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Trotz Grundsatz-Einigung: Aus der Union kommt Widerstand gegen Grundsteuer-Kompromiss
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"Weiterhin problematisch": Nur einen Tag nach dem Durchbruch in den Verhandlungen zu einer Neuregelung der Grundsteuer regt sich innerhalb von CDU und CSU massiver Widerstand gegen den Kompromiss.

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Rubikon_2016 02.02.2019, 21:51
1. Mal sehen,

was die Lobbyisten von diesem positiven Kompromiss am Ende zulassen werden.
Ich bin gespannt und froh, daß diese asoziale FDP nicht mitregiert. Asozial meine ich hier nicht als Beleidigung, sondern im eigentlichen Wortsinne.

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euro/paende 02.02.2019, 22:04
2. Grundstückswert als Bemessungsgrundlage?!

Da sind Klagen vorprogrammiert! Nicht das Grundstück, sondern das sich darauf befindende Baufenster ist hierbei eher geeignet.

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general_0815 02.02.2019, 22:10
3. Nachvollziehbarer Widerstand

Grundstückswerte und durchschnittliche Mietkosten können sich jederzeit ändern. Allein durch den Bau von z.B. Umgehungsstrassen, Unterkünfte für Asylbewerber, oder Gewerbeansiedlung usw.
Wer bestimmt dann die Höhe der Werte/Mieten? Wie groß ist der Aufwand um alles wieder zu korrigieren?

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widower+2 02.02.2019, 22:11
4. Zustimmung!

Zitat von Rubikon_2016
was die Lobbyisten von diesem positiven Kompromiss am Ende zulassen werden. Ich bin gespannt und froh, daß diese asoziale FDP nicht mitregiert. Asozial meine ich hier nicht als Beleidigung, sondern im eigentlichen Wortsinne.
Aber das werden die eigentlich Asozialen im Wortsinn wohl nie begreifen und akzeptieren wollen, dass sie Asoziale sind. Wie im Wortsinn eigentlich auch jeder Wähler der FDP. Nicht nur deren Vertreter.

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g.raymond 02.02.2019, 22:16
5. Noch ein bürokratisches Monster ?

Die bisherige Grundsteuer für Häuser war verwaltungstechnisch einfach und landesweit eine relativ geringe Belastung für Haushalte. Hier von einer Gerechtigkeitslücke zu sprechen ist leicht übertrieben. Falls doch Konsens entsteht, dass die Grundsteuer etwa in ländlichen Gegenden zu hoch und tatsächlich eine Belastung für einen Haushalt darstellt, soll man das, z.B. über Antrag beim Finanzamt, unbürokratisch zugunsten der jeweiligen Eigner nachbessern, anstatt jetzt ein riesiges bürokratisches Monster für alle deutschen Haushalte aufzubauen.

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fritzberg1 02.02.2019, 22:16
6.

Zitat von Rubikon_2016
was die Lobbyisten von diesem positiven Kompromiss am Ende zulassen werden. Ich bin gespannt und froh, daß diese asoziale FDP nicht mitregiert. Asozial meine ich hier nicht als Beleidigung, sondern im eigentlichen Wortsinne.
Nun ja, besonders sozial gedacht ist der jetzige Vorschlag zur Grundsteuer aber auch nicht gerade.
Wenn man Miete als Bewertungsmaßstab heranzuziehen will hat die öffentlichen Hand überhaupt kein Interesse daran gegen steigende Mieten irgendwelche Maßnahmen zu ergreifen. Sozial gedacht ist das sicher nicht.
Darüberhinaus ist bei selbstgenutzten Wohneigentum der Streit vorprogrammiert was man denn als fiktive Miete ansetzen kann. Die Juristen freuen sich schon über eine weitere Einnahmequelle.

Und Lobbyisten? Mein Verdacht geht dahin, dass bei solchen möglichst komplizierten Verfahren die weitaus größte Lobbyistenvereinigung ihre Hand im Spiel hat, welche auch direkt die Gesetze so formuliert dass ihre Mitglieder den größten Nutzen haben.

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Milmo 02.02.2019, 22:17
7. Ob der Kompromiss gut ist, ...

.. wird jeder am Monatsanfang in seinem Geldbeutel nachzählen können. Das Ziel, ein örtlich aufkommendes Steuervolumen der Höhe nach insgesamt zu erhalten, hat für mich keinen Wert, wenn ich mehr bezahlen muss. Am gerechtesten wäre es selbstverständlich, diese Steuer abzuschaffen. Der Staat hat bekanntermaßen kein Einnahmen-, sondern ein Ausgabenproblem.

Übrigens - sollte diese CDU etwa nicht bei dem Kompromiss vertreten geweint sein?

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lazyfox 02.02.2019, 22:32
8. KISS - keep it stupid and simple

Leider habe ich bei der SPD sehr oft den Eindruck, dass alle Eventualitäten im Sinne einer scheinbaren Gerechtigkeit, von einem Gesetz abgefangen werden sollen. Aber komplizierte Regelungen werden kaum durchblickt, schon garnicht von der Masse (auch nicht der Grundstückbesitzer), und erzeugen nur Frust, Unsicherheit und Wahnsinnsaufwand. Gerade, wenn die Gesellschaft / Politik - wie in den letzten 20 Jahren - immer mehr auf Eigenverantwortung setzt, müssen Gesetze verständlich und einfach sein.

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Mr.Marcus 02.02.2019, 22:41
9. Wieso Nicht gerecht?

...ich weiß gar nicht was das alles soll...! Ich kaufe eine Grundstück mit versteuertem Geld, was in der Stadt erheblich teurer ist als auf dem Land, ich baue ein Haus mit versteuertem Geld, ich beauftrage eine Mafia von vom Staat genehmigten Unternehmen für bauen auf öffentlichem Grund, ich setze mich mit einem offensichtlich korrupten Bauamt auseinander... wieso zahle ich dann überhaupt noch eine Steuer auf mein Eigentum. Die Grundsteuer an sich ist eine Frechheit, nicht etwaige Unterschiede!

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