sollten aber nicht vergessen, dass sie Staatsleistungen wie MEHR Rente als letztes Einkommen und Renteneintrittsalter ab 55 Jahren für einen nicht unbeträchtlichen Teil der Bevölkerung haben. Nicht vergessen: nach Eurostat-Berechnungen ist der durchschnittliche (Median-Wert) Vermögenswert in einer griechischen Familie höher als in einer deutschen Familie! Warum? Der Anteil Haus- und Grundstücksbesitzer ist dort wesentlich höher, von der effektiven Steuerquote ganz zu schweigen. GR ist ein DrittWelt-Land mit Anspruch auf ErstWelt-Niveau, da muss halt der reiche Onkel her, das zu finanzieren. Sich auf die Geschichte zu berufen? Die stolzen Attiker sollten auch nicht vergessen, dass lange vor Griechenland die Inder und Chinesen ihre Hochkultur gründeten und heute auch als 3WeltLand gelten....

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