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Trittin verteidigt Nord Stream 2: "Die Amerikaner wollen Russland wirtschaftlich totr
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Die USA erhöhen den Druck auf Deutschland, den Pipeline-Bau von Nord Stream 2 zu stoppen. Ex-Umweltminister Jürgen Trittin erklärt, warum es gute Gründe für Berlin gibt, sich Washington zu widersetzen.

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bacillus.maximus 26.12.2018, 01:28
150.

Zitat von west_ost
Ich bin schlicht erschrocken, dass in Deutschland soviel Putin-Versteher gibt. Wem verdankt die BRD die Demokratie - den Russen oder den Amis?
Ob die Amerikaner uns die Demokratie gebracht hätten wenn wir vorher zwanzig Millionen ihrer Zivilisten umgebracht und ihr halbes Land genauso verwüstet hätten wie Russland?

Den Japanern haben sie wegen deutlich das Höllenfeuer geschenkt. Gleich zweimal.

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vulcan 26.12.2018, 06:46
151.

Zitat von bürger_prollmann
Wenn man das alles so liest, könnte man meinen, Deutschland und der Rest der Welt befindet sich im Krieg mit Russland und Putn wäre ein böser Diktator, der sein Volk unterjocht. Das wirtschaftliche und geostrategische Interesse der USA ist es, ein gutes Verhältnis Westeuropas und Russland zu verhindern. Dafür tut man alles ... Man kann jetzt streiten, ob Putin ein lupenreiner Demokrat ist oder nicht, dann sollte man aber die gleichen Maßstäbe an die Führer westlicher Wertegemeinschaften legen. Kommen die dabei wirklich viel besser weg? Putins Zuspruch im eigenen Land ist jedenfalls erheblich größer, als das von Merkel, Macron oder Trump. Was spricht gegen ein freundschaftliches, stabiles Verhältnis mit Russland mit vielen wirtschaftlichen Kontakten? Der böse Putin??? Nein, nur die Interessen der USA.
Nein, man kann nicht darüber streiten, ob Putin ein 'lupenreiner Demokrat' ist - ist er absolut nicht.
Gegen ein freundschaftliches Verhältnis und 'viele wirtschaftliche' Kontakte spricht auch das Verhalten Moskaus - wir denken an die Krim, das Bedrohungsszenario gegen Westeuropa inkl. Schweden und natürlich an die grausame Kriegsführung in Syrien für den Schlächter Assad. Sein Zuspruch im eigenen Lande interessiert nicht. Höchstens insoweit, wie dieser eben nicht vorhanden ist und wie Kritiker mundtot oder ganz tot gemacht werden.
Weiterhin denken wir an die Cyber-Aktionen und andere Nicht-militärische Angriffe auf den Westen.
Putin ist kein Partner. Wer das sein will, muss sich deutlich anders verhalten.
Schon schlimm genug, dass wir uns hier den Machthabern in Peking so kritiklos andienen - in Europa brauchen wir das nicht auch noch.
Da muss Herr P. noch einiges lernen.

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rainercom 26.12.2018, 08:32
152. Seine Leistungen als Umweltminister sollt man nicht vergessen

und die der grünen unter Schröder.
Als Plus Flaschenpfand da gegenüber steht die Agenda 2010 mit all ihren bitteren Pillen
die die Wähler heute noch im Griff haben.
Aber da dieser Wähler scheinbar an Alsheimer leidet kommen die Grünen wieder zum Vorschein.

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tempus fugit 26.12.2018, 09:00
153. Danke für diesen...

Zitat von Spiegelkritikus
Selbstverständlich sollte Nord Stream 2 realisiert werden, da die Energiesicherheit in Europa damit steigt, wirtschaftliche Kooperation zwischen den Ländern sich grundsätzlich positiv auswirkt und die Kriegsgefahr reduziert wird. Dazu muß sich die EU und besonders Deutschland endlich aus der (in Wahrheit feindlichen) US-Umklammerung lösen, denn die USA haben seit vielen Jahren das Ziel zu verhindern, daß Europa und Russland wirtschaftlich und politisch eng kooperieren. Zudem wollen sie Russland ökonomisch in die Knie zwingen, da ein militärischer Angriff auf die Atommacht Russland nicht in Frage kommt. Triitin vertritt hier vernünftige Ansichten, er gehört zu jenen älteren Grünen, die im Unterschied zu den meisten jüngeren ihren Verstand nicht zugunsten von Gesinnung, Emotionalität und identitätspolitischer Fixierung an den Nagel gehängt haben. Allerdings sitzt er dem gängigen Irrtum auf, daß die USA eine echte, also nicht wie in Russland gelenkte, Demokratie seien. Daß dem nicht so ist, hat u.a. die Universität Princeton in einer umfassenden Studie klargestellt: Mächtige Interessengruppen bestimmen mithilfe willfähriger Medien maßgeblich die Politik, insbesondere auch der militärisch-industrielle Komplex. Wenn der Spiegel sich tatsächlich auf Das Motto: Sagen, was ist, besinnt, dann sollten die US-Politik wie auch die Russlands künftig nicht mehr propagandistisch verzerrt, sondern wahrheitsgemäß dargestellt werden.
...Kommentar, klar und reflektiert, wie es ein Spiegel (SPIEGEL?) tun sollte!

Ein Hausputz ist nötig! Mehr Selbstreflexion (eben regelmässig in den echten Spiegel schauen...).
Und bei SPON sollte die Redaktion als kommuni-katives Organ auch ab und an mit den Forumern kommunizieren! Als Wegweiser, richtungsbezogen und würde Spannungen und Missverständnisse abbauen!
Statt aus dem grossen Alles (oder Wenig?) zu re(a)gieren!

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