Forum: Wirtschaft
Trendwende: US-Autoindustrie verliert Tausende Jobs
AP

Jahrelang ging es für die Autobauer in den USA stetig aufwärts. Doch nun gehen die Verkäufe zurück - und die Beschäftigung: Laut US-Statistikamt sind Tausende Stellen in den Werken verlorengegangen.

Seite 13 von 16
rohfleischesser 05.07.2017, 12:26
120.

Mich irritiert die geringe Zahl von Beschäftigten der US-Automobilindustrie. Ford und GM alleine haben bereits jeweils etwa 200.000 Mitarbeiter, dazu Zulieferer und weitere kleine oder ausländische Hersteller. Haben die alles so gründlich nach außerhalb verlagert?
Ansonsten kann man an solchen Kurven sehr schön sehen, wie konstant unter den Republikanern die Wirtschaft im wieder nach unten rauscht. Milliardärsfreundliche "Wirtschaftsnähe", die zu rücksichtsloser und kurzsichtiger Profitoptimierung auf dem Rücken der Angestellten einlädt, ist eben nicht gleichzusetzen mit guter Wirtschaftspolitik, die auch die Kaufkraft und das langfristige Wohl der Menschen im Blick behält.
Bush runter, Obama hoch, Trump wieder runter, das ist der Lauf der Dinge, weswegen Trump und co auch auf die "poorly educated" setzen, denen das alles zu kompliziert ist.

Beitrag melden
dingstabumsta 05.07.2017, 12:30
121. Die frage ist doch....

....warum werden in den USA (und nicht nur da) weniger Klein- und Mittelklassewagen gekauft?
Weil wie überall, die leute einfach kein geld mehr dafür haben?
Es ist doch ein Weltweites Phänomen, das Konzerne Riesengewinne einheimsen, aber bei den Arbeitnehmern nix mehr ankommt.
Die Lohnspirale muss nach oben gehen, wenn solch ein debakel nicht die Runde ziehen soll....Weltweit!

Beitrag melden
RenegadeOtis 05.07.2017, 12:35
122.

Zitat von SanchosPanza
Seit der Gründung der NAFTA werden immer mehr Fahrzeuge für den US-Markt in México gebaut.
Inwiefern hat die Gründung von NAFTA 1994 (mithin fast ein Vierteljahrhundert her) JETZT plötzliche Auswirkungen?

Beitrag melden
scoopx 05.07.2017, 12:36
123. Optimiert

Zitat von .patou
Mit Taxis im heutigen Sinne wird das nichts mehr zu tun haben, sondern mit per Algorithmus optimierten Routen, die sich den durch die Kunden per App angefragten Zielen sofort anpassen und so auch mehrere Passagiere gleichzeitig befördern können, wenn sich die Wege gleichen. Diese variable und digital optimierte Personenbeförderung abseits festgelegter Fahrpläne wird vor allem in Großstädten schneller kommen als man denkt. Gerade im Rahmen der E-Mobilität gibt es schon einige Pilotprojekte, auch in Deutschland. Ob das den Verkeht nachhaltig verringert, wird man sehen ...
Was kann denn bei den Routen im Stadtverkehr noch optimiert werden? Sind kürzeste Wege das Ziel? Oder kürzeste Fahrtzeiten? Die Streckenabschnitte, die zu den kürzesten Wegen führen, werden chronisch überlastet sein, denn der Algorithmus kennt kein Erbarmen bei seiner Optimiererei. Sammeltaxis sind eine gute Idee und funktionieren auch ohne Algorithmus sehr gut. Natürlich hört sich das besser an, wenn "variable und digital optimierte Personenbeförderung" draufsteht.

Dafür kann man auch gleich ein Start-Up gründen. Milliarden an Börsenkapitalisierung winken!

Beitrag melden
bschmid66 05.07.2017, 12:41
124.

Zitat von zensurgegner2017
Der Automobilsektor wird sterben. 70 bis 90% aller Fahrzeuge werden überflüssig, sobald autonomes Fahren funktioniert.
…und wer soll die “autonomen” Autos bauen?

Beitrag melden
Shlomo Spitzberg 05.07.2017, 12:42
125.

Zitat von dingstabumsta
Die frage ist doch warum werden in den USA (und nicht nur da) weniger Klein- und Mittelklassewagen gekauft?
Schon mal die Spritpreise aus den USA mit unseren verglichen?

Kurz gecheckt:
https://www.gasbuddy.com/

Aktuell um die $2,20 pro Gallone, oder umgerechnet 0,51EUR pro Liter.
Bei den Preisen würde ich auch keinen spritsparenden Diesel fahren. ;)

Beitrag melden
willibaldus 05.07.2017, 12:52
126.

Zitat von walter_e._kurtz
Ich hatte vor einigen Tagen einen Artikel in der sz zum Thema gelesen; nicht wenige Wirtschaftsexperten halten den US-Automarkt für schlichtweg gesättigt, der Aufholbedarf nach der Finanzkrise ist mittlerweile bedient. Somit ist klar, daß die Verkäufe sich nun ersteinmal auf einem niedrigeren Level als in den Vorjahren einpendeln wird. Was für die Arbeitsplätze natürlich fatal ist. Hätte Trump nicht sein Maul so weit aufgerissen, dann könnte er nun auf Konjunkturschwankungen innerhalb des Marktes verweisen. So aber wird der größte gottgeschaffene Jobbeschaffer aller Zeiten argumentative Probleme bekommen.
Ich denke, Sie haben die Situation gut beschrieben.
Dass der US Automarkt sich der Sättigung nähert, heisst natürlich nicht, dass das bei anderen Branchen auch der Fall ist. Ich bin allerdings der MEinung, dass es auch dort nicht mehr weit ist bis zur Sättigung.

https://de.tradingeconomics.com/united-states/full-time-employment

Die Rate der arbeitslos Gemeldeten nähert sich Tiefständen, wie es vor Bush II kurz der Fall war und vor dem erst Ende der 60ger Jahre.
Eigentlich sollte man bald ein Anziehen der Löhne feststellen können.
Kann aber auch sein, dass die Firmen dann ins Ausland ausweichen.
https://de.tradingeconomics.com/united-states/unemployment-rate

Beitrag melden
edward elgar 05.07.2017, 12:54
127.

Zitat von scoopx
Was kann denn bei den Routen im Stadtverkehr noch optimiert werden? Sind kürzeste Wege das Ziel? Oder kürzeste Fahrtzeiten? Die Streckenabschnitte, die zu den kürzesten Wegen führen, werden chronisch überlastet sein, denn der Algorithmus kennt kein Erbarmen bei seiner Optimiererei. Sammeltaxis sind eine gute Idee und funktionieren auch ohne Algorithmus sehr gut. Natürlich hört sich das besser an, wenn "variable und digital optimierte Personenbeförderung" draufsteht. Dafür kann man auch gleich ein Start-Up gründen. Milliarden an Börsenkapitalisierung winken!
"Car to go" mit Navigationssystem und Stauerkennung bzw. - umfahrung gibt's schon.
Mehr will man eigentlich gar nicht.

Beitrag melden
j.vantast 05.07.2017, 12:56
128. Mutige Prognose

Zitat von zensurgegner2017
Der Automobilsektor wird sterben. 70 bis 90% aller Fahrzeuge werden überflüssig, sobald autonomes Fahren funktioniert. Lieber stirbt eine Branche scheibchenweise, als zu plötzlich.
Zunächst wird es noch eine ganze Weile dauern bis autonomes Fahren wirklich funktioniert. Nur weil da ein paar Prototypen durch die Gegend fahren (und auch das noch problembehaftet) heisst das nicht das autonomes Fahren in ein paar Jahren möglich sein wird. Und wenn das autonome Fahren kommt, dann sicher nicht weltweit
Man sollte heute global denken, nicht regional.

Beitrag melden
willibaldus 05.07.2017, 12:56
129.

Zitat von Ungläubig blick
Ich wollte zum Ausdruck bringen, dass wenn ein Auto extra angefahren kommt (egal ob autonom oder nicht) um mich abzuholen, zusätzliche Fahrkilometer anfallen und nicht weniger oder genau so viele. Es ist also nicht das Gleiche.
Anschliessend kommt das Auto natürlich zurück und bringt den Nachbarn zum Arbeitsplatz in der gleichen Firma wie mich. Flexible Arbeitszeiten sind die Zukunft. Hehehe

Beitrag melden
Seite 13 von 16
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!