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Trotz Merkel-Versprechen: Warum die Rente mit 70 kommt - aber anders heißen wird
DPA

Beim Reizthema "Rente mit 70" formiert sich eine ganz große Koalition: Merkel ist dagegen, SPD und Grüne sowieso, selbst FDP-Chef Lindner lehnt sie ab. Dabei gäbe es eine Lösung für das Dilemma der Politik.

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mazzmazz 05.09.2017, 18:07
1. Real?

Beamte sind natürlich ausgenommen.
Wir müssen dringend Beante und Freiberufler ins Rentensystem aufnehmen und die Rente an die Lebenserwartung koppeln. Aber restriktiver als heute, wo rell kaum jemand über 60 noch arbeitet.

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Karbonator 05.09.2017, 18:17
2.

Es gibt doch eine viel einfachere Lösung: Rente abschaffen und die Leute mindestens so lange arbeiten lassen, bis sie tot sind. Warum die Ökonomen noch nicht auf diese so schlichte wie grandiose Idee gekommen sind, ist mir ein Rätsel. Vielleicht müssen sie in ihren zu bequemen Büros aber auch zu viel und zu hart arbeiten, um auf die richtigen Ideen zu kommen.

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matthias089 05.09.2017, 18:19
3. Schwachsinn

Schon heute finden Arbeitnehmer ab 55 kaum einen Job. Rente mit 70 ist nichts anderes als eine gigantische Kürzung der Rente.
Es wäre kein Problem die Rente zu finanzieren wenn man endlich die Kapitalerträge zur Finanzierung der Rente besteuern würde und nicht nur die Arbeitnehmer. Die Produktivitätssteigerung müssen einfach den Arbeitnehmern zufliessen und nicht nur in die Taschen internationaler Investoren verschwinden. Aber ich befürchte bevor das Wahlvolk das versteht rottet es sich eher gegenseitig aus.

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isar56 05.09.2017, 18:20
4. Alt genug

bin ich schon lange um die Trickserei und Lügerei von Politikern zu durchschauen. Nein selbstverständlich wird es keine Steuererhöhungen geben, aufgrund der starken Zuwanderung und natürlich werden wir nicht bis 70 arbeiten müssen. Das ist so sicher wie keine Maut und keine MwSt Erhöhung nach den letzten Wahlen. Die junge Generation wird länger arbeiten müssen, u.a. deshalb weil sie im Schnitt 10 Jahre später ins Arbeitsleben eintreten als noch ihre Großeltern. Dass die Rentenkassen für die Wiedervereinigung geplündert wurden, verschweigt die Politik. Es wird erheblich höhere Abgaben geben. Ein Leichtes es nicht Steuern zu nennen. Solidaritätsintegrationsförderung z.B. oder wir hören, dass vollkommen unerwartet die Luft, das Wasser, wahlweise fiederallala schlechter wurden und.......... blablablubb

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grommeck 05.09.2017, 18:22
5. Es gibt Länder, die können es!!

In Deutschland kommt erst der Profit, dann die Wirtschaft, dann der Mensch. Deshalb wird keine Lösung gefunden, sondern die Menschen werden verunsichert und letztendlich dann doch belogen und betrogen. Die Privatrente nutzt nur den Versicherungskonzernen, die den Ausfall der Lebensversicherungen kompensieren müssen, um überhaupt noch ein Geschäftsmodell vorweisen zu können. Die Renten werden gekürzt und gekürzt, über längere Lebensarbeitszeit oder Abschläge und Beitragserhöhungen. Die Beamten kosten den Steuerzahler demnächst fast 1 Billion Euro, aber dafür ist Geld da. Die Arbeitgeber werden immer weiter aus der sozialen Verantwortung entlassen. Politiker sind korrupt. Was ist hier noch zu erwarten. Den jungen Leuten ist zu raten, dieses Land zu verlassen.

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Newspeak 05.09.2017, 18:22
6. ...

" Das Arbeitsleben würde sich so verlängern - Versicherte hätten aber auch ein Jahr mehr Ruhestand. "

Wenn ich heute drei Jahre Rente haette und morgen statt drei Jahre Arbeit nur zwei Jahre, dann habe ich also ein Jahr gewonnen, statt zwei verloren. Man oh man, diese sprachlichen Verrenkungskuenste, um einen Raub schoenzureden.

Die wesentlichen Fragen sind doch Andere. Wer arbeitet heute ueberhaupt bis 65 oder 67? Wer wird in Zukunft bis 70 arbeiten? Die Arbeitgeber schmeissen einen doch schon viel frueher raus. Und zweitens muss man mal schauen, was die verlaengerte Lebenserwartung wirklich bedeuten. Sind das fuenf Jahre mehr mit medizinischer Betreuung, oder fuenf Jahre mehr bei gleichbleibender Lebensqualitaet? Im ersten Fall KOENNEN die laenger lebenden Menschen gar nicht mehr arbeiten.

Warum ausserdem recherchieren Journalisten nicht mal selber und zaehlen Eins und Eins zusammen, statt staendig nur die Ideologie von irgendwelchen Regierungsparteien oder privaten Instituten wiederzugeben? Macht doch mal euren Job. Es ist doch voellig klar, dass kein Bericht zu diesem Thema veroeffentlicht wird, ohne einen ideologischen Hintergedanken zu haben. Man koennte auch mal die Menschen selbst befragen, ganz klassisch, was sie davon halten. Man koennte auch mal schildern, dass es durchaus Alternativen gaebe, wenn man an den Einzahlungsmodalitaeten in die Rentenkasse etwas aendern wuerde und vor allem an der Veruntreuung der Gelder durch die Politik fuer alle moeglichen Haushaltsloecher. Aber dafuer ist man wieder zu feige, das mal zu berichten.

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shodanpc 05.09.2017, 18:22
7.

...wir brauchen keine Kinder.. wir brauchen Beitragszahler. Die Kinderaussage bringt nix, weil sie zu keiner Berechnungssicherheit führt. Selbst wenn man Statistisch rangehen würde, gäbe es zuviele Variablen. 100 Kinder werden geboren, ein teil geht in die Politik, wird Anwalt, mediziner sonst. die Zahlen schonmal nix ein. Ein kleiner Teil ist eh Reich, die brauchen das nicht und zahlen auch nicht ein. Ein kleiner Teil ist meist Arbeitslos, zahlt auch nicht. Und der Rest teilt sich auf in Gutverdiener die etwas mehr einzahlen und Geringverdiener die sehr wenig einzahlen. Und was weiss ich nun? Nicht viel.
Interessanter wäre der Ansatz: um im Jahr XY einer Anzahl von Rentner A monatlich die Summe B zu überweisen, bräuchten wir Y Beitragszahler die im durchschnitt einen monatlichen Beitrag Z bezahlen.
Und dann könnten wir überlegen wie wir diese Betragszahler bekommen und wie wir die Qualifikation und Wirtschaft im Land ausrichten müssten um den Beitrag zu erlangen.
Einfach nur zu sagen: zuwenig Kinder, zuviel Rentner bringt uns nicht voran.

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Knackeule 05.09.2017, 18:23
8. Schein-Diskussion

Man kann nicht oft genug darauf hinweisen, dass Diskussionen über "Rente mit 67" oder "Rente mit 70" nichts anderes als Schein-Diskussionen sind. Kaum ein Arbeitnehmer (vielleicht mit Ausnahme von bestimmten Beamten in ruhigen Funktionen) hält das heutige sich immer mehr verdichtende und fordernde Arbeitsleben auch nur bis 67 durch. Ganz abgesehen davon, dass zumindest private Arbeitgeber alle Arbeitnehmer über 50, aber spätestens mit 60, gerne los werden wollen. Es geht also hauptsächlich darum, wieviel Abschläge von der Rente bei einem früheren Renteneintritt hingenommen werden müssen. Die verlogene Politik und die dto. Politiker reden also wie üblich wieder mal um den heißen und unpopulären Brei herum. Und was die Merkel-Aussage "mit mir wird es keine Rente mit 70 geben" Wert ist, da hat Schulz im TV-Duelle treffend an die frühere Merkel-Aussage erinnert "mit mir wird es keine Maut geben". Wer Frau Merkel glaubt, der glaubt auch, dass ein Zitronenfalter Zitronen faltet.

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Ökofred 05.09.2017, 18:23
9. Demographie und so weiter..

Für das Rentenniveau heute und in der Zukunft ist weniger das Verhältnis von Alten zu Jungen sondern Produktivität und Lohnniveau relevant. Dass Ersteres weiter ansteigt weiß man, bei zweitem bestehen gewisse Unsicherheiten.

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