Forum: Wirtschaft
Trotz Gewinnanstieg: Volkswagen dämpft die Absatzerwartungen
DAVID HECKER/EPA-EFE/REX

VW hat im Sommerquartal deutlich mehr Gewinn gemacht. Doch angesichts der Krise der Autobranche ist der Konzern vorsichtig, was die Gesamtverkäufe für dieses Jahr angeht.

ganzeinfach 30.10.2019, 10:17
1. 1,3 Mia EUR Summe für alle Rechtsrisiken 2019?

Völlig unglaubwürdig die Feststellung im Artikel: "Die Kosten für Rechtsrisiken im Zusammenhang mit dem Dieselskandal beliefen sich im Geschäftsjahr 2019 bislang auf 1,3 Milliarden Euro." Das beinhaltet wohl die in 9 Monaten angefallenen KOSTEN für Vergleiche, Anwalts- und Gerichtskosten sowie für verhängte Kosten für kundenfreundliche Urteile - meist Einzelfälle. Tatsächlich sind von VW bisher sehr viele Fälle ans nächste Gericht "verschoben" worden, was wegen fehlender Rechtskraft in den Büchern NOCH keine Einträge verursacht. Die Klagewelle ist erst angelaufen. Die Musterfeststellungsklage und die auch von OLG's geäusserten fast durchgängig kundenfreundlichen Urteile (zT. ohne Widerspruch der VW-Gruppe) werden das letzte Quartal 2019 sowie das nächste Jahr verhageln. Wenn wir vom Begriff "Rechtsrisiken" ausgehen, dann gehören sämtliche Rückstellungen für alle Altlasten gelistet! Im Total. Alles andere ist weiterer Betrug am Staat und am Aktionär. Wie man hier erkennt: Nix gelernt bei VW. ganzeinfach

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meinerlei 30.10.2019, 10:48
2. Strategisch enteilt

Beim Diesel betrogen haben mit Ausnahme von BMW so viel ich weiß alle relevanten Hersteller. Wenn man die im Artikel gelisteten Fakten analysiert, springt etwas Anderes ins Auge: Ein Gewinnsprung trotz enormer Investitionen in neue Modelle, Elektromobilität und Vernetzung sowie der Restrisiken von Dieselgate. Strategisch ist VW den anderen Herstellern mehrere Nasenlängen voraus und kann seine Entwicklungskosten auf immense Stückzahlen und Marken verteilen. Die anderen Hersteller hecheln durch das Schmieden partieller Allianzen hinterher.

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hru 30.10.2019, 12:08
3.

Zitat von ganzeinfach
Völlig unglaubwürdig die Feststellung im Artikel: "Die Kosten für Rechtsrisiken im Zusammenhang mit dem Dieselskandal beliefen sich im Geschäftsjahr 2019 bislang auf 1,3 Milliarden Euro." Das beinhaltet wohl die in 9 Monaten angefallenen KOSTEN für Vergleiche, Anwalts- und Gerichtskosten sowie für verhängte Kosten für kundenfreundliche Urteile - meist Einzelfälle. Tatsächlich sind von VW bisher sehr viele Fälle ans nächste Gericht "verschoben" worden, was wegen fehlender Rechtskraft in den Büchern NOCH keine Einträge verursacht. Die Klagewelle ist erst angelaufen. Die Musterfeststellungsklage und die auch von OLG's geäusserten fast durchgängig kundenfreundlichen Urteile (zT. ohne Widerspruch der VW-Gruppe) werden das letzte Quartal 2019 sowie das nächste Jahr verhageln. Wenn wir vom Begriff "Rechtsrisiken" ausgehen, dann gehören sämtliche Rückstellungen für alle Altlasten gelistet! Im Total. Alles andere ist weiterer Betrug am Staat und am Aktionär. Wie man hier erkennt: Nix gelernt bei VW. ganzeinfach
Die Kosten sind die angefallenen, für das andere Thema werden Rückstellungen gebildet, die zu dem Zeitpunkt nur eine Rolle beim Gewinn spielen wenn sie aufgestockt oder aufgelöst werden. Im Artikel steht aber nicht wieviel Rückstellungen sie gebildet haben.

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