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Trendwende: US-Autoindustrie verliert Tausende Jobs
AP

Jahrelang ging es für die Autobauer in den USA stetig aufwärts. Doch nun gehen die Verkäufe zurück - und die Beschäftigung: Laut US-Statistikamt sind Tausende Stellen in den Werken verlorengegangen.

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olli08 05.07.2017, 07:58
1. Mehr Informationen, bitte!

Ja, und warum werden weniger Klein- und Mittelklassewagen von Ford und GM gekauft? Werden generell weniger Wagen dieses Segments in den USA abgesetzt, oder weichen die Käufer auf andere Marken aus, solange diese noch nicht mit "Strafzöllen" belegt werden?

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paradonym 05.07.2017, 08:11
2. Nebeneffekte

"make america great again" und "america first" sind zwar augenscheinlich Argumente zur Stärkung der Wirtschaft, aber in der Art wie sie Trump auslegt auf lange Sicht schädlich... Für mich war nur die Frage wie kurz man diese "auf lange Sicht" auslegen kann, bis man Effekte erkennt.
Folgerichtig fängt es also bei der Autoindustrie an, auf diese hat sich Trump ja seit längerem bereits konzentriert.

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zensurgegner2017 05.07.2017, 08:12
3.

Der Automobilsektor wird sterben.
70 bis 90% aller Fahrzeuge werden überflüssig, sobald autonomes Fahren funktioniert.
Lieber stirbt eine Branche scheibchenweise, als zu plötzlich.

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bronck 05.07.2017, 08:14
4. Preisproblem

Es gibt zahlreiche interessante US-Autos (RAM, F150 mit Air Ride, Escalade etc.), aber wenn ich sehe, dass diese in Deutschland fast immer ca. 1/3 mehr oder gleich das doppelte des US-Preises inkl. Steuern kosten (Internet sei Dank kann man das leicht vergleichen), dann lohnt sich er Kauf schlicht nicht.

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Beijinger 05.07.2017, 08:21
5. Ja, wie denn nun?

Mr. Donald Trumpel, Orange Firecracker. Sie haben doch posaunt, "der groesste Stellenbeschaffer in Amerika zu sein, den Gott je geschaffen hat", Jetzt das und die Sache mit dem Carrier Werk, wo Sie angeblich Arbeitsplaetze gerettet haben, indem Sie massive Steuergeschenke an Carrier gaben, damit die ein Werk in USA nicht schliessen und damit vor dem Umzug nach Mexiko gerettet haben, jetzt aber doch massiv Mitarbeiter in diesem USA Werk entlassen hat. Hat Ihr Gott Mammon da etwa etwas falsch verstanden? Kann nur der Gott sein, Sie selbst sind ja nicht in der intellektuellen Lage, so etwas zu verstehen. so sad, so bad.

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power.piefke 05.07.2017, 08:25
6. @olli08

was meinen sie mit strafzöllen? die von trump so kritisierten Hersteller wie BMW können nicht mit tollen belegt werden: BMW beispielsweise produziert mehr Fahrzeugen in den USA, als der Markt nachfragt. da bin ich auf die Begründung der Regierung gespannt. die us Industrie war ganz scharf auf NAFTA, und die Folgen bekommen die Mitarbeiter jetzt zu spüren. eine unserer Tochtergesellschaften lügt in der Nähe von Detroit - "motorcity". Das war mal. Wenn man durch die Stadt fährt, verkommene, teilweise aufgegebene Stadtviertel wie ich sie bisher nur in Südafrika gesehen habe. Das war politisch so gewollt. andererseits fahren sie mal ein japanisches, us-amerikanische oder europäisches Auto und sagen dann, welches qualitativ vollkommen rausfällt.... eine Variante lässt sich nur über den Preis verkaufen.

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ir² 05.07.2017, 08:28
7.

Ein normaler Konjunkturzyklus. SPON macht mal wieder aus einer Mücke einen Elephanten....

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SanchosPanza 05.07.2017, 08:30
8. nicht verschwunden, sondern abgewandert.

Seit der Gründung der NAFTA werden immer mehr Fahrzeuge für den US-Markt in México gebaut. Dort sind wie in Aguascalientes oder Toluca riesige, moderne Werke entstanden, mit Niedriglöhnen, ohne Gewerkschaften und brutalem "hire and fire" wenn die Konjunktur mal stottert. Manche LKW-Hersteller produzieren nur noch in México für den nordamerikanischen Markt.

Seit dem massiven Abbau während der Weltfinanzkrise ist parallel die Zahl der Arbeitsplätze in den USA wieder leicht gestiegen, trotz anhaltender Verlagerung der Werke nach México. Durch die Abschwächung der Konjunktur dreht das jetzt wieder, es werden zuerst die teureren Jobs in den USA gestrichen und nicht im Süden. Dass könnte man durch höhere Außenzölle ändern.

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cave-canem 05.07.2017, 08:36
9. Haben Sie da nicht etwas vergessen?

Zitat von bronck
Es gibt zahlreiche interessante US-Autos (RAM, F150 mit Air Ride, Escalade etc.), aber wenn ich sehe, dass diese in Deutschland fast immer ca. 1/3 mehr oder gleich das doppelte des US-Preises inkl. Steuern kosten (Internet sei Dank kann man das leicht vergleichen), dann lohnt sich er Kauf schlicht nicht.
Nämlich die lokale Tax, die bei jedem Kauf abhängig vom Bundesstaat auf den angegebenen Preis noch aufgeschlagen wird?
Klar wird man zuerst beim Preisvergleich US vs. EU Preise geschockt, das relativiert sich aber, wenn man den realen vollständigen US-Inlandspreis zugrunde legt.
BTW: Ein Ford Mustang V8/5.0l MJ. 2017 kostet in D (!!) voll ausgestattet 50T€, ein Schnapper, gegen gerechnet z.B. gegen einen Langeweiler aus dem Hause VW, einen Golf.
Ich fahre selber einen Jeep GC, gegen gerechnet gegen einen X5 ist das Ding trotz Vollausstattung ca. 25T€ preiswerter ... das ist halt der Premiumzuschlag, trotzdem der X5 auch im "Billiglohnland" USA gebastelt wird (Autos bauen tun die Amis nicht, eher zusammenbasteln, man frage einfach Ami-Car Fahrer *rolleyes*).
Im Übrigen glaube ich nicht, dass der US-Autokäufer anstatt einen billigen US-Mittelklässler auf einen Ausländer ausweicht, da wird eher eine Etage höher im Regal gegriffen, und ein SUV oder light truck gekauft, die Straßen sind doch breit genug, und das Fracking-Oil billig.

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