Forum: Wirtschaft
Trotz "America First": US-Handelsdefizit auf höchstem Wert seit 2008
AFP

US-Präsident Trump hat versprochen, die Position der USA im "unfairen" Welthandel zu verbessern. Erreicht hat er bislang nicht viel: Das Handelsbilanz-Defizit liegt nun höher als unter Vorgänger Obama.

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hefe21 06.02.2018, 16:29
1. Der Mann selbst ist doch ein einziger Export...

Über den messbaren monetären Rückfluss ist zwar nichts bekannt, aber der Donald hat eine der kolossalsten US-Aufmerksamkeitsexporte der Mediengeschichte in Gang gesetzt.
SPIEGEL/Spon haben soviel davon geordert, dass sie praktisch jedes Ereignis mit ihm in Verbindung bringen.
By the Way, wenn jetzt hunderte auslandsgebunkerte Milliarden der US-Konzerne rückfliessen, müssen dann nicht die US- Handelsdefizitbilanzen der letzten Jahre zumindest angepasst werden?

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joe49 06.02.2018, 16:58
2. wundert sich jemand?

Ganze Industriezweige wie die Textikindustrie und Hersteller wie Apple produzieren nichts in den USA, Lebensmittel werden in großem Stil irgendwo auf der Welt eingekauft hauptsache billig, dass sie der US Durchschnittsbuerger, der 'minimum wage' bekommt und 3 Jobs haben muss um halbwegs ueber die Runden zu kommen zwingen das Land zu Importen um das Auszugleichen muesste man auch etwas Exportierbares produzieren und da hapert es nun mal. Ein VW Passat ist für einen Durchschnittsamerikaner ein Fahrzeug aus dem Luxussegment, warum sollte dann jemand in Europa ernsthaft an einem in den USA produzierten Blechhaufen interessiert sein. America first ist ja eine schoene Idee aber eben nicht realisierbar. Trump hat nichts verstanden und es fehlt ihm auch am Intellekt zu verstehen wie die Weltwirtschaft funktioniert. Für die USA und den Rest der Welt bleibt nur zu hoffen, dass der Spuk Trump bald ein Ende hat.

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willibaldus 06.02.2018, 17:49
3.

Obwohl die Fed schon einige Zinsschritte vollzogen hat, was den Dollar stärken sollte, hat der Trump in seiner Amtszeit den Dollar nach unten geprügelt. Vielleicht um die heimische Produktion zu stärken, oder weil er halt der Trump im Porzellanladen ist. Der geneigte mag es sich aussuchen. Das verstärkt erstmal das Handelsdefizit weil importierte Waren teurer bezahlt werden müssen.

Irgendwelche zurückgeholten Gelder - das es da belastbare Zahlen gibt, wage ich zu bezweifeln - tauchen in der Bilanz nicht auf. Mit dem Geld wurden keine Waren oder Dienstleistungen ge oder verkauft. Es könnte sich da auch so verhalten, wie bei den Arbeitsplätzen. Laut Weissem Haus hat Trump jede Menge Arbeitsplätze geschaffen - 2017 waren es fast so viele wie 2016 oder 2015.

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skr72 06.02.2018, 18:11
4. Warum zurückfließen?

Zitat von hefe21
Über den messbaren monetären Rückfluss ist zwar nichts bekannt, aber der Donald hat eine der kolossalsten US-Aufmerksamkeitsexporte der Mediengeschichte in Gang gesetzt. SPIEGEL/Spon haben soviel davon geordert, dass sie praktisch jedes Ereignis mit ihm in Verbindung bringen. By the Way, wenn jetzt hunderte auslandsgebunkerte Milliarden der US-Konzerne rückfliessen, müssen dann nicht die US- Handelsdefizitbilanzen der letzten Jahre zumindest angepasst werden?
Sie glauben doch nicht das Apple-Märchen von Rückfluss der Gewinne? Zuviel Fox geschaut? Das was Apple angekündigt hat ist nur die Summe des zukünftigen Gewinn in den USA, d.h. in der Praxis geht da gar nix zurück. Warum auch?

Wenn die im Ausland irgendwo liegen, dann sind sie sicher. In den USA können sich die Steuergesetze bald wieder ändern, etwa wenn bei Trump aufgrund der Russlandermittlungen die Handschellen klicken. Das Risiko geht bei so hohen Summen doch niemand ein

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isi-dor 06.02.2018, 18:21
5.

Die US-Industrie hat chinesischen Hightech-Produkten nichts entgegenzusetzen. Handelsbilanzdefizite kann man niemals durch Protektionismus abbauen, sondern einzig und allein durch innovative Produkte und dazu würde eine Bildungsoffensive gehören. Bildung ist in den USA für eine breite Öffentlichkeit einfach extreme Mangelware.

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DieHappy 06.02.2018, 18:31
6. gilt nur nicht für die eigene Familie

Trumps "America First" ist eh nur ein Treppenwitz,
solange seine eigene Tochter Ivanka ihre teuren Waren ausschließlich in China, Indonesien und Bangladesch fertigen lässt.

http://www.manager-magazin.de/politi...a-1158443.html

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Hans_Kammerer 06.02.2018, 19:08
7. Mal analysieren..

Ich glaube keiner hat die US Multis gezwungen alle heimischen Werke einzustampfen um die Waren dann viel billiger aus China einzuführen und zum selben Preis bei Walmart zu verkaufen. Vielleicht fangen die Amis einfach mal damit an, die Iphones, IPads und alles andere mit I und O in den USA zu produzieren. Die Kunden die 1300 Euro für ein Iphone bezahlen, geben bestimmt auch gerne 1500 Euro dafür aus. Zur Not könnte Apple auch einfach einen Rückgang seiner astronomischen Gewinnmarge in Kauf nehmen ohne sofort am Hungertuch nagen zu müssen.
Ich kann nicht Jahrzehnte Lang alles verlagern und mich dann wundern, dass mein Defizit 500 mrd Dollar beträgt. Natürlich könnte sich z.B. ein Staat wie Griechenland eher schlecht gegen Abwanderung wehren. Die Amis dagegen mit ihrer starken Wirtschaft sehrwohl. Bezeichnend auch, dass in einem in den USA verkauften BMW oft mehr US Wertschöpfung drinsteckt als bei vielen GM oder Ford Modellen. Einfach mal drüber nachdenken.

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s.l.bln 06.02.2018, 19:37
8. Normalerweise...

...haben Populisten im Wahlkampf einfache Zweizeilenlösungen für komplexe Probleme im Gepäck, die ihnen die naiveren unter den Wählern ungeprüft abkaufen. Das dient eigentlich nur dem Stimmfang und hat mit Realpolitik nichts zu tun.
In den Staaten hat man nun die skurrile Situation, daß einer von denen am Hebel sitzt, die anderen diese einfachen Lösungen abkaufen um dann selbst fest dran zu glauben.
Als könne man mit Protektionismus und tumben Parolen fehlende Pruduktentwicklung wettmachen.
Statt auf die Hersteller marktgerechter Produkte einzuprügeln, müßte der Blonde Donald eigentlich seine Landsmänner und Frauen beschimpfen.
Die wollen schließlich BMW, Toyota und Samsung.
Er weiß aber selbst, daß das alles nur heiße Luft ist. Er selbst beschäftigt massenhaft Migranten zu Dumpinglöhnen und das liebe Töchterchen produziert vornehmlich in Billiglohnländern.
Die Amis haben in den 70ern den Anschluß in der Fahrzeugentwicklung verloren, den Vorsprung in der Unterhaltungselektronik erst an Japan abgegeben, die ihn an China verloren und außer Luftfahrt, Pharma und Rüstung kaum noch was anzubieten, das der Durchschnittsamerikaner haben will.
Ich würde gerne seine Argumente dazu hören, weshalb das die Schuld ausländischer Hersteller hochwertiger Produkte sein soll.
Ist ja nicht so, als wär die S-Klasse die zu Dumpinglöhnen produzierte Raubkopie eines amerikanischen high end Fahrzeuges.

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power.piefke 06.02.2018, 20:26
9. ist das denn schlecht?

ich behaupte, die usa profitieren sogar von der lage. so lange der dollar die Währung für die Hauptrohstoffe sind, ist das defizit der usa nichts anderes als leben auf kredit, wobei man das geld zur Rückzahlung selbst drucken kann.

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