Forum: Wirtschaft
Trotz Vollzeit: 3,7 Millionen Beschäftigte verdienen weniger als 2000 Euro
DPA

Fast 18 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten mit einem Vollzeitjob verdienen weniger als 2000 Euro brutto im Monat. In Mecklenburg-Vorpommern betrifft das prozentual die meisten.

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j.cotton 29.04.2018, 09:23
1. berechnend

Interessant wäre auch einmal: wie viel Prozent der Rentner von 1000€ rente oder weniger leben müssen, bzw wie hoch diese Zahl in den nächsten Jahren ansteigen wird.

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thequickeningishappening 29.04.2018, 09:52
2. Wow

2000 Brutto macht bei Einem Single knapp 1380 Netto! Reicht nach Fixkosten für Eine Urlaubsfahrt zu McDonalds.

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Lykanthrop_ 29.04.2018, 09:54
3.

Die Regierung stemmt sich in Sonntagsreden gegen die Spaltung der Gesellschaft und hat dies montags schon vergessen. Beispielhaft geschehen bei den letzten Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst. Die höheren Einkommensgruppen waren am Ende wichtiger als die Mindesterhöhung um 200€. So driften wir auseinander bzw. erhalten die Spaltung am Leben. Der Mindestlohn wäre eine Stellschraube die Gesellschaft zusammen zu halten. Ein Mindestlohn ist allerdings nur so gut wie er kontrolliert wird. Andere Stellschrauben wären die Sozialversicherungen. Man könnte sie auf alle Bürger ausweiten, mit z.B. dem Gedanken einer Mindest- und Maximalrente. Man könnte das Kapital stärker belasten z.B. durch Vermögens- und Erbschaftssteuer, oder Leiharbeitern gesetzlich mehr bezahlen müssen wie der Stammbelegschaft. Um nur einige Ideen zu nennen wie die Politik Sonntagsreden mit Inhalt füllen könnte. Es besteht nur leider wenig Grund zur Hoffnung, dass Politiker sich für Menschen außerhalb ihres und ihres Gleichen Kosmos einsetzen.

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amuyok 29.04.2018, 10:08
4. kein Wunder wenn ....

..... nicht genug in die Sozialkassen gespült wird und den
Versicherten laufend neue-alte Gespenster an die Wand
geworfen werden

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steuerzahler68 29.04.2018, 10:16
5. Falsche Wahrnehmung

Ich bin immer wieder erstaunt, dass Politik, insbesondere die Linke, bei diesen Betrachtungen niemals nie auf die Idee kommt, die Höchstbelastungen in Deutschland zu reduzieren. Es ist klar, dass bei diesen Abgaben am Ende zu wenig übrig bleibt. Wer also bessere Bedingungen für die unteren Lohngruppen will, der sollte Steuern und Abgaben senken und nicht einfach die Arbeit verteuern. Das führt am Ende nämlich nur dazu, dass viele dann komplett auf staatliche Unterstützung angewiesen sind. Ist vielleicht aber so gewollt, wer weiß? Das ist im Übrigen die gleiche verlogene Diskussion wie das Thema steigende Mieten. Dann sollen doch einfach die immensen Steuern, angefangen bei der Grundsteuer bis zu den explodierenden Energieabgaben, reduziert werden. Aber dann würde/müsste der Staat ja Kontrolle aufgaben....

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dasfred 29.04.2018, 10:17
6. Leider mal wieder nur Teilaspekte

Wo es kaum gut dotierte Industrie Arbeitsplätze gibt, verschiebt sich die Gehaltsstruktur nach unten. Jobs in Landwirtschaft, Touristik und Dienstleistungen sind nun mal nicht die Bestbezahlten. Allerdings ist auch die Kaufkraft für die Auswirkungen der Lohnhöhe von Bedeutung. Einige Hundert Euro mehr Netto, die sofort von der Miete gefressen werden, bringen auch nichts. Wenn der Lohn steigen soll, muss man Arbeitsplätze schaffen die diesen Lohn auch erwirtschaften können.

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kenterziege 29.04.2018, 10:19
7. Mit 2000 Euro brutto wird es in den Grossstädten, wie M, K, D, HH, F .

In der Tat eng. Aber im Umland kann man damit zurechtkommen. Wenn sich dann noch zwei mit je 2000 € Brutto zusammentun sind es schon 4000 €. Das waren mal 8000 DM.
Kein Grund zur Larmoyanz. Man kann je mal Rentner fragen, die mit viel weniger "zurecht" kommen müssen.

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chrismuc2011 29.04.2018, 10:30
8.

Auch die oftmalige Wiederholung macht es nicht besser: Die Angleichung der Löhne und Renten zwischen Ost und West ist blanker Unsinn. Sie sollten mit einem realistischen Warenkorb der realen Lebenshaltungskosten in Bezug stehen. Also Miete, Strom, Wasser, Lebensmittel, Öffentlicher Nahverkehr, Kindergärten, Einkaufsmix ( Kleidung, Restaurant, Dienstleistungen etc.). Ein Restaurantbesuch oder der Stundenlohn eines Malermeisters oder Miete kostet im Osten eben deutlich weniger als z. B. im Westen oder Süden. Weil eben die Miete für einen Laden oder eine Restaurant oder die Miete einer Wohnung deutlich günstiger ist. Insbesondere in MV, das nahezu entvölkert ist ( mal von den Ferienwohnungen der Hamburger oder Berliner abgesehen).
Ein Problem ist nur, wie man, ohne zu hohen bürokratischen Aufwand, das berechnet. Ein Arbeitnehmer in Brandenburg, der in Berlin wohnt, hat höhere Lebenshaltungskosten als sein Kollege, der dort wohnt, wo er arbeitet.
Im Übrigen sagen diese Zahlen, einzeln betrachtet, für mich nur aus, dass es eben in MV oder im Ruhrpott keine Industrie gibt, die Jobs für 4000.-Euro oder mehr zu vergeben hat im Gegensatz zu z.B. Baden Württemberg oder Bayern.
Insgesamt ist es aber erschreckend, dass es 12 bis fast 40% sozialsteuerpflichtige Vollbeschäftigte gibt, im Schnitt also fast 18%, fast ein Fünftel, die so wenig verdienen. Und die Zahlen werden sich ganz, ganz sicher bis 2018 nicht verbessert haben, sondern deutlich versachlechtert haben.
Interessant wäre es gewesen, dazu zu erfahren, wieviel Rentner im Schnitt bekommen, wieviele von den erwähnten 3.7 Millionen Vollbeschäftigten nicht nur weniger als 2000.-Euro bekommen, sondern vielleicht nur 1500.-Euro oder nur 1200.-Euro. Und wieviele Beschäftigte es gibt, die mehrere Jobs haben um halbwegs durchs Leben zu kommen, und wieviel sie dabei verdienen.
Interessant auch: Wieviel Arbeitslose qualifizierte Fachkräfte gibt es, die arbeitswillig sind, aber wegen Ü45 oder Ü50, Ü55,Ü60 keinen Job mehr bekommen, noch nicht einmal ein oder zwei Stufen unterhalb Ihrer eigentlichen Qualifikation?
Ebenso wäre es interessant zu erfahren, wie die durchschnittliche Entlohnung bestimmter Fachkräfte sich von den 1960igern bis heute, inflations, steuer- und Lebenshaltungskosten bereinigt, entwickelt hat.
Oder wieviele Lehrlinge, in welchen Bereichen ( Handwerk, Industrie, Diensleistung), in den Jahren 1960 bis heute ausgebildet werden, bereinigt natürlich von der in den Jahren gewachsenen Bevölkerung.
Und wieviele Menschen sind eigentlich arbeitslos, melden sich aber nicht arbeitslos, weil sie z.B. erst noch Ihr angespartes Vermögen verbrauchen müssen und selbst Arbeit suchen und wie ist die Entwicklung der Anzahl Wohnungsloser oder Obdachloser von 1960 bis heute?
Gestern kam bei Arte zwei Sendungen über Karl Marx. Erstaunlich, wie weitsichtig er doch war.

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Igla 29.04.2018, 10:30
9. Die Hälfte der gesetzlichen Rentner hat weniger als 980 Euro netto.

Das sind 14 Millionen Menschen. Falls man alte Menschen in dieser Politik noch als Menschen ansieht. Und nicht als Läuse, die sich am Blut des Volkes nähren.

Bewohner hier gelten bei einem geringeren Monatseinkommen als 980 Euro als arm (Armutsgrenze).

Was die letzten deutschen Regierungen steigerten, war die Armut der vielen und den Reichtum der "Freunde". Die Reisetätigkeit der Regierungsmitglieder, um den deutschen Reichtum international zu verteilen und so zu protzen, hat dabei enorm zugenommen. Und zuhause suchen die Rentner die Mülleimer nach etwas Nutzbarem durch.

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