Forum: Wirtschaft
Trotz drohendem Handelskrieg: Wirtschaftsweise rechnen mit Wachstum von 2,3 Prozent
DPA

In Deutschland herrscht nach Ansicht der Wirtschaftsweisen Hochkonjunktur. Die Experten sagen für das laufende Jahr ein Wachstum von 2,3 Prozent voraus. Doch sie warnen auch vor Risiken.

Seite 2 von 6
christian-h 21.03.2018, 12:09
10. Angabe

Zitat von Rooo
Unwichtig. Es zählt nur pro Kopf, bzw. die Produktivität. Lässt man Millionen Menschen ins Land, die versorgt werden müssen, so steigt auch der Output der Wirtschaft. Deshalb ist aber der durchschnittliche Deutsche nicht wohlhabender geworden.
Richtig.
Letztlich zählt nur, ob der Einzelne am Ende des Jahres eine höhere Kaufkraft hat als zu Beginn des Jahres (Nettolohnsteigerung).

Alles andere geht am Einzelnen vorbei.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
marcaurel1957 21.03.2018, 12:21
11.

Zitat von hmmmm4711
bitte bitte lieber spon zeigen sie mir eine Statistik der letzten 30 Jahre in der die Prognose der „wirtschaftsweisen“ zutreffend waren!!! Jedes Jahr kann ich nur mit dem kopf schütteln und die Treffsicherheit der Aussagen dieser Damen und Herren ist gleich 0!
Fast alle Voraussagen waren zutreffend....leider haben die wenigsten die Gutachten gelesen aber erwartet, dass die eine Zahl - die wenig aussagekräftig ist- auf die 3. Stelle hinter dem Komma stimmt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Ökofred 21.03.2018, 12:22
12. nein

Zitat von christian-h
Woher kommt die Differenz? Wenn sich die Zahl der Beschäftigten um 1,1mio erhöht, die Zahl der Arbeitslosen sich aber nur um 250.000 verringert, woher kommt die Differenz von 850.000? Soll das heißen das 850.000 Menschen mehr wie einen Arbeitsplatz haben?
Es arbeiten mehr Frauen und die Anzahl der Schul/Studienabsolventen mit neuer Anstelung steigt auch. Ausserdem arbeiten ältere Menschen länger.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Franziskus 21.03.2018, 12:25
13. Wirtschaftsexperten ?

Die Wirtschaft wächst und die Deutschen sind im Konsumrausch. Stimmen diese Aussagen auch, wenn sie pro Kopf umgerechnet werden? Bei solchen Aussagen bin ich immer skeptisch, weil sie nicht das widerspiegeln was ich täglich sehe und erlebe. Meine Lebenserfahrungen sind: "Wenn die Wirtschaft wächst und das Nachfrage nicht befriedigt werden kann, dann wird es entweder durch Produktivitätssteigerungen und mehr Personal gelöst.
Mehr Personal bedeutet, dass die Löhne und Gehälter steigen müssen. Wenn die Löhne und Gehälter jedoch nicht steigen, sondern real sinken, dann gibt es auch keinen Grund die Produktivität zu steigern. Ein Fall aus meinem Leben. In den 70iger Jahren habe ich in einer Unternehmensberatung mit Service-Rechenzentrum gearbeitet. Zu dieser Zeit hatten nur die großen Unternehmen eigene Rechenzentren und die Nachfrage nach unseren Dienstleistungen stieg Jahr für Jahr. Da wir trotz bester Bezahlung keine geeigneten Programmierer fanden haben wir jeden genommen, der unseren Eignungstest bestand. Entscheidend war die Begabung und kein so gutes Zeugnis oder Beurteilung. Der Erfolg gab uns recht. Es reichte trotz dieser Anstrengung nicht, die Nachfrage zu befriedigen. So haben wir die Produktivität in der Systementwicklung innerhalb von 2 Jahren um ca. 300% gesteigert. Es gibt das schöne und passende Volksweisheit: "Not macht erfinderisch".

Nur so nebenbei. Der Babyboom in den 60iger Jahren ist darauf zurückzuführen, dass es kein Kindergeld gab. Er ist darauf zurückzuführen, dass die wirtschaftliche Lage von Jahr zu Jahr besser wurde und die Menschen zuversichtlich in die Zukunft blickten. Dazu brauche ich keine Statistik, das sagt mir mein gesunder Menschenverstand. Es genügt eine Anzahl Betroffener zu fragen, dann wird das bestätigt. Seit Jahrzehnten meint man das mit mehr Familienförderung auszugleichen. Den Misserfolg kann jeder sehen.
Die Kinder bekommen sind entweder wirtschaftlich blendend abgesichert, wie Beamte oder die, die vom Kindergeld leben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Wohlstand für alle 21.03.2018, 12:30
14. Die Welt ist die Konjunkturlokomotive

und wir sind der Güterzug. Ganz genau. So und nicht anders muss man den einleitenden völlig korrekten Satz „Der weltweite Aufschwung treibt die deutsche Konjunktur auch in diesem Jahr wieder kräftig an“ interpretieren.
Das Dumme ist halt, dass eine Konjunkturlokomotive Schulden macht, um ihre Zugkraft-pardon - ihr Wachstum zu finanzieren. Und das würde der in Austeritätsdenken gefangenen deutschen Schwarzen Null - und besonders den im Sparen versunkenen deutschen Unternehmen ja nie einfallen. Weil sie vergessen haben, wie Kapitalismus geht. Mit Schuldenmachen der Unternehmen, investieren in neue Technologien, stetigen Lohnerhöhungen für die Arbeiter und Angestellten gemäß der goldenen Lohnregeln nämlich.
Und der Staat darf durchaus auch einen Schulden stand haben, den nämlich den er durch Gebühren locker tragen kann.
Schulden aber sind in Deutschland böse.
Also sparen wir uns weiter ins Mittelalter zurück.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Teile1977 21.03.2018, 12:33
15. Arbeitslos

Zitat von christian-h
Woher kommt die Differenz? Wenn sich die Zahl der Beschäftigten um 1,1mio erhöht, die Zahl der Arbeitslosen sich aber nur um 250.000 verringert, woher kommt die Differenz von 850.000? Soll das heißen das 850.000 Menschen mehr wie einen Arbeitsplatz haben?
Arbeitslos ist wer Arbeitslos gemeldet ist.
Wenn eine Hausfrau nach dem Auszug der Kinder Arbeiten geht ist das eine Beschäftigte mehr, aber keine Arbeitslose weniger.
Wenn ein Jugendlicher seine Ausbildung beendet ist er ein Arbeitnehmer mehr...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Ökofred 21.03.2018, 12:35
16. Genau

Zitat von christian-h
Richtig. Letztlich zählt nur, ob der Einzelne am Ende des Jahres eine höhere Kaufkraft hat als zu Beginn des Jahres (Nettolohnsteigerung). Alles andere geht am Einzelnen vorbei.
Und da brauchen wir uns auch keine Sorgen zu machen, das kaufkraftbereinigte BIP / Kopf ist in D zwischen 2013 und 2017 um ca. 10% gesiegen (von 2015 bis 2017 um 5%). Mehr Menschen führen also auch hier zum Anstieg, auch wenn Sie vlt das Gegenteil unterstellen wollen?
Was davon bei IHNEN ankommt wiess ich nicht, ich zumindest kann mich nicht beschweren.
https://knoema.de/atlas/Deutschland/BIP-pro-Kopf-KKP-basiert

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mapcollect 21.03.2018, 12:36
17.

Zitat von muellerthomas
Die Leistungsbilanzüberschüsse sind aber zuletzt nicht mehr gerstiegne, d.h. die Exporte haben das Wachstum nicht geestärkt. Und ja, die Reallohnentwicklung der letzten 20 Jahre war schlecht, aber seit ein paar Jahren besser sich die Lage deutlich.
Auch die Wirtschaftsweisen geben als Grund für das Wachstum die Exporte an. Für 2018 hat das IFO Institut einen Handelsüberschuss von 7,8 % des BIP prognostiziert. Das ist immer noch sehr, sehr hoch und macht uns nicht gerade beliebt im Ausland.
Und auch wenn die Löhne in den letzten Jahren etwas angezogen haben - top ausgebildete ausländische Ingenieure oder IT Asse gehen lieber in die USA, Schweiz oder Skandinavien, weil sie dort deutlich mehr verdienen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
christian-h 21.03.2018, 12:40
18. Angabe

Zitat von Ökofred
1)Es arbeiten mehr Frauen und die Anzahl der Schul/Studienabsolventen mit neuer Anstelung steigt auch. 2)Ausserdem arbeiten ältere Menschen länger.
1) Diese Aussage ist zu einfach. Sie müssen schon vergleichen zwischen Schul/Studienabsolventen die neu auf dem Arbeitsmarkt hinzukommen und den älteren Arbeitsnehmern die diesen verlassen.
Wenn mehr Frauen arbeiten, welchen Status hatten diese vorher?

2) Das kann möglich sein, verändert aber diese Zahlen nicht, denn ein älterer Arbeitnehmer der länger arbeitet taucht in der Zahl der Erhöhung der Beschäftigten nicht auf, denn dieser wird ja schon als "beschäftigt" gezählt, es sei denn dieser hätte noch einen zweiten Arbeitsplatz.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
christian-h 21.03.2018, 12:43
19. Angabe

1) Diese Aussage ist zu einfach. Sie müssen schon vergleichen zwischen Schul/Studienabsolventen die neu auf dem Arbeitsmarkt hinzukommen und den älteren Arbeitsnehmern die diesen verlassen.
Wenn mehr Frauen arbeiten, welchen Status hatten diese vorher?

2) Das kann möglich sein, verändert aber diese Zahlen nicht, denn ein älterer Arbeitnehmer der länger arbeitet taucht in der Zahl der Erhöhung der Beschäftigten nicht auf, denn dieser wird ja schon als "beschäftigt" gezählt, es sei denn dieser hätte noch einen zweiten Arbeitsplatz.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 2 von 6