Forum: Wirtschaft
Trotz Vollzeit: 3,7 Millionen Beschäftigte verdienen weniger als 2000 Euro
DPA

Fast 18 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten mit einem Vollzeitjob verdienen weniger als 2000 Euro brutto im Monat. In Mecklenburg-Vorpommern betrifft das prozentual die meisten.

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carinanavis 29.04.2018, 12:50
40. nicht 40 sondern weniger als 20 Millionen

Zitat von spon_4790321
Rentner und auch Vollbeschäftigte leben meiner Meinung nach in Armut, belegt und bewiesen siehe Quellen: "Bertelsmann Studie zur Familienarmut: Geschönte Armut statt schön," sowie "Studie mit präziseren Kriterien: Arme Familien sind ärmer als gedacht." Darunter zählen ca 18 Millionen Deutsche die Monat für Mietzahlung und zum Leben weniger als 1 036 Euro zur Verfügung haben ( 6 Millionen Hartz IV Bezieher, 7,5 Millionen Behinderte, Kranke Minijobber, Rentner u.a.) Geschätzte 20 Millionen verdienen bei Vollzeit weniger als 2 000 Euro brutto im Monat für Mietzahlung und zum Leben. Liebe User Deutschland ist bereits heute Europameister siehe Quellen: "Deutsche Renten am niedrigsten in ganz Europa," sowie "Deutschland hat die meisten Obdachlosen." Doch die Politiker der GroKo schweigen zu diesen unmenschlichen Zuständen in Deutschland.
sind in Deutschland von Armut "gefährdet": https://de.statista.com/themen/120/armut-in-deutschland/ man wählt 60% des Brutto-Medianeinkommes und definiert dies als Obergrenze für die Armutsgefährdung. dabei wird nicht berücksichtigt, ob jemand wenig oder gar keine Miete zahlt usw.

Im übrigen gibt es in Deutschland kaum offensichtlich Arme, wie etwa die 47% der Bevölkerung (ja fast die Hälfte!) in den USA, die sich nicht einmal eine Autoreparatur für 400 Dollar leisten kann: https://www.zeit.de/wirtschaft/2016-05/armut-usa-kredite-schulden-ersparnisse Hinzu kommen, die aber aufgrund Statistikverzerrungen trotzhoher Verschuldung nicht als arm gelten. Hier handelt es sich größtenteils um relative Armut, die es genauso in Monaco gibt, weil eben viele "arme" Monegassen die 60% Medianlohn erreichen.

Absolute Armut bedeutet heutzutage weniger als 1,9 Dollar pro Tag zu haben und solche Armen gibt es in Deutschland praktisch nicht. Das Wort relativ wird aus den Diskussionen aus politisch motivierten Gründen meist weggelassen, denn sonst kann der Sozialneid nicht entsprechend geschürt werden.

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carinanavis 29.04.2018, 13:05
41. das sind die neuesten

Zitat von zompel
von 2013, auch eine der statistische Kuriositäten alte Zahlen als gegenwärtig hinzustellen.
Zahlen in der englischen Wikipedia, die deutsche bietet nur Zahlen von 2010. Wenn Sie was neueres haben, bitteschön: where is the beef?

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klausbrause 29.04.2018, 13:18
42.

Zitat von brasshead
Ja, weil man bei unter 2000 brutto ja auch so unglaublich viele Steuern auf sein Einkommen zahlt. Da sollte man wirklich mal die immense Grundsteuer thematisieren. Spaß beiseite, diese Bevölkerungsgruppe würde vermutlich am meisten von einer Abschaffung des Soli und der Kapitalertragssteuer profitieren. Aber nein, dann müsste der Staat ja Kontrolle aufgeben!
Also weg mit der Kapitalertragsteuer. Einverstanden. Auf das die Inhaber mittelständischer Familienbetriebe mit mehr als 10 000 Beschäftigten, das sind die Betriebe, in denen der Chef noch jeden Leiharbeiter persönlich kennt, endlich mal mit dem regulären ESt-Tarif besteuert werden.
Der Soli sollte für Einkommen über 100 000/Jahr nicht abgeschafft werden.
Nichts braucht dieses Land weniger, als das die oberen 10 % weiterhin auf Kosten der 90 % gepampert werden.

Oder anders: Es gibt einen direkten Zusammenhang zwischen der Länge der Jachten im Mittelmeer und dem Zustand der Infrastruktur in Deutschland.

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eggie 29.04.2018, 13:20
43.

Frage ist, wo die Grenzen gelegt werden sollen. Angesichts explodierender Mieten - demnächst sind wir bei einem Mindesteinkommen von 5.000 bis 7.000 Eur, damit sich der Mensch davon die 10qm Butze ohne fliessend Wasser auf dem Land leisten kann. Wer bitte kann solche Löhne allen bieten und wo soll das Ende dieser Anpassungsmethode sein? Letztlich muss der Staat für die Steuern, die er einnimmt, seinen Bürgern ein angemessenes Wohnen ermöglichen.

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acculeer 29.04.2018, 13:21
44. Ja vergleichen Sie dochmal wirklich

Zitat von heinerkarin
In den 5 erstgenannten Bundesländern sind dafür auch die Preise für Immobilien, Mieten etc. entsprechend billig. Ein Münchner, Stuttgarter, Hamburger oder in ähnlichen Städten hat ein Durchschnittsverdiener nach Abzug der Lebenshaltungskosten wahrscheinlich auch nicht mehr zum Leben übrig.
Was Mieten und Immobilien betrifft, haben Sie Recht. Wobei jemand, der nur 2.000 brutto verdient sich auch im Osten kaum für eine Immobilie interessieren dürfte. Der Rest (Lebensmittel, Energie , Kleidung etc) ist im Osten genauso teuer, wie im Westen. Unterschiede gibt es eigentlich nur noch bei den Preisen für Dienstleistungen (Frisör, Handwerker-Rechnung), das wars dann aber auch.
Grundsätzlich gilt für ganz Deutschland. Dieses Land ist angeblich so reich, trotzdem gibt es Menschen, die trotz Vollbeschäftigung nicht von ihrem Geld leben können. Alles was die Politik in den letzten Jahren dagegen unternommen hat, hat sich als unwirksam erwiesen (z.B. Mietpreisbremse)

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Palmstroem 29.04.2018, 13:32
45. 2.000 Euro als Berufseinsteiger?

Die Einstiegsgehälter im Öffentlichen Dienst liegen meist unter 2.000 Euro. Man sollte also nicht die Arbeitgeber bezichtigen, sondern die Politik, die diese Jobs verantwortet.
Aber im übrigen ist es natürlich normal, dass Berufsanfänger nicht gleich Spitzenlöhne beziehen.

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hildesheimer2 29.04.2018, 14:17
46. Einfluss der Überschrift......

Wie wärs mit folgenden Überschriften:
80 % aller Vollzeitbeschäftigten verdienen über 2000 € Brutto im Monat ! oder: 50 % aller Vollzeitbeschäftigten verdienen mehr als 2950 € im Monat ! oder Über 75 % verdienen zwischen 2000 und 4000 € ! In welchem vergleichbaren Land geht es den Menschen besser ?

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immerfroh 29.04.2018, 14:51
47.

Zitat von hildesheimer2
Wie wärs mit folgenden Überschriften: 80 % aller Vollzeitbeschäftigten verdienen über 2000 € Brutto im Monat ! oder: 50 % aller Vollzeitbeschäftigten verdienen mehr als 2950 € im Monat ! oder Über 75 % verdienen zwischen 2000 und 4000 € ! In welchem vergleichbaren Land geht es den Menschen besser ?
So ist das immer mit Statistiken und Durchschnittswerten.
Die Statistik wird noch dramatischer wenn man sich die Werte für Ostdeutschland ansieht. Da sind immerhin noch 31,2% der Vollzeitbeschäftigten mit unter 2000€ entlohnt.
Ohne auf die Ursachen jetzt im Detail einzugehen, halte ich das durchaus für Sprengstoff der nächsten Jahre .
Man kann natürlich auch gleichgültig resümieren, dass es der großen Mehrheit statistisch besser geht . Also alles gut und kein Handlungsbedarf .

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carinanavis 29.04.2018, 15:06
48. wo leben die nicht-lebensfähigen denn?

Zitat von acculeer
Was Mieten und Immobilien betrifft, haben Sie Recht. Wobei jemand, der nur 2.000 brutto verdient sich auch im Osten kaum für eine Immobilie interessieren dürfte. Der Rest (Lebensmittel, Energie , Kleidung etc) ist im Osten genauso teuer, wie im Westen. Unterschiede gibt es eigentlich nur noch bei den Preisen für Dienstleistungen (Frisör, Handwerker-Rechnung), das wars dann aber auch. Grundsätzlich gilt für ganz Deutschland. Dieses Land ist angeblich so reich, trotzdem gibt es Menschen, die trotz Vollbeschäftigung nicht von ihrem Geld leben können. Alles was die Politik in den letzten Jahren dagegen unternommen hat, hat sich als unwirksam erwiesen (z.B. Mietpreisbremse)
Auf Mallorca in einer Finca, wahrscheinlich kann man sich von der "geringen" Rente nur einen Gebrauchtwagen ohne Digitalfirlefanz leisten?

Oder kann man in Deutschland "nicht leben", weil man kein Riesen-TV in jedem Zimmer der achso teuren Berliner Altbauwohnung hat und sich nicht jedes Jahr den neuesten iMac leisten kann wie die anderen Berufsjugendlichen?

Oder kann man nicht leben, weil man als "Alleinerziehende" so wenig Einkommen hat, dass der Unterhalt des geschiedenen Mannes für die Kinder und sich selbst nicht für das schicke eMobil als Stadtauto reicht?

Was hier von Armut in Deutschland fabuliert wird, ist wirklich grauenvoll. Keiner der so jammernden Foristen weiß, was wirkliche Armut ist, dabei würde schon eine Individual-Reise nach Südosteuropa genügen um die Fehlvortstellungen auszumerzen, von reisen auf andere Kontinente, z.B. Afrika, Asien ganz zu schweigen.

Die meisten Deutschen haben ein unfassbares Anspruchsdenken, das durch TV, Werbung, Internet genährt wird, um Ihnen das eigentlich reichlich vorhandene Geld aus der Tasche zu ziehen.

Selber schuld wenn man das meiste davon für sinnlosen Schrott ausgibt!

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Das Pferd 29.04.2018, 15:07
49.

"Die "Sozialexpertin" der Linken, Sabine Zimmermann, die die Anfrage im Vorfeld des Tages der Arbeit gestellt hatte, forderte die Bundesregierung auf, sich mehr für eine weitere Angleichung der Löhne - vor allem zwischen Ost- und Westdeutschland - einzusetzen."

Der Sozialexpertin sei gesagt:
Ihre Partei war 40 Jahre in einem Teil Deutschlands an der Regierung. Und das sogar, nach eigenem Bekunden, mit dem besseren, effektiveren und gerechteren Wirtschaftssystem.

Der Mindestlohn für Vollzeit lag zum Ende der DDR bei 400 Mark Ost.

Und, daß es Einkommensunterschiede zwischen Ost und West gibt ist richtig, es ist sicher ein Staatsziel die zu verringern.
ich kann mich aber gut erinnern, daß es zur Zeit ihrer weiseen Regentschaft noch erheblich größere Unterschiede gab.

Da heulen die Falschen, auch wenn mancher Ton richtig ist.

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