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Trennung von Audi-Chef Stadler: Drei verlorene Jahre
DPA

Der VW-Konzern hat sich vom langjährigen Audi-Chef Stadler getrennt. Das war unvermeidlich, kommt aber viel zu spät.

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kuddemuddel 02.10.2018, 16:20
1.

Früher: Vorsprung durch Technik
Heute: Vorsprung durch Betrug

Das Schlimme ist ja, dass der Konzern selbst in keinster Weise an einer Aufklärung des Skandals interessiert ist.

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albatross507 02.10.2018, 16:21
2. Aufsichtsrat

Der Artikel beruht auf dem Glauben, der Aufsichtsrat sei vom Abgasskandal völlig überrascht worden. Kann man auch aus anderer Perspektive sehen.

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Klarstellung 02.10.2018, 16:23
3. Trauerspiel

Was sich VW da leistet ist beispiellos und ein Armutszeugnis für den Industriestandort Deutschland. Wer den Kunden vorsätzlich betrügt und blöderweise auch noch auffliegt, hat nicht zu lavieren sondern für alle Schäden gerade zu stehen. VW baut gute, tolle Autos, hat eine motivierte Mannschaft an Bord und moderne Fabriken, eigentlich alles um richtig, richtig erfolgreich zu sein, aber leider ist das Top-Management diesem Qualitätsanspruch nicht gewachsen. Schade und es bewahrheitet sich immer wieder, der Fisch stinkt bekanntlich vom Kopf her.

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Harry_S 02.10.2018, 16:30
4. Guter Kommentar

Ich bin nach 10 Jahren Audi zu Mercedes gewechselt, es ist unerträglich wie der VW Konzern mit Ausnahme von Porsche mit diesem Betrug am Kunden umgeht.

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asap_B 02.10.2018, 16:30
5. das ist der Dank von VW .....

Für mich zählt hier nur, dass Stadler im Sinne von VW und Audi gehandelt hat ...damit dieses Unternehmen kostengünstig die Abgaswerte erreicht. Stadler sitzt auch nur für seinen Arbeitgeber in Untersuchungshaft .... das nennt man dann Loyalität. Diese Loyalität hat VW nicht lange aufgebracht ....

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kenterziege 02.10.2018, 16:34
6. Audi hat nicht drei - sondern 10 Jahre verloren

Die Besetzung mit Stadler war von Beginn an ein Flop. Stadler hat noch eine Weile von dem Schwung profitiert, den Piëch und Winterkorn in Audi getragen hatten. Als Kaufmann war Stadler sicher überfordert, die Technische Entwicklung und sein Personal zu dirigieren. Fertige E-Konzepte blieben liegen oder wurden aus Wolfsburg blockiert. Hackenberg kam aus Wolfsburg und musste bei der Connectivity des A4 eingreifen. Dafür kam der Wagen ein Jahr später. Als Nicht-Techniker war er überfordert beim Abgasskandal die richtigen Fragen zu stellen. Die Piëch-Porsche-Familie hätte sicher persönlich Gründe, an Stadler festzuhalten. Vielleicht hängt das auch mit seiner Funktion als Bürochef von Piëch in Wolfsburg zusammen, wo er wohl um den höchsten aller Götter eine Firewall gezogen hat.

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StefanieTolop 02.10.2018, 16:35
7. Pfeifen unter sich...

Und während die Deutschen sich um die saubersten Diesel, die es je gab, selbst zerfleischen, lachen sich die Italiener und Franzosen kaputt. Die testen einfach nicht so streng und schon haben sie keine Probleme - auch nicht in Deutschland. Solange wir uns in ideologischen Grabenkämpfen gegenseitig abschlachten, machen alle anderen hervorragende Geschäfte.

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Sotnik 02.10.2018, 16:42
8. Oft sehe ich...

...mit Bedauern die bizarren Auswüchse des US-Gechtssystems.

Im Falle "Dieselgate" indes bedaure ich lebhaft, dass das hierzulande nicht wie in den USA gehandhabt werden kann.

Dann nämlich würde der ehemalige Audi-Herrscher Stadler nicht mehr in vergleichsweise komfortabler U-Haft sitzen, sondern wäre längst rechtskräftig zu einer Gefängsnisstrafe deutlich oberhalb von acht Jahren verurteilt worden.

Es sei denn, er hätte einem "Deal" mit der Staatsanwaltschaft zugestimmt, sich - im Gegenzug für eine geringe Strafe - als "Kronzeuge" angeboten und die Haupt- und Mittäter in Vorstand und Aufsichtsrat des Mutterkonzerns VW benannt und belastet.

Und was glauben Sie, wie schnell eben dieser Konzern den vorsätzlich betrogenen Dieselkäufern in Deutschland großzügige Rückkauf- und Entschädigungsregelungen à la USA anbieten würde, wenn die hohen Herren - die sich selbst als weit über dem Gesetz stehend betrachten und auch genau so handeln! - um ihre eigene Freiheit fürchten müßten...?

Ach ja, ehe ich es vergesse:
HÄTTEN wir in Sachen Dieselgate USA-Recht anzuwenden, dann wäre das Verhalten der Herrn Bundesverkehrsminister Scheuer und seines Vorgängers Dobrindt längst Gegenstand von Ermittlungen des BKA (in USA des FBI!) und des Generalbundesanwalts wegen "Behinderung der Justiz" - und sie müßten stündlich mit ihrer Festnahme rechnen - wenn sie beispielsweise Konten bei ausländischen Bankinstituten und/oder Zweitwohnsitze oder Ferienhäuser im Ausland haben.

Wie gesagt, manches Mal kann man es durchaus bedauern, dass das Rechtssysten in den USA so ganz anders ist, als bei uns...

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hachimaki 02.10.2018, 16:46
9. Viel zu spät

Dieselbetrug und null Aufklärung,weder von VW oder Audi!!
Die US Kunden können wählen,ob Sie das Auto zurückgeben oder behalten wollen.Dagegen sind die Prämien hierzulande ein Almosen!!
3 Jahre sind sinnlos verplempert worden jetzt werden die Gerichte entscheiden,durch Fahrverbote!!
Dank CSU Versager und eine Kanzlerin die alles mit sich machen läßt!!
Die nächsten Wahlen werden mit Sicherheit interessant!!

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