Forum: Wirtschaft
Trumps Etat-Plan: Weniger für die Armen, mehr fürs Militär
AP

Donald Trumps Haushaltsentwurf sieht eine radikale Umverteilung vor. Bei der Krankenversicherung soll gespart werden, für Rüstung sind zusätzliche Milliarden vorgesehen. Bemerkenswert ist der Kostenplan für die Mauer nach Mexiko.

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andreass61 23.05.2017, 08:47
1. Usa

die USA praktizieren die wohl rücksichtsloseste Form des Kapitalismus, auf der einen Seite leben dort die meisten Milliardäre und andererseits beziehen über 40 Millionen Amerikaner ihre Lebensmittel über essensmarken. Wenn ich dann noch Berichte über amerikanische Gefängnisse sehe, dann weiß ich, das die USA die letzten moralischen Bedenken, der Profitgier zur liebe über Bord geworfen haben.
Noch nicht erwähnt der Zerfall der landesweiten Infrastruktur.

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schweizerbesserwisser 23.05.2017, 08:58
2. Das Problem

Das Problem liegt nicht so sehr darin, das sich der Bundesstaat aus der Armenfürsorge zurückzieht. Dies, könnte man argumentieren, wäre eher Sache der Bundesstaaten und es wurde, speziell in diesem Bereich, aus politischer Bequemlichkeit von beiden Seiten viel über die Bande gespielt. Das rächt sich jetzt.

Das Problem scheint eher darin zu liegen, das die Bundesstaaten nicht auf diesen Transfer (ohne Gegenleistung) von Aufgaben vorbereitet sind. Und da wegen der tiefen US-Steuerquote viele Budgets nicht nachhaltig finanziert sind, wird es wegen des Verbotes von Defiziten auf Bundesstaatenebene vmtl. zu einem "Rattenrennen" von Kürzungen im Sozialbereich (und geplanten Investitionsvorhaben) kommen. Nicht gut, die ganze Angelegenheit, aber auch eine Chance die Prioritäten neu zu ordnen. Mal schauen ..

Gruss aus Zürich

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ackergold 23.05.2017, 09:07
3. Grundgesetzlich garantierte freie Meinungsäußerung zum Thema:

Ich höre Trumps Stimme sehr wohl: Essen und Arbeiten verknüpfen.

Die Rückkehr zur "Wer-nicht-arbeitet-soll-auch-nicht-essen"-Politik, darf man wohl ohne Zweifel als Rückfall in die Barbarei bewerten. Vermutlich wird man diesen Leuten demnächst auch noch das Wahlrecht streitig machen.
Ich möchte nur an folgendes Zitat erinnern:
"Wer nicht arbeitet, soll nicht essen. Und wer nicht um sein Leben kämpft, soll nicht auf dieser Erde leben. Nur dem Starken, dem Fleißigen und dem Mutigen gebührt ein Sitz hienieden." ... wer hat das gesagt?....
Richtig!....
Es war Adolf Hitler in einer Rede 1925.

Ich halte es für schändlich, das Streben nach Reichtung, ja die blanke Gier einzelner über die Grundbedürfnisse der Ärmsten zu stellen.

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ackergold 23.05.2017, 09:09
4.

Zitat von andreass61
die USA praktizieren die wohl rücksichtsloseste Form des Kapitalismus, auf der einen Seite leben dort die meisten Milliardäre und andererseits beziehen über 40 Millionen Amerikaner ihre Lebensmittel über essensmarken.
Aber nicht mehr lange. Die Essensmarken sollen laut Trump ja gestrichen werden und die Leute stattdessen fürs Essen arbeiten. Wo, das sagt er nicht. Vermutlich als Sklaven wie damals in den Kohlegruben und auf den Baumwollfeldern im Süden.

Es ist die Diktatur des hemmungslosen Erzkapitalismus.

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sagitta 23.05.2017, 09:12
5. Der gesellschaftliche Zerfall geht weiter

Das SChrumpfen der Mittelklasse und die Verarmung weiter Kreise der Bevölkerung wird sehr deutlich in dieser Grafik: http://www.visualcapitalist.com/animation-collapse-middle-class-20-major-u-s-cities/
Das präsentierte Budget würde diese Entwicklung weiterführen.

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derjonny 23.05.2017, 09:12
6. Griechenlandmedizin nun auch für die USA

Trump schlägt also Kürzungen in Höhe von knapp einer Billion Dollar im Sozialhaushalt vor? Gleichzeitig plant er mit einen Wirtschaftswachstum von 3%? Nun über die Essensmarken und die angeblich arbeitsfaulen Sozialschmarotzer kann man sicherlich trefflich streiten, unterliegen ja auch hierzulande viele Menschen genau diesem undifferenzierten Vorurteil.

Aber alleine schon die 800 Milliarden weniger für Gesundheit ist der absolute Hammer. Wenn er das durchbekommt wird das Ergebnis genauso aussehen wie in Griechenland und die US Wirtschaft für Jahre in die Rezession stürzen. Volkswirtschaftliche Wirkungsmechanismen lassen sich nun einmal nicht per Gesetz oder Dekret außer Kraft setzen.

Die Leute werden die medizinischen Leistungen ja trotzdem benötigen, diese dann aus privaten Mitteln begleichen müssen oder sterben. Beides wird den sonstigen Konsum in den USA um eine vergleichbare Summe einbrechen lassen und damit den Binnenmarkt vor die Wand fahren.

Selbstverständlich mit direkten Auswirkungen auch auf den internationalen Handel. So kann man das Außenhandelsdefizit gegenüber Deutschland natürlich auch reduzieren. Meine Damen und Herren, für die weltweite Wirtschaftslage ist das eine weitere Gewitterwolke mehr am Horizont. Aber hey, so dumm können die Amis doch gar nicht sein ohne große Not mit griechischen Sparpaketen ihre eigene Volkswirtschaft zu schrotten, oder?

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doc_snyeder 23.05.2017, 09:12
7. Wenn alle Armen bekämen, was sie gerne hätten -

wären nicht nur die USA, sondern alle Staaten der Welt binnen eines Monats pleite. Aber die Mitarbeiter des SPIEGELs begreifen das nicht und möchten immer mehr der Mittel, die nicht sie erwirtschaften, an die Armen verteilen.

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nic 23.05.2017, 09:17
8.

Zitat von andreass61
die USA praktizieren die wohl rücksichtsloseste Form des Kapitalismus, auf der einen Seite leben dort die meisten Milliardäre und andererseits beziehen über 40 Millionen Amerikaner ihre Lebensmittel über essensmarken. Wenn ich dann noch Berichte über amerikanische Gefängnisse sehe, dann weiß ich, das die USA die letzten moralischen Bedenken, der Profitgier zur liebe über Bord geworfen haben. Noch nicht erwähnt der Zerfall der landesweiten Infrastruktur.
Und Deutschland hat eine steigende Kinderarmut und eine steigende Anzahl an Millionären. Die Schere öffnet sich jedes Jahr weiter. Und warum hat Obama nicht dafür gesorgt, dass es gerechter in den USA zugeht. Die 40 Millionen Amerikaner beziehen ja nicht erst seit Trump ihre Essensmarken.

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Harald Schmitt 23.05.2017, 09:19
9. Millitär im Inneren

Irgendwie müssen die ja dann mit den Millitärs im Inneren die Armen Menschen von den Villen der Reichen abhalten.
Die müssen dann so lange keine MAuer steht auch die Bösen Mexikaner, Muslime(die ohne Geldkoffer) und Kannadier von der Einreise abhalten.
Fürs Millitär brauch man auch keine intelligenten Leute also viele neue Arbeitsplätze für Trumps Redneck Anhänger, dann können sie endlich legal auf alles schiessen und werden noch dafür bezahlt.

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