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Trotz 735 Millionen Euro Verlust: Warum die Deutsche Bank die Boni vervierfacht
REUTERS

Bei der Deutschen Bank fließen die Boni wieder. Nach einer Kürzung im vergangenen Jahr zahlt das Geldhaus nun mehr als zwei Milliarden Euro aus. Obwohl der Verlust sogar noch höher ausfällt als zunächst gemeldet.

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Bin_der_Neue 16.03.2018, 13:23
100.

Zitat von issernichsüss
und der Gesamtheit derer nicht gesehen habe, kann ich mich über dieses Thema hier nicht aufregen. Es geht doch wohl darum, ob sie die Boni VERDIENT haben!? Und wenn ich es eben nicht weiß, kann ich hier maximal nur mit den Schultern zucken!
VERDIENT? 4-fache Bonuszahlungen? Dafür, dass die Deutsche Bank derzeit in Bedeutungslosigkeit versinkt? Ja, zucken Sie nur mit den Schultern. Möglicherweise hat solche Reaktion in den vergangenen Jahrzehnten überhaupt erst diese Selbstbedienungsmentalität ermöglicht.

Wie ich bereits schrieb, was interessiert's, ob der Einzelne Boni verdient hat, wenn der Laden insgesamt schlecht dasteht? Die Putzfrau, die im Hochhaus der Deutschen Bank Tag für Tag einen ordentlichen Job gemacht hat, bekommt garantiert auch keine Boni.

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Fuscipes 16.03.2018, 13:24
101.

Zitat von Ossifriese
"...das(s) die Bonuszahlungen durch die entfallende Steuerlast und Verlustvortrag getragen werden." Sie meinen, der Steuerzahler trägt die Boni?
Hm, die Boni werden sowieso versteuert.
Aber wurde man erst den Unternehmensgewinn versteuern und dann die Boni, käme unter dem Strich wohl mehr raus (für die Staatskasse). Ist schon ein dickes Ding das mehr Boni ausgezahlt werden als Gewinn da ist.

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marcaurel1957 16.03.2018, 13:29
102.

Zitat von Ossifriese
Aber Sie wissen schon, dass vor allem der Derivatehandel den Crash 2008 auslöste, der weltweit zu schweren Verwerfung führte und vor allem den Steuerzahler Milliarden kostete? Oder wissen Sie das tatsächlich nicht? Weiter habe ich klar getrennt zwischen dem Derivatehandel und der Tätigkeit der Hedgefonds. Beide Systeme werden aber auch von Banken genutzt und sind im Prinzip negativ für Volkswirtschaften, weil sie den spekulativen schnellen hohen Gewinn langfristigen, produktiven Erträgen vorziehen. Aber möglicherweise wird demnächst die Deutsche Bank völlig zerlegt, aufgeteilt und schließlich die Reste neu verkauft. Wer weiß...
Sicher war der Missbrauch von Derivaten damals schuld am Desaster. Allerdings muss man den Staaten mit die Schuld geben, da man die Aufsichtspflicht vernachlässigt hat. Derartiges ist heute nicht mehr möglich, da alle Kapitalmarktgesetze massiv verschärft bzw. neu gefasst wurden.

Die Tatsache, dass man damals Derivat missbraucht hat, ändert abet nichts daran, dass keine moderne Volkswirtschaft ohne sie auskommt.
Ich denke auch nicht, dass Hedgefonds immer negativ sind, dies kommt auf den Einzelfall an.....jedenfalls würde ich sie niemals verbieten
Was mit der DB passiert? Das weiss niemand....ich bin jedenfalls froh, meine Anteile vor 2008 verkauft zu haben

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Fuscipes 16.03.2018, 13:31
103.

pacta sunt servanda!
Wenn die so weitermachen kommen die bald unter den Hammer.

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Kohlenkeller 16.03.2018, 13:31
104. 705 !!!

Es gibt da mehr als 700 Leute, die im Jahr mehr als eine Million Euro verdienen? 700? Oder ist das ein Tipfehler?

Das kann doch nicht sein, oder?

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fam.weber11 16.03.2018, 13:32
105. Aufgepasst

Die FDP wird sich allen Kritikern in den Weg stellen und vor einer klimavergiftenden Neiddebatte warnen. Denn, wer hart, ehrlich und letztendlich erfolgreich arbeitet, dem sei sein Bonus nicht zu mißgönnen. Äh, mmh oder so ähnlich.

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rudi_ralala 16.03.2018, 13:32
106.

Zitat von marcaurel1957
Das Derivatgeschäft ist - wenn es verantwortungsvoll betrieben wird, durchaus sinnvoll und gewinnträchtig
Dass es noch sinnvoll ist, kann man angesichts des zehnfachen Betrages des Welt BIP's kaum noch behaupten.

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rudi_ralala 16.03.2018, 13:35
107.

Zitat von marcaurel1957
Investmentbanker ist ein notwendiger Beruf, ohne den eine moderne Volkswirtschaft nicht funktioniert. Welche Nationalität der Vorsitzende ist, ist ersten Sache der Aktionäre und zweitens völlig gleichgültig. Ihre Idee Banken zu verstaatlichen ist gut, schließlich gab es mit staatlichen Banken ja nie irgendwelche Problem, nicht wahr?
Noch besser wäre es das Geld zu vergesellschaften.
Dann wären Banken wieder das, was sie eigentlich sein sollten, Dienstleister die von Gebühren leben müssten.

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themistokles 16.03.2018, 13:36
108.

Zitat von trader_07
Die Auszahlung eines Bonus' unterliegt detaillierten Zielvorgaben. Erreicht der Mitarbeiter diese Zielvorgabe, ist der Bonus verdient. Erreicht er sie nicht, ist er nicht verdient. Manchmal kann das Leben ganz schön einfach sein....
Stimmt. Zum Beispiel für pure Anwesenheit. Gibt´s nämlich auch. Ganz tolle, detaillierte Zielvorgaben.

Und zum zweiten: es ist immer auch eine Frage der Vehältnismäßigkeit. Bemängelt werden nämlich nicht nur die Boni an sich sondern die Höhe. Viele Bonuszahlungen sind in der Höhe mit nichts zu rechtfertigen außer einem scheinheilgen "damit er da bleibt", siehe auch das Statement der DB. In einem System, welches sich selbst immer weiter nach oben schaukelt und jegliche Bodenhaftung verloren hat. Nicht umsonst müssen Staaten und letzendlich der Steuerzahler immer wieder in die Bresche springen. Weil: Investmenbanker sind ja "systemrelevant". Ein ziemlich perfides System.

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cypeak 16.03.2018, 13:37
109. so "top" können die "investmentbanker" ja nicht sein...

...bei solchen verlusten.
das ist doch kein akzeptables signal welches hier ausgesendet wird!

offenbar existiert bei manchen menschen schlicht keine scham oder gar sowas hinderliches wie "moral".

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