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Trump und die Wirtschaft: Schwacher Dollar, Gefahr für Europa
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Der Dollar fällt und fällt - seit Jahresbeginn um 12 Prozent. An den Finanzmärkten glaubt kaum noch jemand an Donald Trumps Reformversprechen. Für Europas Wirtschaft verheißt das nichts Gutes.

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soisses1 27.07.2017, 21:03
10.

allmählich nimmt SPON das Format und Niveau von der grossen deutschen Tageszeitung mit fünf Buchstaben an. Wichtig: Titelgeschichte, Inhalt egal, Hauptsache grausam. Der Dollar fällt, ja, tut er. Er war die letzten 10 Jahre schon einmal bei 1.60 zum Euro, vor der Finanzkrise, damals in der US Wirtschaft alles super (auf dem Papier) und DOW auf annähernd Höchststand. Wer erinnert sich noch daran? Seinerzeit, als der Euro zu 1.17 zum Dollar eingeführt worden ist und dann auf 85 Dollarcent abgerutscht ist. War zu der Zeit die deutsche Wirtschaft genauso aufgestellt wie heute und hätte die dann nicht schlichtweg pleitegehen müssen, als der Euro dann doch wieder stärker geworden ist? Und wie oft haben die Amis schon mit schlechtem Geld gute Dienste, Anleihen und Firmen bezahlt, vieles davon gegen die Wand gefahren und doch wieder weiter gemacht? Ich denke, die Märkte sind heute soweit aufgestellt, dass ein zu billiger Dollar gar nicht akzeptiert wird, ob dies den Amis nun passt oder nicht. Ihr immer noch vorhandenes schweres Doppeldefizit muss finanziert werden und wird dabei der Dollar zu weich, sind die Aufschläge zu hoch oder die Interessen zu gering. USA hat zuerst Japan mit Anleihen zu geschwemmt, die wollen nicht mehr, dann China, die wollen auch nicht mehr und verwenden den Spass als geopolitisches Instrument. Das kann und wird auch Trump und seinen Spezis nicht gefallen. Mal davon abgesehen, die Währungsverschiebungen spiegeln nur bedingt die Leistungskraft einer Wirtschaftsregion wieder.
Das eigentliche Problem: Mittelfristig verabschieden sich die USA mit ihrem Portfolio an Waren zusehendes von der internationalen Bühne, weil immer weniger kompetitiv. Da kann der Chevrolet in Vollausstattung nur 10.000 Euro kosten, deswegen ist er qualitativ und technologisch immer noch keine Option. Und wenn Trump die Karre dahingehend weiter gegen die Wand fährt, dann ist es eben so, dafür springen dann andere ein. Um die deutsche Wirtschaft mache ich mir da weniger Sorgen, von der ist schon immer Flexibilität verlangt worden und gezeigt hat sie das auch immer. Es geht alles seinen geregelten Gang.

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opitz2010 27.07.2017, 21:11
11. Für DT läuft es doch gut

Er twittert doch laufend, wie viele Jobs er neu geschaffen hat und wie der Aktienindex rasant ansteigt.

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undercover.agent 27.07.2017, 21:18
12. Nicht viel läuft ...

... derzeit gut für Trump, aber die Dollarschwäche spielt ihm in die Hände und ist wohl auch von ihm gewollt. Die Entwicklung begünstigt die heimische Wirtschaft und schwächt gleichzeitig die ausländischen Exporte. Nicht ausgeschlossen, dass der Greenback noch weiter steigt. Die Analytiker haben sich mal wieder schwer geirrt, als viele von ihnen zuvor schon für Ende 2016 die Euro-Parität zum Dollar voraussagten. Wie war das noch mit den Affen, die zielgenauer mit ihren Dartpfeilen trafen als Analytiker die Aktienkurse prognostizierten?

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curiosus_ 27.07.2017, 21:19
13. Laaangweilig

Klipp und klar: Der Euro ist für uns (immer noch) zu schwach, für die Euro-Südländer zu stark. Wird er noch stärker passt's wieder eher für uns, für die Südländer eher nicht. Allen recht machen kann man es im Euro nie. Aber er kettet uns auf Gedeih und Verderb zusammen.

Zurzeit eher auf Verderb wenn man so die gedeihliche Zusammenarbeit und die im Gleichschritt (Achtung! Sarkasmus!) marschierende Ökonomie der Euro-Staaten betrachtet.

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distar99 27.07.2017, 21:19
14. Handelskrieg?

Zitat von bebreun
Wir hatten 2008 einen Dolllar-Euro-Kurs von über 1,50 Dollar pro Euro. Das hat doch auch funktioniert. Warum soll das jetzige Verhältnis so schlecht für unsere Wirtschaft sein? Es hilft doch bestimmt dem Abbau des Deutschen Handelsbilanz-Überschusses.
Ein sehr starker Euro ist für die internationale Diplomatie erträglicher als Importzölle der USA. Eine neue Strategie der USA?

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distar99 27.07.2017, 21:22
15. Handelskrieg?

Ein sehr starker Euro ist für die internationale Diplomatie erträglicher als Importzölle der USA. Eine neue Strategie der USA?

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dweird 27.07.2017, 21:25
16. Wo war die deutsche Wirtschaftskrise bei einem Eurokurs von $1,35?

Habe ich was verpasst, oder litt die deutsche Wirtschaft in den Jahren 2010-2014 tatsächlich an einer existenzbdrohenden Exportkrise - als der Euro zwischen $1,20 und $1,40 pendelte?
Stattdessen ein Rekordüberschuss nach dem nächsten. Warum lernen Wirtschaftsexperten eigentlich nicht aus der Geschichte anstatt immer nur ihre erlernten Markttheorien nachzubeten?

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spmc-12355639674612 27.07.2017, 21:26
17. Angst und Hoffnung

Ich persönlich fürchte mich eher vor irgendwelchen "Experten", die mal dies, mal das vorhersagen, die vollkommen unfähig waren, die Person Trump richtig einzuschätzen und die jetzt Weltuntergansszenarien beschwören, nur weil der Dollar ein wenig hin- oder herzappelt. Noch mehr sollten wir uns jedoch vor ahnungsbefreiten Anlegern fürchten, die lieber diesen Experten glauben statt sich selbst eine dezidierte Meinung zu bilden. Dass Trumps Versprechen auf Sand gebaut waren, war schon von Anfang an sichtbar. Wenn er jedoch selbst mit solchen Mehrheiten nicht einmal die Krankenversicherung hinbekommt, weil viele den Zorn des Volkes bei der Abschaffung von Obamacare fürchten, wird er es natürlich mit dem Rest seiner Vorhaben noch schwerer haben. Finanzierbar ist seine Politik nur durch Schulden, solange man die Steuern nicht erhöhen will. Immerhin schönt der schwache Dollar vielleicht das Außenhandelsdefizit ein wenig, aber nur, wenn die USA ihren Exportmotor auf Touren bringen. Auch da ist jedoch kein Land in Sicht ...

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gmv-meldet-sich 27.07.2017, 21:31
18. Kurve falsch?!

Gibt die Kurve nicht den Euro-Wert in Dollar? Wenn ein Euro heute 1,17 Dollar wert ist, zeigt die Graphik das umgekehrte Verhältnis.

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krypton8310 27.07.2017, 21:41
19. Den Bankern wird halt langweilig

Es ist jetzt grade mal 3 Jahre her, da war der Euro noch bei über 1,30 Dollar. Von Mitte der 2000er bis Mitte der 2010er war der Euro im Prinzip immer über 1,2 Dollar. Ging deshalb bei uns die Wirtschaft schlecht? Ich glaube nein...

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