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Trotz 735 Millionen Euro Verlust: Warum die Deutsche Bank die Boni vervierfacht
REUTERS

Bei der Deutschen Bank fließen die Boni wieder. Nach einer Kürzung im vergangenen Jahr zahlt das Geldhaus nun mehr als zwei Milliarden Euro aus. Obwohl der Verlust sogar noch höher ausfällt als zunächst gemeldet.

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reflexxion 16.03.2018, 10:41
1. Bonus für Verluste fabrizieren? Gehts noch???

Ich habe da keine Aktien, zum Glück - aber es ist eine Sauerei die Mitarbeiter zu belohnen die eben keine Gewinne erwirtschaftet haben. Das Argument die gehen sonst weg kann ich nciht nachvollziehen, schlechte Mitarbeiter lässt man doch gern weggehen.

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Pinin 16.03.2018, 10:47
2. Ganz klar ...

... die müssen ihre Investment-Banker halten, denn wenn die gehen gibts niemanden mehr der bei diesem Derivate-Saustall durchblickt.

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Newspeak 16.03.2018, 10:52
3. ...

Tja, die Deutsche Bank wird es so in 20 Jahren nicht mehr geben. Mitarbeitern Milliarden hinterherwerfen, obwohl man Verluste macht, und es sind nicht nur die einmaligen Effekte von Trumps Steuerreform, sondern auch zig Schadenersatzforderungen von frueheren kriminellen Geschaeften, fuer die leider sonst niemand zur Rechenschaft gezogen wird, ist schlichtweg ruinoes. Eigentlich sollten da die Aktionaere eingreifen, denn das Geld wird schlicht veruntreut. Aber dieser Korrekturmechanismus hat noch nie funktioniert, weil sie alle gierig sind. Ich hoffe der freie Markt wird irgendwann wirklich die Korrektur bringen. Ich brauche keine Deutsche Bank. Und dieses Land ist auch besser dran, ohne solche kriminellen Organisationen.

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geschneider 16.03.2018, 10:54
4. Solange in gleicher Höhe

Rückstellungen gebildet werden um die Steuerzahler abzusichern ist es Sache der Aktionäre wofür sie ihr Geld verschwenden.
Da aber die Steuerzahler nicht geschützt werden, muss der Staat durch eine ensprechende Besteuerung der Boni gegenhalten.
Tut er aber nicht. Danke dafür.

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speedomat 16.03.2018, 10:56
5. Kapitalismus in Reinkultur

Es sind halt schon ein paar Milliarden notwendig, um ein paar der besten Pokerspieler dieser Welt im Haus zu halten. Zudem finanzieren diese ja die vielen anderen Mitarbeiter der DB, die es nicht schaffen, diesen Laden wieder in schwarze Zahlen zu bringen. Es macht einen schon traurig, zu sehen, was aus diesem früheren Aushängeschild Deutschlands geworden ist. Alfred Herrhausen hätte sich schon mehrfach im Grabe umgedreht. Besonders bitter: Der nächste Crash ist sicher. Aber dann sind die Boni schon lang auf den Caymans gelandet. Und die Pokerspieler machen mal wieder Cocktailpause, bis sich der Steuerzahler (wegen der erneuten Milliardenstützen für die "Systemrelevanten") wieder beruhigt hat. Aber wer soll es ihnen verdenken? Spätestens seit 2008 wissen sie, das sie eigentlich alles machen können. Als kleine Nachhilfestunde mit hohem Unterhaltungsfaktor empfehle ich dazu den wunderschönen Kinostreifen "The big short". Mancher der Pokerspieler kann die Dialoge auswendig vortragen.

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zazzel23 16.03.2018, 10:59
6.

Zitat von reflexxion
Ich habe da keine Aktien, zum Glück - aber es ist eine Sauerei die Mitarbeiter zu belohnen die eben keine Gewinne erwirtschaftet haben. Das Argument die gehen sonst weg kann ich nciht nachvollziehen, schlechte Mitarbeiter lässt man doch gern weggehen.
Die Bank hat eben KEINEN operativen Verlust erwirtschaftet - das steht doch im Artikel.
Und sie wäre schlagartig pleite, wenn die Mitarbeiter gingen. Das ist ja bei Industrieunternehmen schon eine Katastrophe, wenn die Axt angelegt wird, bei einer Bank bleiben richtig gefährliche Lücken, die ganz schnell an die Existenz gehen.

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The Restless 16.03.2018, 10:59
7. Die Top-Banker müssen gehalten werden?

Wenn ich solche Angestellten hätte, die mir ständig Verluste servieren, dann würde ich sie feuern und nicht mit Boni beglücken. Oder, andersherum: Wenn das schon die besten Banker sind, und diese dennoch keine Gewinne erwirtschaften können, dann sollte man den Lader besser dicht machen.

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werder11 16.03.2018, 11:00
8. diese bank

die den namen nicht verdient, ist ein beeindruckender beleg für die notwendigkeit, solche geldhäuser zu verstaatlichen und wie kann es überhaupt sein, daß der ceo ausländer ist, dem doch offensichtlich nur am schicksal seiner person und seiner investmentbanker gelegen ist - beim wort "investment" muß doch inzwischen jedem normalbürger schlecht werden!

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chrismuc2011 16.03.2018, 11:05
9.

Ich finde auch die Investmentbanker müssen solidarisch sein. Mitgehangen ist mitgefangen.
Aber, und ich habe mit Finanzen nun witklich nichts am Hut, es fallen mir zwei Dinge auf.

- Zitat:"Zum anderen habe die Bank 2017 operativ - also vor Abzug von Steuern - ja einen ordentlichen Gewinn von 1,2 Milliarden Euro verbucht, der nur durch die einmalig belastende Wirkung der US-Steuerreform zu einem Verlust wurde."
Ich dachte, DT hat die Unternehmenssteuern gesenkt? Wie kann das für die Deutsche Bank zur Belastung werden? Und wenn vor Steuern ein Gewinn von 1.2 Milliarden gemacht wurden, und nach Steuern ein Verlust von 735 Millionen, dann würde das ja bedeuten, dass die DB über 100% Steuern bezahlt.
Kann mir das einer deranwesenden Finanzgenies erklären?
- Ohne die völlig übezognen Boni hätte, wenn ich das richtig sehe, die DB Gewinn gemacht. Und das akzeptieren Aufsichtsrat und die Aktionäre?

Ich würde mich schämen, solche Zahlen zu veröffentlichen. Wenn das nicht Unfähigkeit ist, was dann? Es ist eine Schande!

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