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Troika-Mann in Portugal: Im Feindesland
AP

Das Rettungsprogramm der Troika ist seit Mitternacht ausgelaufen. Die bei den Bürgern verhassten Reformwächter sind entmachtet. Wie lebt man als Staatsfeind in einem Krisenland? Troika-Mann Albert Jäger erzählt.

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zerozero123 01.07.2014, 15:13
1.

Ist eine Verdrehung der Tatsachen. Niemand ist gerettet worden, ähnlich wie in Griechenland. Die einzigen die gerettet wurden sind die Banken hier in Deutschland.
Auch das Wort "Hilfe" ist irreführend.

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die80er 01.07.2014, 15:44
2. Feindesland?

Es geht weder für Portugal aufwärts noch für Spanien noch für sonst irgendein Land. Wer mal etwas um die Ecke gucken will kann bei zerohedge.com ein paar Eindrücke sammeln. Das knirscht so derbe im Gebälk das es bald kracht.

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Leto13 01.07.2014, 15:46
3. hm

Hat Jaeger's Frau Suedeuropa wohl vorher nur durch Pauschalurlaub gekannt? "Hach was sind die Einheimischen nett" und "Guck mal Albert, bei uns ist es aber schon ordentlicher alles" und "Also beim Portugiesen um die Ecke schmeckt es ganz anders als hier"....

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wolle0601 01.07.2014, 15:49
4. Fangruppe mit Tausenden von Anhängern...

klingt gewaltig. Ist es aber nicht. Portugal hat 10 Mio Einwohner. Sagen wir, 3000 Leute? Also 0,03%. Oder: 99,97% der Portugiesem scheint mehr Hirn zu haben.

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cato-der-ältere 01.07.2014, 16:10
5.

Die Reformen sind "richtig".
Wie ermüdend dieses Mantra ist.
Aber das solle es ja wohl auch, ermüden und resignieren lassen.
Es geht doch nicht primär darum ob sie technisch richtig sind. In einem System das so ist wie es ist mag das ja sein.
Es geht darum dass die Verantwortlichen nicht zur Rechenschaft gezogen werden, dass Unschuldige vor die Hunde gehen, dass grundsätzlich über ernsthafte Veränderungen nicht mal diskutiert wird, dass Zynismus und Ungerechtigkeit achselzuckend zur Kenntnis genommen werden, und damit weiter gemacht wird.
Es geht darum dass die Werte unserer Verfassung (zumindest das GG spricht von sozialer Verantwortung) und echte Solidarität mit den Betroffenen keine Rolle spielen, dass das was man Zivilisation nennt beschädigt wird, und das Leuten wie "Mutti" nur ein paar Krokodilstränen wert ist. Und Verantwortliche wie Asmussen die Karriereleiter hinauf fallen.

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thomas_gr 01.07.2014, 16:12
6.

Hätte sich auch alles in Deutschland abspielen können. Der Diebesspruch ist aber super. Passt wie die Faust aufs Auge

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GSYBE 01.07.2014, 16:15
7. Raub

"Was die höflichen Portugiesen wirklich über ihn dachten, merkte Jäger erst, als man ihn ausraubte."
Herr Schultz sollte sich über den rechtlichen Unterschied von `Raub´ und `Diebstahl´ kundig machen; jedenfalls las ich in dem Artikel nichts von physischer Bedrohung.

Passiert mir sowas in München oder Berlin, füllt wahrscheinlich noch nicht einmal jemand ein Formular auf der Wache aus.
Passiert es in Lissabon, wird in der teutschen Gazette von `Raub´ geschrieben.

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brux 01.07.2014, 16:18
8. --------------

Zitat von zerozero123
Ist eine Verdrehung der Tatsachen. Niemand ist gerettet worden, ähnlich wie in Griechenland. Die einzigen die gerettet wurden sind die Banken hier in Deutschland. Auch das Wort "Hilfe" ist irreführend.
Das kann man tausend mal wiederholen, es wird dadurch nicht richtiger.

Der Rest der Eurozone hat den Griechen und Portugiesen die Zinsen für die Schulden gezahlt, mit denen man sich viele Jahre ein schönes Leben gemacht hatte. Dass diese Zinsen an die Gläubiger gehen (also an die Banken) ist doch völlig normal, zumal das von den Banken verliehene Geld unser Erspartes war. Wenn Sie nichts erspartes haben, sagt das viel über Sie, aber nichts über die Banken.

In Portugal klotzen die Leute einfach nicht ran, was sehr merkwürdig ist, da die Portugiesen als "Gastarbeiter" zu den fleissigsten gehören. Der Fehler lag also im System und das beschreibt der Artikel eigentlich recht gut.

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monteclara 01.07.2014, 16:21
9.

Zitat von wolle0601
klingt gewaltig. Ist es aber nicht. Portugal hat 10 Mio Einwohner. Sagen wir, 3000 Leute? Also 0,03%. Oder: 99,97% der Portugiesem scheint mehr Hirn zu haben.
Oder sie haben kein Facebook. Und mit Hirn hat das ja wohl nichts zu tun.

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