Forum: Wirtschaft
Trotz höherer Regelsätze: Hartz-IV-Empfänger können sich immer weniger leisten
DPA

Die Regelsätze für Hartz IV steigen zwar, doch die Kosten für Nahrungsmittel steigen schneller. Laut Berechnungen des Deutschen Gewerkschaftsbunds bleibt den Betroffenen unterm Strich immer weniger Geld zum Leben.

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epigone 30.12.2015, 10:05
110. Wie wäre es denn mit Folgendem:

- HartzIV max. 2 Jahre
- währenddessen intensive Begleitung der Jobsuche
- danach Beschäftigung beim Staat im 2. Arbeitsmarkt
- Einkommen HartzIV plus 25%
- wer nicht arbeiten will bekommt gar nichts (buchstäblich)
- Jeder kann jederzeit aussteigen, wenn er einen besseren Job findet
- Es gibt Leistungszuschläge für engagierte Mitarbeiter
- wer wirklich nicht arbeiten kann, bekommt natürlich weiterhin Unterstützung

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vassiliki2000 30.12.2015, 10:08
111.

Zitat von nickleby
Hartz IV ist nicht dafür gedacht, ein bequemes Leben zu garantieren, sondern die materiellen Grundbedürfnisse zudecken, soweit sie nicht aus eigenen Mitteln erbracht werden können. Damit wird ein menschenwürdiges .....
Ich nehme an dass Sie noch nie selbst betroffen waren. Dann würden Sie aufwachen. Der Unterschied zwischen den Anzeigen und der Realität ist riesengroß.
Auch die Einwanderer werden das noch merken.
Die Grundsicherung bekommt nur wer vom JobCenter als erwerbsunfähig eingestuft wird. Aber auch schwerkrank können Sie ja noch Pförner sein (kein Witz). Also fallen Sie in Hartz4 und müssen unterschreiben dass Sie JEDE ARBEIT annehmen. Auch 1 Euro oder 400 Euro Jobs. Das garantiert dass Sie nie wieder aus dem System finden. Außerdem wird sanktioniert sprich keinerlei Leistung gezahlt wenn Sie den vom JobCenter vorgegebenen Vereinbarungen nicht nachkommen. Datenschutz ist ausgehebelt, sie müssen sich vollkommen nackt machen. Ich frage mich schon ob da nicht alle Daten direkt an die NSA weitergehen. Hat doch irgendwie System was da läuft, diese Entrechtung.

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Kommentarschreiber 30.12.2015, 10:09
112. Traue nie einer Statistik..

Legt man einmal die Daten von http://www.inflation-deutschland.de/ zu Grunde, dann erhöhte sich der Verbraucherpreisindex 2005 zu 2015 von 92,5 auf 106,06, d.h. steigerte sich um 15,2% (92,5 * 1,152 = 106,6). D.h. die Erhöhung der Regelsätze lag mit 15,7% sogar noch über der Inflation. Man kann sich jetzt natürlich gezielt diese oder jene Produkte aus dem Warenkorb herausgreifen und mit diesen Politik machen. Es würde natürlich niemand fordern die H4-Sätze zu senken, weil z.B. gerade Benzin deutlich billiger zu haben ist.

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xlabuda 30.12.2015, 10:10
113. Handytarife für die gesamte Familie, Flatscreen-TV

Zitat von Crom
"So seien die Regelsätze von 2005 bis 2015 um 15,7 Prozent gestiegen - die Preise für Nahrungsmittel aber um 24,4 Prozent." Sind Nahrungsmittel der einzige Posten den man aus dem ALG II zu finanzieren hat? Meines Wissens nach gibt es da noch einige mehr, Posten wie z.B. Alkohol und Zigaretten sind ja entfallen, anderes dagegen wurde erhöht. Man sollte also auf den ganzen Korb schauen.
Sky für die BuLi - das alles muß in "....sich LEISTEN können""" natürlich enthalten sein.
Sonst leistet man sich ja nichts.

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demokratie-troll 30.12.2015, 10:10
114. Die entwürdigte Unterschicht

Zitat:"Die Anhebung könne aber nicht kaschieren, dass Hartz-IV- und Sozialhilfeempfänger heute faktisch weniger zum Leben haben als zum Start des Hartz-IV-Systems Anfang 2005, schreibt der DGB. "

Die mit der Wiedervereinigung verbundene Schuldenmacherei begründete den massiven Sozialabbau und wurde genutzt, aus einfachen Leuten, die in sozialer Sicherheit lebten und dauerhaft arbeitslosenversichert waren, zu einer neuen entwürdigten Unterschicht zu formen, der es dauerhaft schlecht erging. Das stellte sich spätestens dann als Klassenkampf heraus, als die Finanzkrise offenbarte, dass der so von Staat und Oberschicht gewonnene Spielraum genutzt wurde, um das ganze Geld in wilden Speakulationen zu verzocken und die dadurch verursachten Verluste staatlich zu sozialisieren (Systembanken dürfen nicht untergehen), während die Gewinne bei der Oberschicht eingesackt wurden. Die Unterschicht darf dafür nun in der Versorgung unters Existenzminimum rutschen und für ihr Überleben kriminell werden oder sich verschulden oder sich von privaten Wohltätern aushalten lassen, zeitgleich haben die Reichen sich überall neue Luxusvillen gekauft von ihrem von der Allgemeinheit ergaunerten Gewinn und machen Fettlebe.

Jetzt wo sich die Härten der Wiedervereinigung abflachen, wäre es fällig, die Unterschicht wieder am Wohlstand teilnehmen zu lassen. Damit dies nie wieder geschehen wird, hat Merkel uns eine Million Flüchtlinge ins Land geholt, statt sie abzuweisen und erstmal Fürsorge gegen die eigenen Leute zu üben.
Die Gründe, es denen da Unten schlecht ergehen zu lassen, werden immer fadenscheiniger: war die Wiedervereinigung noch durch den in der Finanzkrise mündenen Speakulationsboum ein erst später widerlegbares Argument, hat das ausgelöste Flüchtlingschaos von Anfang an den Makel in seinem Irrsinn nur dazu gut zu sein, eine Bevölkerungsgruppe gegen die andere auszuspielen, die man extra dafür sogar noch einwandern lässt.
Es ist nicht Nächstenliebe, es ist Klassenkampf und zwar der übelsten Sorte, wie ihn die Welt vorher noch nicht gesehen hat.

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altmannn 30.12.2015, 10:11
115. Das

Zitat von Benjowi
Tolles Wirtschaftssystem: Das Bruttosozialprodukt steigt mit kurzen Unterbrechungen stetig, die Löhne stagnieren so dass selbst die sogenannte Mittelschicht teilweise die Grundbedürfnisse wie Wohnen nicht mehr bedienen kann ,die HIV-Empfänger müssen den Gürtel enger schnallen, weil sie......
wird mehrheitlich akzeptiert. Bei der Bundestagswahl 2013 hat die Merkelregierung 70% Zustimmung für ihre Arbeit erhalten, obwohl auch demokratische Parteien zur Wahl standen.
Das Gemecker einiger weniger, die sich als Verlierer empfinden entspricht also nicht der Gefühlslage der Wahlberechtigten. Die meisten sind zufrieden und begrüßen das Regierungshandeln.

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Berg 30.12.2015, 10:11
116.

Zitat von Nabob
zeigt sich hier mit ihrer zutreffendsten Grimasse. Zuerst wird systematisch Arbeitslosigkeit geschaffen, der ältere ......
Die meisten Arbeitsplätze werden eben nicht vom Staat unterhalten; und wenn Staat und Kommunen mal mehr Beamte und Angestellte im ÖD beschäftigen, wird gemeckert. Arbeitsplätze schaffen Wirtschaft, Industrie, Dienstleistungen, Handel ganz alleine, arbeitsrechtlich von Gewerkschaften kontrolliert - allerdings haben ebendiese Arbeitgeber auch das Insolvenzrecht und können selber über Schließungen entscheiden (Schlecker usw.) - nicht der Staat!

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RenegadeOtis 30.12.2015, 10:11
117.

Zitat von 32deins
Kaum ein Haushalt kauft jedes Jahr einen neuen Flachbildfernseher, der natürlich mehr kann und viel günstiger ist als der alte Bildschirm. Dadurch wird aber die tatsächliche Inflation klein gerechnet.
Da ist es doch sehr beruhigend, dass der Flachbildfernseher in so niedrigem Promillebereich liegt, dass man von einer Anschaffung alle 10-12 Jahre ausgeht.

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Dubslav 30.12.2015, 10:13
118. Das Geld ist schon da!

Wie sonst könnte nach einer Meldung des Südwestrundfunks die Landesregierung von Rheinland-Pfalz Ärzten die in Erstaufnahmeeinrichtungen arbeiten folgende Stundenlöhne zahlen:
Ingelheim 200,00 EUR
Main 100,00 EUR
Regelsatz für Kassenpatienten pro Std. 50,00
(Hausärzte/Bereitschaftsdienst
Wieder einmal zeigt sich, wie leicht es ist, das Geld anderer Leute auszugeben.

Selbst ein Arzt, der in einer solchen Unterkunft arbeitet und ein Ausländerpfarrer aus Bad Kreuznach haben diese Stundenlöhne als Steuerverschwendung bezeichnet.
Gruß aus Hessen!

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BettyB. 30.12.2015, 10:13
119. Weniger Geld zum Leben

Die Kritik an den HartzIV-Sätzen ist sehr wohl angebracht. Doch wer mehr Euro hat, hat mehr Geld zum Leben, selbst wenn er sich dafür weniger kaufen kann, wenigstens das sollte Gewerkschaftern und Journalisten klar sein.

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