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Trump und die Wirtschaft: Schwacher Dollar, Gefahr für Europa
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Der Dollar fällt und fällt - seit Jahresbeginn um 12 Prozent. An den Finanzmärkten glaubt kaum noch jemand an Donald Trumps Reformversprechen. Für Europas Wirtschaft verheißt das nichts Gutes.

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blaustift 28.07.2017, 08:55
60.

Zitat von alex2k
"Schwacher Dollar, Gefahr für Europa"? Auf keinen Fall! Der Kurs war doch schon mal bei 1 zu 1:50. Und es ging uns alle blendend! Da der Ölpreis auch in $ gehandelt wird, würde der Preis nun fallen (oder die Multis, so wie immer, mehr Gewinn einfahren und an den Säulen wird es sich kaum bemerkbar machen). Und Einkaufen in den USA bzw. in einem NICHT-EU Land wird halt billiger. Es ist evtl. schlechter für die Exporte, und unsere geliebte Autobauer, jedoch nicht für die Normalverbrauchen.
Apr 22, 2008
1 EUR =
1.5974 USD

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haresu 28.07.2017, 09:01
61. Seit Jahren halten wir den Euro im Keller

Vorgeblich damit die wirtschaftlich schwachen Südländer wieder auf die Beine kommen können. So richtig profiert hat aber natürlich die deutsche Exportindustrie. Finanziert haben das die Bürger Europas unter anderem mit schwindendem Sparvermögen und schwächelnden öffentlichen Haushalten. Eigentlich könnte man auch ehrlich sein und so langsam mal mit einem gesamteuropäischen Haushalt anfangen. Das wäre transparenter und demokratischer. Auch in den USA werden die Bürger die Zeche bezahlen müssen, indem ihre Löhne und ihr Vermögen immer weniger wert sein werden, indem die Staatsverschuldung wächst, indem man ihnen ihr Land und ihre Firmen für nen Appel und nen Ei unterm Hintern wegkauft. Bei Trump kommt noch verschärfend hinzu, dass er öffentliche Gelder lieber für Rüstung, Mauerbau und Steuergeschenke ausgibt als für so etwas Entsetztliches wie eine staatliche Krankenversicherung. Aber eigentlich ist sich das Muster auf beiden Seiten des Atlantik doch ziemlich ähnlich.

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dirk.resuehr 28.07.2017, 09:49
62. Hypothese

das stimmt nun ganz und gar nicht, blanke volkswirtschaftliche Theorie, daß Exporte sinken, wenn der Wechselkurs steigt. Klingt plausibel, ist´s aber in der Realität nicht!
Nehmen wir z.B. 2008 mit Spitzenwert des Euro=1,6 Dollar!
Gleichzeitig Rekord im Export! Der jedoch sank im Folgejahr, als der Dollar deutlich teurer war. Ebenso die letzten Jahre. Steigender Euro und Rekord auf Rekord im Export. Es wird eben nicht soviel in die USA exportiert.Weder gründlich recherchiert, noch analysiert!

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discprojekt 28.07.2017, 10:04
63. Also,

Sanktionen gegen Russland, Iran? Europa (D) und die USA sollten den Bogen nicht überspannen. Wenn Russland, China und andere ihre Dollar Reserven verkaufen, sieht es schlecht für die USA aus. Europa ist eigentlich nicht von den USA abhängig. Naja, bestimmte Software vielleicht... ☺

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Ichbines2 28.07.2017, 10:06
64. Gegen Währungsrisiken

haben sich bisher immer die Unternehmen abgesichert, genauso gegen einen steigenden Ölpreis!
"Hedgen" nennt man das......
Der Dax fällt demnach aus völlig anderen Gründen! Vielleicht wegen der Autos, vielleicht wegen des Sommerlochs, vielleicht auch aus Gründen, die wir (noch) nicht ahnen. Es geht nun ja schon eine ganze Zeit so.

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chrismuc2011 28.07.2017, 11:26
65.

Das ist bestimmt eine gerissene hinterhältige Strategie von Donald. Er macht absichtlich in den USA Chaos, die Europäische Wirtschaft wird geschädigt, der deutsche Export wird stark beeinträchtigt und die US Wirtschaft kann endlich Ihre Waren wieder auf dem Markt verkaufen, weil zwar mäßige Qualität, aber zu niedrigem Preis.
Geschickt, der Donald. Eben ein echter Stratege und Macher. Businessman durch und durch.

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spmc-12355639674612 28.07.2017, 18:03
66. Fallende Nettolöhne?

Zitat von Tom H.
Soso, der Dollar "fällt und fällt". Ich wünschte mir bei SPON auch mal eine entsprechend alarmierende Meldung über fallende Nettolöhne und Renten. Denn die fallen tatsächlich dramatisch. Der Dollar ist jetzt immer noch 30 Prozent höher als vor zehn Jahren. Das können Nettolöhne und Renten nicht von sich behaupten.
Trifft bei mir komischerweise nicht zu. Mein Nettolohn steigt schon seit Jahren. Möglicherweise bin ich da aber eine Ausnahme.
Den Arbeitnehmern steht es frei, sich zu organisieren und höhere Löhne zu fordern. Der Zeitpunkt wäre sogar ziemlich günstig: niedrige Arbeitslosigkeit, die Wirtschaft brummt etc.. Wenn man dann aber gleich über diejenigen schimpft, die so etwas wirklich durchziehen (ich erinnere mich da noch an Streiks im ÖPNV und die medienwirksame negative Resonanz der Bevölkerung), braucht man sich nicht zu wundern. Gewerkschaften hat man jedenfalls genau zu solchen Zwecken gegründet.

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mhuz 28.07.2017, 18:27
67. Sag einer Trump erreicht keine Ziele

Da hat doch Trump ein Ziel mal erreicht.

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spmc-12355639674612 28.07.2017, 18:51
68. Ich selbst

Zitat von haresu
Vorgeblich damit die wirtschaftlich schwachen Südländer wieder auf die Beine kommen können. So richtig profiert hat aber natürlich die deutsche Exportindustrie. Finanziert haben das die Bürger Europas unter anderem mit schwindendem Sparvermögen und schwächelnden öffentlichen Haushalten. Eigentlich könnte man auch ehrlich sein und so langsam mal mit einem gesamteuropäischen Haushalt anfangen. Das wäre transparenter und demokratischer. Auch in den USA werden die Bürger die Zeche bezahlen müssen, indem ihre Löhne und ihr Vermögen immer weniger wert sein werden, indem die Staatsverschuldung wächst, indem man ihnen ihr Land und ihre Firmen für nen Appel und nen Ei unterm Hintern wegkauft. Bei Trump kommt noch verschärfend hinzu, dass er öffentliche Gelder lieber für Rüstung, Mauerbau und Steuergeschenke ausgibt als für so etwas Entsetztliches wie eine staatliche Krankenversicherung. Aber eigentlich ist sich das Muster auf beiden Seiten des Atlantik doch ziemlich ähnlich.
habe von den Nullzinsen (und den damit verbundenen niedrigen Kreditzinsen) extrem profitiert. Dumm gelaufen ist es hauptsächlich für solche "Bürger Europas", die ihr Geld auf dem Sparbuch gelassen haben, wohl wissend, dass es dort keine Früchte tragen würde. Da würde ich dann mal sagen: selber schuld! Wenn Sie jetzt, das Vermögen verliere an Wert, "indem man ihnen ihr Land und ihre Firmen für nen Appel und nen Ei unterm Hintern wegkauft", kann ich nur erwidern: Irrtum, denn diese Leute besitzen das Land ja gar nicht und die Firmen sind auch nicht ihre. Wehren kann man sich, wenigstens ein bisschen, indem man als "Bürger Europas" versucht, sich an den Produktionsmitteln bzw. den Konzernen zu beteiligen, indem man Aktien erwirbt. Dazu benötigt man natürlich ein wenig freies Geld, d. h. man muss versuchen, seine Einnahmen so zu maximieren oder die Ausgaben zu minimieren, dass man dieses freie Kapital zur Verfügung hat. Aber in dieser Richtung fehlt uns in Europa wohl ein gewisses kollektives Bewusstsein.

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spmc-12355639674612 28.07.2017, 18:57
69. Die Märkte

Zitat von fred-vom-saturn
Die Märkte finden,die Märkte meinen. Was für ein Quatsch. Die Märkte sind gar nichts. Es ist vollkommen irrelevant was die denken. Die haben mit der echten Wirtschaft nichts aber auch gar nichts zu tun. Das sind Zockerbuden. Aus Geld Geld machen das Geld macht das Geld macht. Was sollen solche Artikel.
können u. U. auch dafür sorgen, dass Sie arbeitslos werden oder Insolvenz anmelden müssen. Daher wäre ich doch sehr vorsichtig, den Märkten Irrelevanz zuzusprechen. Man kann froh sein, wenn man den direkten Einfluss der Märkte nicht mit voller Wucht zu spüren bekommt.

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