Forum: Wirtschaft
Trotz neuer EU-Richtlinie: Große Online-Händler setzen auf kostenlose Retouren
DPA

Kunden können ab Mitte Juni auf dem Porto für Rücksendungen von Online-Bestellungen sitzenbleiben. Dank einer neuen EU-Richtlinie dürfen die Händler die Kosten abwälzen. Große Anbieter wollen aber zunächst nicht die Verbraucher zur Kasse bitten.

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hhismanic 27.05.2014, 12:58
10. Keine Wohltäter

Zitat von Willi Wacker
Sie damit die kleinen "Tante-Emma"-Versender treffen? Die können den wirtschaftlichen Schaden nicht einfach auf Masse verteilen. Gefördert werden lediglich die ganz großen Haie wie Amazon oder Zalando. In zwei Jahren sind die Kleinen rausgekegelt, danach zieht auch bei den Monopolgrößen wieder betriebswirtschaftliches Denken ein.
Die "kleinen 'Tante-Emma'-Versender" verschicken vermutlich nicht ihr halbes Sortiment zum Aussuchen an den Kunden. Dennoch werden sie in ihrer Nische überleben. Was die "kostenfreie" Rücksendung betrifft: Die gibt es nicht. Ein kluger Kaufmann berücksichtigt alle Wäg- und Unwägbarkeiten und kalkuliert sie in seine Preise ein. Ansonsten wäre er kein kluger Kaufmann, sondern ein Wohltäter. Der Erfolg von Amazon, Zalando & Co. lässt den Schluss zu, dass hier keine Wohltäter am Werk sind.

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Edelweiß 27.05.2014, 12:59
11.

Zitat von sysop
Kunden können ab Mitte Juni auf dem Porto für Rücksendungen von Online-Bestellungen sitzenbleiben. Dank einer neuen EU-Richtlinie dürfen die Händler die Kosten abwälzen. Große Anbieter wollen aber zunächst nicht die Verbraucher zur Kasse bitten.
Hier geht es nicht um ein Problem zwischen Anbieter und Verbraucher, sondern zwischen Arbeitnehmern und Verbrauchern. Da die meisten Verbraucher auch Arbeitnehmer sind (und jeder Arbeitnehmer auch Verbraucher), sollte man sich die Sache gut überlegen.

Die Kosten, welche die großen Anbieter nicht auf die Verbraucher abwälzen, wälzen sie halt auf ihre Angestellten ab, sowie (vielleicht noch mehr) auf beteiligte Dienstleister, vor allem die Zulieferer, die das dann ihrerseits auf ihre Angestellten oder Scheinselbständigen abwälzen. Diese Möglichkeiten haben nur die Großen, und zwar einfach nur deshalb, weil sie groß sind.

Aber Hauptsache man kann mal wieder über die böse EU meckern.

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Rahlstedter 27.05.2014, 13:10
12. Die Versandkosten müssen immer bezahlt werden

Ob nun direkt bei der Bestellung oder indirekt über den Produktpreis. Insofern ist diese Diskussion doch überflüssig.

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troy-mc-lure 27.05.2014, 13:12
13.

Zitat von Der Meyer Klaus
Komisch, bei Ware im Wert von unter 40 Euro fallen bei mir bei Amazon immer Portokosten bei einer Retoure an...
Bei einem Warenwert bis 40 € war es rechtlich schon vorher möglich die Portokosten der Rücksendung auf den Kunden zu übertragen. Kunde muss nur in der Widerrufsbelehrung darüber informiert werden.

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lightyagami 27.05.2014, 13:21
14. Eig. richtig..

diese Entscheidung ist so gesehen eig. richtig. Wenn ich mir in der Fußgängerzone etwas kaufe und später dann zurück bringen will wird der Händler auch nicht die Anfahrtskosten übernehmen. Kostenlosen Rückversand gab es auch nie, Amazon Zalando etc. Zahlen 2-3 euro pro PAKET bis 30kg, diese Kosten werden irgendwie immer auf den Kunden übertragen.

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milhouse_van_h. 27.05.2014, 13:23
15. optional

Man kann diese neue Richtlinie auch als Stärkung des Einzelhandels vor Ort ansehen. Ob es jedoch etwas bringen wird und die aussterbenden Innenstädte damit verhindert, bleibt ab zu warten.

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Ratzbär 27.05.2014, 13:29
16. Damals

Zitat von enyaw
@Magengeschür ja ne is klar...rechts wählen ist gut für den Verbraucherschutz
Achtung! Böser Zynismus:

Natürlich ist "rechts wählen" gut für den Verbraucherschutz: "Deutsche, kauft nicht bei ... [hier bitte das aktuelle Objekt des Hasses einsetzen]!" Sowas hat schon früher funktioniert!^^

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altmannn 27.05.2014, 13:29
17. Kann durchaus

Zitat von enyaw
@Magengeschür ja ne is klar...rechts wählen ist gut für den Verbraucherschutz
sein. Aber nicht weil "rechts" bessere Politik macht, sondern weil der Wähler die Herrschenden mit Liebesentzug bedroht, wenn sie die Schraube überdrehen.

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L.Santos 27.05.2014, 13:30
18. Was soll diese Diskussion?

So lange es keine garantierte Größengleichheit bei Klamotten gibt, so lange muss man auch kostenlos zurückschicken können. Im Laden muss ich ggf. auch mehrere Größen probieren, warum soll das bei Artikeln anders sein, die man ja sogar nicht mal live sehen und anfassen kann? Das ist Geschäftsrisiko, ganz einfach. Entweder ich preise das als Händler mit einem gewissen Faktor mit ein oder ich lasse es. Dann darf ich mich aber nicht über Kundenschwund beschweren. Hat mal jemand online ne Hose oder Schuhe gekauft die direkt gepasst haben? L ist nicht = L. Je nach Hersteller gibts da manchmal großzügige Toleranzen. Alle Vorteile des Onlinehandels haben wollen, keine Läden, keine Verkäufer, aber bitte auch keine lästigen Kunden die leider in mehreren Größenj bestellen müssen, weil eben kein Verlass auf Größenangaben ist.

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gast2011 27.05.2014, 13:36
19. achtung

Zitat von sysop
Kunden können ab Mitte Juni auf dem Porto für Rücksendungen von Online-Bestellungen sitzenbleiben. Dank einer neuen EU-Richtlinie dürfen die Händler die Kosten abwälzen. Große Anbieter wollen aber zunächst nicht die Verbraucher zur Kasse bitten.
eu-richtlinie....da sträuben sich gleich meine nackenhaare!

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