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Trotz Handelsstreit und Bexit-Sorgen: Exporte steigen 2018 auf Rekordwert - aber...
DPA

Die deutschen Exporte haben 2018 zum fünften Mal in Folge einen Rekord erreicht. Mit 1318 Milliarden Euro stiegen die Ausfuhren um drei Prozent - zuletzt schwächte sich der Außenhandel aber deutlich ab.

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trex#1 08.02.2019, 10:45
40.

Zitat von Emil Peisker
Es gibt keine Target -Kredite. Sie sind das Echo von Verschwörungstheoretikern, die von Volkswirtschaft null Ahnung haben.
Wer schreibt, die Target Forderungen sind keine Kredite, hat null Ahnung vom Targetsystem, von Krediten oder Volkswirtschaftslehre.

http://www.hanswernersinn.de/de/Target1000Mrd_17072018
Man kann es kaum besser erklären

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dirk_row 08.02.2019, 10:46
41. @ r32

Bei Target-Salden handelt es sich um Guthaben und Verbindlichkeiten der nationalen Notenbanken untereinander. Das Zahlungsverkehrssystem „Target 2“ ist vor zehn Jahren zur effizienten Abwicklung des grenzüberschreitenden Zahlungsverkehrs im Euroraum etabliert worden. Der breiten Öffentlichkeit nicht bekannt ist die Tatsache, dass Target 2 seit Ausbruch der Euro-Krise zu einem gigantischen Überziehungskreditsystem mutiert ist. Die Bundesbank hat über 966 Mrd. Euro verliehen – ohne dass der Bundestag je darüber abgestimmt oder wenigstens diskutiert hätte. Es ist letztlich ein verdecktes Euro-Rettungsprogramm jenseits demokratischer Kontrolle. Spiegelbildlich zur deutschen Kurve sind die Target-Salden Italiens und Spaniens tief ins Minus gerutscht. Italien steht mit mehr als 482 Milliarden Euro in der Kreide, Spanien mit fast 402 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Der Bundeshaushalt 2017 betrug 329 Mrd. Euro. Target 2 dürfte mittlerweile das heißeste Tabu-Thema der deutschen Politik sein. Politiker, die die Ausfallrisiken kennen, tun alles, um das Problem zu vernebeln. Der Ökonom Hans-Werner Sinn hat das Target 2-System als „goldene Kreditkarte“ der Schuldenländer bezeichnet.
Seit der Einführung des Euro und insbesondere in seiner Krisenzeit haben Griechenland, Zypern, Italien, Portugal, Spanien und Irland Geld gedruckt wie nichts Gutes. Die angeschlagenen Staaten konnten sich auf diese Weise mühelos über Wasser halten und türmten horrende Target-Salden auf.
Target-Salden erklärt: Kauft ein italienisches Unternehmen eine Ware in Deutschland, so beauftragt es seine Bank, den Kaufpreis an das Institut des Exporteurs in Deutschland zu überweisen. Die Hausbank des italienischen Unternehmens belastet sein Konto und reicht das Geld an die Notenbank weiter. Die belastet das Zentralbankkonto der Hausbank und reicht den Betrag an die EZB weiter. Die EZB wiederum schreibt der Bundesbank den Betrag gut, welche ihn wiederum via Hausbank des Exporteurs auf dessen Konto überweist. Die Bundesbank hat nun eine Forderung gegenüber der EZB, die italienische Notenbank eine Verbindlichkeit.
Die Target-Forderungen können niemals fällig gestellt werden und sie sind bei Eintritt eines Zahlungsausfalls auch durch absolut nichts besichert. Fällt der Euroverbund aber auseinander, gibt es voraussichtlich keine EZB mehr und so richten sich die Forderungen Deutschlands dann gegen eine Institution, die nicht mehr existiert.

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muellerthomas 08.02.2019, 10:47
42.

Zitat von Ezechiel
Nochmal... Die Produkte und Güter, deren Verkauf unseren Exportüberschuss herbeiführen, werden von unseren europäischen Nachbarn nicht, oder nur in minderer Qualität, hergestellt. Der nicht verkaufte VW-Golf, wird meistens durch einen Toyota, KIA, Nissan oder sonst was aus Asien ersetzt, aber selten durch einen Fiat oder ein Fahrzeug der PSA-Gruppe. Wenn die BRD beschließen würde: "wir stellen weniger her und verkaufen weniger, damit sich der Exportüberschuss reduziert", würden meistens asiatische Unternehmen die Nachfrage befriedigen, weniger Unternehmen aus den EU-Nachbarstaaten.
Und bis ca. 2002 war das anders uns dann auf einmal haben die deutschen Produkte solch einen Qualitätssprung gemacht? Oder wie erklären Sie, dass die deutsche LB noch in den 1990ern defizitär war?

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Galluss 08.02.2019, 10:49
43. Was rauskommen wird: Hungern für´s Klima.

"zuletzt schwächte sich der Außenhandel allerdings deutlich ab"

Dank der laufenden bösartigen Kampagne der Medien gegen die Automobilindustrie. Die produzieren moderne und sparsame Autos, bekommen sie nicht zugelassen und können sie so auch nicht exportieren.

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euro-paradies 08.02.2019, 10:59
44. Was bringt dieser Exporterlös an ClubMed-Länder für den

Deutschen Steuerzahler, wenn sich dadurch nur die uneinbringlichen Target2-Forderungen erhöhen?? Damit zahlt letztendlich der Deutsche Steuerzahler diese Exporte selbst - die Deutschen Firmen erhalten Geld überwiesen und freuen sich mit der Deutschen Regierung. Ein absurdes System - typisch für die EU und Euro.

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nic 08.02.2019, 11:08
45. zuletzt schwächte sich der Außenhandel allerdings deutlich ab

das ist mal eine gute Nachricht. Allerdings müsste der Export viel stärker zurück gehen. Vielleicht schauen die Unternehmen sich dann etwas den Binnenmarkt an und heben die Löhne an. Mit Niedriglöhnen kaufen die Leute ansonsten zu wenig. Vom Export(-überschuss) profitieren letztendlich nur die Unternehmensführer, Eigner oder Investoren.

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bluestar2000 08.02.2019, 11:10
46. 10% kein Drama

Zitat von joomee
10% Rückgang wären kein Drama? Also mal kurz 138 Mrd. weniger Umsatz in den Unternehmen? Also in der Höhe von dem Bruttoinlandsprodukt von Ungarn? Sie scheinen wirklich nicht viel von Betriebs- und Volkswirtschaft zu verstehen. Aber da Sie mir ja mit Sicherheit nicht glauben, dass das wirklich ein Drama wäre, fragen Sie doch am besten mal bei den Gewerkschaften Ihres Vertrauens nach - oder auch bei den Wirtschaftsexperten Der Linke, den Grünen oder sonstigen in Bezug auf Wirtschafts- und Unternehmerfreundlichkeit unverdächtige Personen oder Institutionen. Glauben Sie mir, Sie werden erstaunt sein und - mit Verlaub - höchstwahrscheinlich sich auch schämen, jemals so etwas naives von sich gegeben zu haben und der Wet mitgeteilt zu haben, wie erschreckend wenig Sie tatsächlich von den Zusammenhängen verstehen - und diese Nichtkenntnis auch noch voller innerer Überzeugung und Polemik vortragen.
Denn 10% weniger so ein Drama wären, wie konnten wir dann nur vor 5 Jahren - als der Umsatz / Exprot genau auf diesem Niveau lag - überhaupt existieren???
Der große Unfug zu meinen, es geht nur mit permanentem Wachsum, ist ja gerade, dass nciht akzeptiert wird, dass Stagnation oder auch mal Rückgang betriebswirtschaftlich abgefangen werden MUSS und kann. Wenn ich als Inhaber natürlich jeden nur erdenklichen Euro aus dem Unternehmen absahne, dann hab ich natürlich auch keine Rücklagen für schlechte - oder sagen wir für sich nicht rasant entwichelnde - Zeiten!
Vielleicht finden es ja "die gEwerkschaften" gar nicht so schlecht, wenn sich die Arbeiterschaft nicht permanent im Hamsterrad dreht und die Seele aus dem Leib malocht udn mal durchschnaufen kann?
Ich frage mich, wie Sie überhaupt "über den Winter kommen". Jahreszeitliche Schwankungen sind dann wohl auch verpöhnt und gehören wegdefiniert???

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rudi_ralala 08.02.2019, 13:53
47.

Zitat von karlo1952
sondern vor allem der Dollar abgewertet.
Ich kann mich auch erinnern, so alt bin ich schon, dass die DM auch gegenüber den neuen Franc kräftig aufgewertet hatte.

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rudi_ralala 08.02.2019, 13:59
48.

Zitat von muellerthomas
Ne, das stimmt dochj einfach nicht. Deutschgland hatte jagerade aufgrund der stattfinden Aufwertungen nie so gigantische LB-Überschüsse wie seit 2004. in Q4 1989 lag der Überschuss ein einziges Mal bei knapp über 4%, Anfang der 1980er und in den 1990ern aber war die deutsche LB defizitär.
Was ich immer schreibe, es kommt nur auf den richtigen Zeitraum an und alle Statistiken sind stimmig:-)
Es war nur 1981 von 1982 - 1989 gab es einen Überschuss. In der Außenhandelsbilanz gab es mindestens von 1976 bis 2000 nur Überschüsse. Dass es in der Deinstleistungsbilanz in den 90gern für Deutschland eher mau aussah hat wohl auch damit zu tun, dass die Amerikaner ihren Finanzschrott die Welt und auch Deutschland geflutet hatten.

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joomee 08.02.2019, 14:12
49. Unbelehrbar...

Zitat von bluestar2000
Denn 10% weniger so ein Drama wären, wie konnten wir dann nur vor 5 Jahren - als der Umsatz / Exprot genau auf diesem Niveau lag - überhaupt existieren??? Der große Unfug zu meinen, es geht nur mit permanentem Wachsum, ist ja gerade, dass nciht akzeptiert wird, dass Stagnation oder auch mal Rückgang betriebswirtschaftlich abgefangen werden MUSS und kann. Wenn ich als Inhaber natürlich jeden nur erdenklichen Euro aus dem Unternehmen absahne, dann hab ich natürlich auch keine Rücklagen für schlechte - oder sagen wir für sich nicht rasant entwichelnde - Zeiten! Vielleicht finden es ja "die gEwerkschaften" gar nicht so schlecht, wenn sich die Arbeiterschaft nicht permanent im Hamsterrad dreht und die Seele aus dem Leib malocht udn mal durchschnaufen kann? Ich frage mich, wie Sie überhaupt "über den Winter kommen". Jahreszeitliche Schwankungen sind dann wohl auch verpöhnt und gehören wegdefiniert???
Sie scheinen zu den Unbelehrbaren gehören. Insweit ist es wohl vergebliche Liebesmühe, Ihnen die Konsequenzen näher zu erläutern.

Alleine schon, dass Sie einen Exporteinbruch von 10% oder 135 Mrd Euro als +Verschnaufpause+ für die geschundenen Mitarbeiter, die sich die +Seele aus dem Leib malochen+ bezeichen, spricht schon Bände von Ihrem Verständnis von wirtschaftlichen Zusammenhängen. Auch Ihre kruden Beispiele und Vergleiche sind komplett an den Haaren herbeigezogen.

Ich könnte ja auch sagen, lassen wir die Wirtschaft um 50% einbrechen. Oder wir kürzen die Löhne und Sozialleistungen um 50%. Schließlich haben wir 1990 auf dem Level auch überlebt. Wie bezeichnen Sie blödsinnige Argumente nochmal - als großen Unfug? Ja, da will und kann ich Ihnen nicht widersprechen...

Ich versuche es trotzdem mal mit Argumenten, denn es lesen ja auch andere hier mit:

Ein solcher Einbruch würde einhergehen mit großen Verunsicherungen und Ängsten bei den Mitarbeitern in den Exportunternehmen - und auch ein Rückgang in der Inlandsnachfrage generieren, so dass wir eine Kettenreaktion haben - bis zu Steuereinnahmen/Haushalte der öffentlichen Hand.

Würden wir es überleben? Sicherlich. Wir können ja gerne auch über den Begriff Drama streiten. Aber am besten ist, wenn Sie wie bereits empfohlen mal bei verschiedenen Experten und Institutionen nachfragen, gerne auch bei linken und wirtschaftskritisch eingestellten - oder bei Millionen von Angestellten und Arbeitern.

Sie werden ganz schnell merken, wie extrem (falsch) Ihre Aussage ist und vor allem wie unseriös. Allerdings befürchte ich, dass Sie in ihrer Voreingenommenheit und Poemik sachlichen Argumenten gar nicht aufgeschlossen sind.

Aber wie gesagt, lassen Sie uns nicht streiten sondern reden Sie mit den Experten Ihres Vertrauens - am besten bei Gewerkschaften, Sozialverbänden und linken Politikern. Ich denke, denen vertrauen Sie mehr als mir. Und wenn da jemand Ihnen zustimmt, dass ein 10% iger Einbruch im Export kein Drama wäre - ganz im Gegenteil, sogar eine Verschnaufpause für die Mitarbeiter bedeuten würde - , bitte ich Sie dies hier mit Quelle zu posten.

Danke.

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