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Trump und die Wirtschaft: Schwacher Dollar, Gefahr für Europa
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Der Dollar fällt und fällt - seit Jahresbeginn um 12 Prozent. An den Finanzmärkten glaubt kaum noch jemand an Donald Trumps Reformversprechen. Für Europas Wirtschaft verheißt das nichts Gutes.

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53er 27.07.2017, 21:55
30. Wenn der europäische und insbesondere

der deutsche Export mit der aktuell relativ lächerlichen Wertsteigerung des Euro ein Exportproblem bekommen würde, wäre das ein Zeichen für miserable Exüportwaren, die sich allein über den Preis verkaufen lassen. Zum Glück ist das (noch) nicht so und SPON hat eher ein Problem mit der nächsten Knallerschlagzeile. Man kann es aber auch umgekehrt sehen: Eine Reise in die USA ist für Europäer etwas erschwinglicher geworden. Was hält uns auf, dieses schöne Land zu besuchen, in dem ein ungeliebter President seine letzten Jahre als Oberhaupt des Landes verbringt? Es kann und muss nicht immer sein, dass nur die Wirtschaft vom Wechselkurs des Euro profitiert, Der aktuelle ist jedenfalls eher ein Grund zur Freude....für den Bürger und Verbaucher, der hat in Deutschland seit Jahren nichts mehr zu lachen. Für die Wirtschaft empfehle ich den Blick in die Schweiz.

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chattagam 27.07.2017, 21:56
31. Leben in Europa ist gefährlich

Ist nicht laut Spiegel-Meldungen alles eine Gefahr für Europa?
Schwacher Dollar, starker Dollar, [beliebiges adjektiv] Euro, schwaches Pfund, Exportüberschuss, zu hohe Zinsen, zu niedrige Zinsen,
starke was-auch-immer-man-für-eine-Währung-in-Swaziland-hat?

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theodtiger 27.07.2017, 22:12
32. Zu kurz gedacht

Zitat von alex2k
"Schwacher Dollar, Gefahr für Europa"? Auf keinen Fall! Der Kurs war doch schon mal bei 1 zu 1:50. Und es ging uns alle blendend! Da der Ölpreis auch in $ gehandelt wird, würde der Preis nun fallen (oder die Multis, so wie immer, mehr Gewinn einfahren und an den Säulen wird es sich kaum bemerkbar machen). Und Einkaufen in den USA bzw. in einem NICHT-EU Land wird halt billiger. Es ist evtl. schlechter für die Exporte, und unsere geliebte Autobauer, jedoch nicht für die Normalverbrauchen.
Die Normalverbraucher geben nur ihr Gehalt aus und dafür brauchen sie Arbeitsplätze. Bei niedrigerem Wechselkurs des Euro gibt es tendenziell mehr Beschäftigung und Einkommen. Jeder Wechselkurs hat immer eine positive und eine negative Seite. Es kommt auf das gesamtwirtschaftliche Umfeld an, wie er genau wirkt.
Zudem, der Ölpreis ist derzeit vergleichsweise sehr niedrig. Er war vor wenigen Jahren dreimal so hoch. Eine weitere Verbilligung des Ölpreises in Euro durch einen stärker werdenden Euro ist nicht erforderlich (der Benzinpreis wird sowieso viel mehr durch die Steuern bestimmt). Da alle Importpreise aus dem Dollarraum niedriger ausfallen würden, hätte die EZB dann auch noch länger Anlass bei ihrer Nullzinspolitik zu bleiben, um Deflationsgefahren zu begegnen.

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ambulans 27.07.2017, 22:14
33. wo

ist das problem: der aktuelle dollarkurs gibt in etwa korrekt die allgemeine leistungsfähigkeit der US-volkswirtschaft wieder. wenn sie nicht mehr allzu viel bedeutung haben, sich nicht mehr alles mit ihre eiligst zusammengedruckten "währung"leisten können - so what? europas absatz findet großenteils (bald 70%) von nachbar zu nachbar statt; brauchen wir also wirklich immer noch einen "partner", der sich an keinerlei regeln halten - und seine rechnungen auch nicht bezahlen will?

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ambulans 27.07.2017, 22:15
34. wo

ist das problem: der aktuelle dollarkurs gibt in etwa korrekt die allgemeine leistungsfähigkeit der US-volkswirtschaft wieder. wenn sie nicht mehr allzu viel bedeutung haben, sich nicht mehr alles mit ihre eiligst zusammengedruckten "währung"leisten können - so what? europas absatz findet großenteils (bald 70%) von nachbar zu nachbar statt; brauchen wir also wirklich immer noch einen "partner", der sich an keinerlei regeln halten - und seine rechnungen auch nicht bezahlen will?

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managerbraut 27.07.2017, 22:16
35. Immer wieder die gleiche strategisch verlogene Währungspanikmache.

Der Euro stand schon mehrmals in seiner kurzen Geschichte über 1.45 Dollar und EU - Euroländer - Deutschland haben diese enormen Kursschwankungen sogar fast unbemerkt, folgenlos überstanden.
Das es diesmal etwas anders sich zeigt und auswirkt hat weniger mit den Kursschwankungen als mit den Währungsspekulanten - Eingreifen der staatlichen Währungshüter - Zentral,- Staatsbanken zutun.
So, gibt es diesmal eher ein paar Verlierer, wie Gewinner.
Trump seine Wirtschafts,- Währungs,- Geldpolitik dazu hernehmen, global die Währungen - Wirtschaften in Europa - Asien zu bedrohen ist ein wenig manig Panik verbreitend weit hergeholt!
Angesichts Trumps Wirtschafts,- Währungspolitik neben sinkenden Dollarkursen läßt die FED völlig richtig die Zinsen in den USA unangetastet. Ebenso verhält sich die europäische EZB richtig die Zinspolitik im Eurowirtschaftsraum unangetastet zu lassen.

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Liberalitärer 27.07.2017, 22:24
36. Null US Investionen

Zitat von curiosus_
...geht anders. Wenn man die Wirtschafts-Kommentare so liest dann wäre es am besten wenn der Euro noch viel schwächer wäre. Je niedriger desto besser. Was sind die Schweizer doch für arme Schweine, mit so einer starken Währung. Auf mediale Wirtschaftskompetenz zu hoffen habe ich schon lange aufgegeben. Es scheint eher um die Propagierung der Interessen der Exportwirtschaft zugehen.
Letzere ist sehr stark, aber durchaus nicht die Mehrheit in der Wirtschaft, aber die hat starke und gute Verbände.
Das größte Problem ist, dass übersehen wird, dass Europa durch den niedrigen Wechselkurs des Euro von Investitionen abgeschnitten wurde. Kein US Unternehmen mit Verstand hat im Szenario einer sinkenden Währung im Euroraum auch nur einen Dollar investiert. Kein Einziges und das ist keine Übertreibung. Sie wären auch bescheuert gewesen und das sind sie nicht.

Oder wer will seine Invention im Wert den Bach runter gehen? Genau, niemand. Der Ramsch bleibt dann für China, das - wenn man Glück hat - die Lücke füllt.
Die viel zu teuren Importe sind da eher nur sekundär.

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iasi 27.07.2017, 22:34
37. genial, dieser Trump - er hat sein wichtigstes Ziel erreicht:

Der Abbau der Handelbilanzdefizite durch Wechselkursanpassungen.
Respekt.
Durch den schwächeren Dollar reduzieren sich die destabilisierend wirkenden Exportüberscüsse der Handelpartner der USA.
Jetzt müsste nur noch ein Weg gefunden werden, wie im EURO-Raum inkl. angedockter Währungen die Handelsbilanzen ausgeglichen werden,

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Anthrophilus 27.07.2017, 22:48
38. Haben Sie sich evtl. verzählt? Ich komme auf ...

Zitat von soisses1
"allmählich nimmt SPON das Format und Niveau von der grossen deutschen Tageszeitung mit fünf Buchstaben an. "
... nur vier Buchstaben. Ihr restlicher Text ist von ähnlicher Qualität - nicht bis vier zählen können, aber den Lauten machen.

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jakk-hammer 27.07.2017, 23:00
39. Lächerlich!

Vor 2 Jahren noch: Eurokurs bei ca. 1,35$. Heute: 1,16$ - und die Firmen so: Wir leiden, wir leiden, wir müssen jetzt ganz dringend sparen und mehr Zeitarbeiter einstellen, uns geht es unfassbar schlecht.
Der Privatmann - ich - kann vom billigen Dollar nur profitieren: Der Urlaub in den USA wird plötzlich erheblich billiger (wirklich erheblich), Importfahrzeuge aus den USA auch. Was haben wir denn davon, dass die deutsche Industrie Exportweltmeister ist? Die Überschüsse werden nicht weitergegeben. Man verlässt sich einzig auf den Export. Es wird mal Zeit, dass die Exportrate sinkt. Ich hasse es zwar, dass ich hier derselben Meinung wie Trump bin. Aber ich bin es aus einem anderen Grund: Fallende Exportraten würden endlich mal dazu führen, dass unsere Firmen die Binnennachfrage steigern müssten. Und das, meine Freunde, würde nur durch HÖHERE GEHÄLTER gehen!

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