Forum: Wirtschaft
Trotz Rekordeinnahmen: Warum arme Kommunen nicht aus den Schulden kommen
Rupert Oberhäuser/ imago images

Die aktuellen Rekordüberschüsse der Kommunen sind extrem ungleich verteilt. Die Lebensverhältnisse der Bürger hängen laut einer Bertelsmann-Studie zunehmend vom Wohnort ab. Und die Kluft wächst.

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schgucke 09.07.2019, 11:29
50.

puh, und nun stelle man sich vor, wir hätten im Angesicht der heutigen Erfordernisse auch noch Gebiete wie Ostpreußen, Schlesien, Böhmen derartig zu verwalten. kann man ja fast wieder froh sein.

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rrippler 09.07.2019, 11:30
51. Schaut man genau auf das Eingangs-Foto, ...

... dann sieht man genau, warum Duisburg wenig Steuereinnahmen aber viele Ausgaben hat.

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muellerthomas 09.07.2019, 11:34
52.

Zitat von vrdeutschland
Als Münchner würde mich Nordrhein-Westfalen einen Dreck kümmern, kommt es doch seit 40 Jahren in die Pötte. Immer nur Stahl und Kohle fördern funktioniert halt nicht über Jahrhunderte.
NRW war bis 2009 Nettozahler im Finanzausgleich und hat 2018 zwar Geld erhalten, aber insgesamt weniger als Sachsen und das bei mehr als 4x so viel Einwohnern.

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Soziopathenland 09.07.2019, 11:37
53. Ob es wohl an unserer Ost-Kanzlerin Merkel liegt...

...dass völlig verarmte Ruhrgebietstädte 30 Jahre nach der Wiedervereinigung immer noch Spaßbäder im Osten finanzieren müssen?

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muellerthomas 09.07.2019, 11:38
54.

Zitat von Loosa
Irgendwie hinkt die Theorie. München hat 43% Ausländeranteil + Migrationshintergrund. Zudem seit Ewigkeiten SPD-regiert. Und nun?
Ich tippe mal, das sind andere Ausländer als im Ruhrgebiet...

In Dortmund etwa sind 1/3 der Arbeitslosen Ausländer und vermutlich ein weiteres Drittel hat Migrationshintergrund.

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nickleby 09.07.2019, 11:39
55. Was tun ?

Man mnuss die Zahlen genau analysieren und wird zu dem Ergebnis kommen, dass die Städte, in denen der Ausländeranteil prozentual am höchsten ist, zu den ärmsten in Deutschland gehören. Man nehme das Ruhrgebiet (Duisburg/ Essen/Herne usw.) Deutlich wird hier, dass man den Zuzug der Ausländer ohne Sprachkenntnisee, ohne Qualifikation, ohne Einreiseerlaubnis stoppen muss. Flüchtlinge müssen nach einem rechtskräftigen Ablehnungsbescheid sofort in das Land zurückgeschickt werden, aus dem sie kamen. Wirtschaftsflüchtlinge ca. 90% müssen ohne Ansehen der Person sofort abgewiesen werden. Allein dadurch würden wir Milliarden an Euros sparen und die deutschen Bürger wären mit ihrem Staat zufriedener.

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uezegei 09.07.2019, 11:39
56.

Zitat von rrippler
... dann sieht man genau, warum Duisburg wenig Steuereinnahmen aber viele Ausgaben hat.
Da haben Sie aber mal verblüffend Recht:
der Hochofen raucht nicht.
Offenbar können die Einnahmen aus der Spielbank das Defizit durch den industriellen Strukturwandel nicht ganz ausgleichen.

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muellerthomas 09.07.2019, 11:39
57.

Zitat von DrWaumiau
Bedingungsloses Grundeinkommen!
Ich habe trotz intensiver Beschäftigung mit dem Thema noch keinen einzigen durchfinanzierten Vorschlag gesehen.

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r_saeckler 09.07.2019, 11:41
58. Da ist in den neuen Bundesländern einfach eine andere Mentalität!

Zitat von echtermünchner
Ich sehe nur Halle/Saale als einzige ostdeutsche Stadt in den Top10. ..... Wäre es nicht besser NRW zu helfen? .....
Ach, wissen Sie: nach der Pleite der DDR und nach dem, wie es dort 1990/1992 so aussah da haben die Leute dort ganz offensichtlich erkannt dass Nixtun und auf den großenm Erlöser warten nix bringt. Viele sind weggezogen, in den Westen, aber sehr sehr viele haben die Zähne zusammengebissen und selber gemacht und angepackt - der Erfolg gibt ihnen Recht.
Ganz anders im Ruhrgebiet: "Mein Urgroßvater war unter Tage vor Kohle, mein Großvater war vor Kohle, mein Vater auch sein ganzes Arbeitsleben lang - und wenn die jetzt meinen Pütt zugemacht haben und auch alle anderen, dann geh ich eben in Frührente..."

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flitzpiepe0815 09.07.2019, 11:42
59. Das ist so ja erstmal Unsinn.

Zitat von Dr. homo oeconomicus
Wird doch deren Inkompetenz dadurch deutlich verschleiert. Gerade in diesen armen Kommununen regieren die Sozis seit Jahren oder Jahrzehnten ohne etwas auf die Kette zu bekommen.
Viele Städte (insbesondere die Stadtstaaten) leiden darunter, dass die Menschen zwar in deren oft starken und zahlreichen Wirtschaftsbetrieben arbeiten und ihr Geld verdienen, jedoch ihren Wohnsitz in den Nachbargemeinden haben und dieses dort ausgeben / versteuern (seit der Gemeindefinanzreform 1969 unter der Regierung Kiesinger (CDU) ist die Einkommenssteuer am Wohnsitz zu entrichten).
Die Eingenheimzulage (jahrelang gepflegt und gefördert von CDU/CSU-Regierungen und schließlich unter Rot-Grün abgeschafft) hat das Ganze jahrzehntelang gefördert und verschlimmert.
In Berlin und Brandenburg gab es etliche Versuche, einen Zusammenschluss beider Bundesländer vorzunehmen, natürlich unter heftigstem Widerstand der Brandenburger Nachbargemeinden.
Einzig München hat es hierbei richtig gemacht und sich die einkommensstarken Randgemeinden über den "Landkreis München" einverleibt. Natürlich fördert man in Bayern weiter Eigenheime über eine Zulage - das Geld bleibt ja quasi im Haus.
Darüber hinaus ist es in München auch kein Problem, die Ansiedlung von Unternehmen im Umland zu fördern, aus demselben Grund.

Wenn man bedenkt, dass es alleine in Berlin täglich 250.000 Pendler aus dem Umland gibt, in Bremen etwa 80.000, kann man sich vorstellen, was da für Summen "verlorengehen".
In Gegenden wie dem Ruhrgebiet dürfte die Diskrepanz zwischen Wohn- und Arbeitsort ähnlich hoch ausfallen. In Gelsenkirchen arbeiten und im lauschigen Essen-Haarzopf wohnen, während sich in Gelsenkirchen die Arbeitslosen sammeln.

Föderalismus hat eben auch seine Schattenseiten.

Das kann man übrigens alles selber merken, wenn man mal die jeweiligen Regierungen, das BIP, sowie die Arbeitslosenzahlen gegenüberstellt.
Dann fällt der Unterschied zwischen Arbeitslosenzahlen und BIP der jeweiligen Gemeinden doch schon ins Auge. Dabei scheint die Wirtschaftsleistung in den SPD-regierten Gemeinden übrigens relativ hoch zu sein.

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