Forum: Wirtschaft
Trotz Khashoggi-Mord: Siemens-Chef plant Saudi-Arabien-Reise
AFP

Nach der Tötung des Regimekritikers Khashoggi sagte Siemens-Chef Joe Kaeser eine Reise nach Saudi-Arabien ab - der öffentliche Druck war zu groß geworden. Jetzt will er aber doch in das Land reisen.

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michael.romannowski 19.11.2018, 00:42
10. die Bühne nutzen

das wäre es doch. sich klar in der Öffentlichkeit in Saudi-Arabien zu den Fall äußern und den Königshaus sagen, das Mord nicht okay ist. Dann das gleiche in den USA.

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fatal.justice 19.11.2018, 01:38
11. Compliance?

Verfängt nur dann, wenn nicht ureigenste Geschäftsinteressen in Mitleidenschaft gezogen werden. Nachdem man schon vor vier Wochen die Arschbacken zusammenkniff und demokratische Härte vermitteln wollte, besteigt die Durchlaucht des Siemens-Konzerns dann doch mal den Flieger gen Riad. Die saudi-arabische Investitionsbehörde (SAGIA) wird ihm wohlgesonnen entgegentreten. Billiger wird man an Investitionen des Königreichs nicht kommen - angesichts der derzeitigen Gemengelage. Verteufelt geschickt...

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alternativlos 19.11.2018, 03:11
12. Krudes Corporate Government

Und was in einem Rechtsstaat Recht zu sein hat, dass legen die Aufsichtsräte und Vorstände der DAX AG zum Wohle ihrer Renditeziele aus Staatsräson fest?

Ein Besen kehrt am bestens vor der eigenen Haustür gut. Und Mord ist Mord, ob politisch, gesellschaftlich oder religiöse motiviert - es gibt keine Entschuldigung für das nützliche zum Schweigen bringen von kritischen Meinungsäußerungen.

Weiterhin Alles Gute

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dasfred 19.11.2018, 03:40
13. Soll er doch Reisen

Wirtschaft und Moral spielen sowieso nicht in der selben Liga. Unsere Waffenfabrikanten machen mir da mehr Sorgen, aber dort wird, so scheint es, mehr im Verborgenen agiert. Die tausenden Jemeniten, die mit Hilfe der Saudis den Weg ins Paradies gefunden haben, haben vorher Politik und Presse auch nur am Rande interessiert.

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neutron76 19.11.2018, 06:44
14. Er muss fliegen

Sonst kann er hier Fabriken zu machen. Bis die Bundesregierung den Ausstieg aus der Kohle organisiert hat und der Bedarf nach Gasturbinen wieder steigt, gibts in Europa sonst keine Firma mehr, die welche herstellt.

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Papazaca 19.11.2018, 06:52
15. Für Geld macht man fast alles

Das der Siemens-Boss in Saudi-Arabien einem möglicherweise für einen Journalistenmord Verantwortlichen die Hand schüttelt, überrascht im ersten Moment.

Wenn man dann aber nachdenkt, wieviel Menschen weltweit von Diktaturen umgebracht werden, kann man sich über die Compliance-Regeln großer Konzerne nur wundern. Oder auch nicht.

Fakt ist das, so einige politische Gegner weltweit von den Diktatoren dieser Welt umgebracht werden. Trotzdem gibt man diesen Herren die Hände und macht mit ihnen Geschäfte. Für Geld macht man fast alles. Gut, das ist die Realität unserer Welt.

Nur wenn dann diese Konzerne von Moral und Compliance- Regeln reden, kann man das nun wirklich nicht ernst nehmen.

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rainercom 19.11.2018, 07:34
16. Jetzt will er aber doch in das Land reisen.

Was ist schon ein Menschenleben gegen einen Milliarden-Deal.
NICHTS!!!!!!

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Liudin69 19.11.2018, 10:15
17. Lasst ihn doch reisen, den armen Tropf

Getrieben von Raffgier und Selbstherrlichkeit tritt bei jedem Manager Moral schnell mal in die letzte Reihe. Der Mann hat doch sein wahres Gesicht schon gezeigt. Anstand und Stil würde ihm doch eh niemand mehr zutrauen. Von Menschlichkeit mal ganz zu schweigen. Es gab Epochen in der Deutschen Geschichte, da wäre er mit seinem fragwürdigen Charakter noch erfolgreicher gewesen. Außerdem fällt mir noch der super coole Sond der Prinzen ein: "Du musst ein Schwein sein in dieser Welt..." Bestimmt Joes Lieblingslied.

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K:F 19.11.2018, 10:48
18. Heuchelei

Wenn Siemens die Geschäfte nicht macht, dann springen die Amis oder die Franzosen ein. Wen Siemens in Deutschland Standorte schließt, ist das Geschrei groß.

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kraus.roland 19.11.2018, 11:10
19. Etwas Mut und Charakter aufzubringen,..

..wo es nur noch darum gehen kann, ein um keinen Preis hinnehmbares Staatsverbrechen zu ahnden, das sollte - eigentlich - selbstverständlich sein. Selbstverständlich also kann, darf, soll Herr Kaeser nach SA reisen. Aber dort muss er dann sehr deutlich werden. Oder?!

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