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Trump und die Wirtschaft: Schwacher Dollar, Gefahr für Europa
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Der Dollar fällt und fällt - seit Jahresbeginn um 12 Prozent. An den Finanzmärkten glaubt kaum noch jemand an Donald Trumps Reformversprechen. Für Europas Wirtschaft verheißt das nichts Gutes.

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theodtiger 27.07.2017, 20:37
1. Kritik an der EZB war wohl voreilig

Wenn die US Wirtschaft tatsächlich so schwach ist wie im Artikel dargestellt, war die EZB Politik nicht nur in den vergangenen Jahren richtig, wo sie die Versäumnisse der Fiskalpolitik in der Eurozone ausgeglichen hat. Sie ist auch jetzt richtig, denn jede Zinserhöhung würde den Eurokurs zulasten der Exportwirtschaft, insbesondere der schwachen Euro-Volkswirtschaften, weiter in die Hohe treiben.

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bebreun 27.07.2017, 20:39
2. und der deutsche Hanelsbilanzüberschuss?

Wir hatten 2008 einen Dolllar-Euro-Kurs von über 1,50 Dollar pro Euro. Das hat doch auch funktioniert. Warum soll das jetzige Verhältnis so schlecht für unsere Wirtschaft sein? Es hilft doch bestimmt dem Abbau des Deutschen Handelsbilanz-Überschusses.

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marthaimschnee 27.07.2017, 20:40
3. ach was?

Kann man das nun als das umständliche Eingeständnis werten, daß wir uns eben doch auf Kosten anderer sanieren (wollen)?

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avision 27.07.2017, 20:42
4.

Falls die Kursveränderungen wirklich auf eine Umschichtung hin zum Euro hinweisen ist das prinzipiell positiv. Je mehr Kapital hinter einer Währung desto mehr Gestaltungsspielraum hat sie. Und ungezügelt die Konjunktur anheizen durch blinden Konsum - das schaffen wir Europäer auch. Da bin ich mir sicher.

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schlauchschelle 27.07.2017, 20:49
5. Aha, ist das nun ein weiterer Teil derStrategie?

Rechtzeitig vor der BT-Wahl werden nun mit leicht erhobenem Zeigefinger Mahnungen in die Luft gemalt, Motto: "Liebe Deutsche, uns geht's zwar so gut wie nie zuvor, ihr konsumiert schön, haut die Kohle raus und verschuldet euch, aber leider müssen wir euch mitteilen, dass nach der Wahl absolute Lohnzurückhaltung bestehen muss, auch Kürzungen müssen evtl. sein, denn euren Firmen geht's soo schlecht durch den teuren Euro, das muss kompensiert werden, sonst bauen wir hier nix mehr und ihr seid ohne Job, DAS wollt ihr doch nicht, oder?" So in etwa könnte es ab Oktober klingen, wundern würde es mich nicht. Trump kommt das bestimmt gelegen, denn ein lauer Dollar passt in seine Strategie America First, werden Waren aus den USA so doch schön billig....

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pragmat 27.07.2017, 20:52
6. Trumps Versprechen?

Jeder in der Wirtschaft weiss, dass das Dampfgeplaudere von Politikern nichts wert ist. Es zählen die Taten und die verabschiedeten Gesetze.

Weiterhin, wenn man der Presse glauben soll, ist alles Politische auf die Änderung von Obamacare und die angeblichen Kontakte des Wahlkampfteams! von Mr. Trump mit Russland reduziert. Als wenn in Washington nichts Wichtigeres passiert!

Und, der US-Wirtschaft geht es gut und das Wachstum 2017 wird auf 2% prognostiziert. Weil die Börse solche Zahlen aber nie würdigt, müssen erst die Gewinne 2018 vorliegen. Also, wird hier wieder mal im Kaffeesatz gelesen.
Für die EU-Wirtschaft bedeutet ein fallender Dollarkurs in der Tat eine wachsende Konkurrenz durch die US-Wirtschaft. Der Euro ist ja schon lange durch die Versäumnisse des Club Med unterbewertet. Irgendwann kommt ja mal die Quittung.

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pragmat 27.07.2017, 20:57
7. Trumps Versprechen?

Jeder in der Wirtschaft weiss, dass das Dampfgeplaudere von Politikern nichts wert ist. Es zählen die Taten und die verabschiedeten Gesetze.

Weiterhin, wenn man der Presse glauben soll, ist alles Politische auf die Änderung von Obamacare und die angeblichen Kontakte des Wahlkampfteams! von Mr. Trump mit Russland reduziert. Als wenn in Washington nichts Wichtigeres passiert!

Und, der US-Wirtschaft geht es gut und das Wachstum 2017 wird auf 2% prognostiziert. Weil die Börse solche Zahlen aber nie würdigt, müssen erst die Gewinne 2018 vorliegen. Also, wird hier wieder mal im Kaffeesatz gelesen.
Für die EU-Wirtschaft bedeutet ein fallender Dollarkurs in der Tat eine wachsende Konkurrenz durch die US-Wirtschaft. Der Euro ist ja schon lange durch die Versäumnisse des Club Med unterbewertet. Irgendwann kommt ja mal die Quittung.

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keine Zensur nötig 27.07.2017, 21:00
8. Oh - die Märkte!

Steht bestimmt bald wieder eine Rettungsaktion ins Land.

Die Verfechter der reinen Lehre dürfen jetzt einfach mal dem Markt seinen Lauf lassen. Beim Gasmarkt ist das schon vorbei - der wird jetzt staatlich reguliert -

Brechen die italienischen Banken trotz immenser Stützungen doch zusammen - war es das.

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theodtiger 27.07.2017, 21:03
9. kein Exportüberschussabbau durch Wechselkursänderung sondern ...

Zitat von bebreun
Wir hatten 2008 einen Dolllar-Euro-Kurs von über 1,50 Dollar pro Euro. Das hat doch auch funktioniert. Warum soll das jetzige Verhältnis so schlecht für unsere Wirtschaft sein? Es hilft doch bestimmt dem Abbau des Deutschen Handelsbilanz-Überschusses.
Viel besser zum Abbau des Exportüberschusses wäre es, staatliche Investitionen in Infrastruktur, Bildung und Forschung (steuerfinanziert oder durch Verlangsamung des Schuldenabbaus) zu steigern, ebenso wie höhere (Mindest)löhne. Dies hätte positive Effekte für die deutsche Bevölkerung (z.B. Verbesserung der maroden Infrastruktur) und würde die Wirtschaft der noch schwächeren Euroländer nicht belasten, wovon dann wiederum die deutsche Wirtschaft innerhalb des EU Binnenmarktes profitiert.

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