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Trumps Etat-Plan: Weniger für die Armen, mehr fürs Militär
AP

Donald Trumps Haushaltsentwurf sieht eine radikale Umverteilung vor. Bei der Krankenversicherung soll gespart werden, für Rüstung sind zusätzliche Milliarden vorgesehen. Bemerkenswert ist der Kostenplan für die Mauer nach Mexiko.

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ackergold 23.05.2017, 11:47
30.

Zitat von doc_snyeder
wären nicht nur die USA, sondern alle Staaten der Welt binnen eines Monats pleite. Aber die Mitarbeiter des SPIEGELs begreifen das nicht und möchten immer mehr der Mittel, die nicht sie erwirtschaften, an die Armen verteilen.
Es geht nicht darum, dass alle bekommen, was sie gerne hätten, eine solche Verdrehung halte ich für zynisch. Es geht darum, den Ärmsten der Armen nicht das Lebensnotwendigste zu verweigern und dadurch wird kein Staat pleite gehen, schon gar nicht einer, der Milliardäre immer reicher macht. Die Behauptung, die Milliardäre wären deshalb so reich, weil sie viel mehr arbeiteten, als die Armen, ist genauso zynisch und grotesk solange die von diesen Milliardären finanzierte Politik ihren einzigen Zweck darin sieht, diese Klasse weiter zu bereichern.
Deshalb meine Frage: Wozu schwört dieser Präsident dann auf nicht eine, sondern gar zwei Bibeln - also Bücher, die er weder verstanden, noch gar gelesen haben kann? Das kann man dann auch sein lassen, wenn man das Christentum gar nicht als Maßstab seines politischen Handelns ansieht, sondern es nur dahinheuchelt. Genau das sollte ihm übrigens heute der Papst mitteilen!

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HerrPeterlein 23.05.2017, 11:48
31. Kopfschütteln

Da soll den ärmsten der Armen noch die letzte armselige Krankenversicherung und die letzten Essensmarken genommen werden, damit irgendwo anders ein paar unnütze/überteuerte Rüstungsprojekte starten.

Damit wird endgültig dafür gesorgt, dass mindestens 40 Mio. Amerikaner um das tägliche Überleben kämpfen müssen. Obama konnte das Problem der Armut, schlechter Krankenversicherung nicht beenden, sondern nur minimieren, also ist es okay das Trump jetzt ca. 15% komplett verhungern lassen will. So lesen sich hier einige Meinungen.
Einfach nur Wahnsinn so etwas überhaupt zu überlegen.

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AndyH 23.05.2017, 11:53
32.

Zitat von ackergold
Ich höre Trumps Stimme sehr wohl: Essen und Arbeiten verknüpfen. Die Rückkehr zur "Wer-nicht-arbeitet-soll-auch-nicht-essen"-Politik, darf man wohl ohne Zweifel als Rückfall in die Barbarei bewerten.
Der Slogan Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen stammt aus der Bibel. 2. Brief des Paulus an die Thessalonicher. Sie hören nicht Trump sondern Martin Luther. Der zitierte es gerne und darauf baut die gesamte Reformations-Ideologie.
Sie hören vielleicht auch August Bebel[, dem Gründer der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei (SDAP): "Der Sozialismus stimmt mit der Bibel darin überein, wenn diese sagt: Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen." (1883)
Auch Stalin zitierte es gerne. Das hört man aber nur ungern.
(Und ja, auch Adolf und 1000 andere)
-
Heute sagt man dazu: Fördern und Fordern, Hartz-4. Ist politisch korrekter.
Manche sagen auch dazu "Barbarei". Herr Schulz will es "verbessern".
Trump und Ex-Kanzler Schröder unterscheiden sich wohl nur marginal in diesen Themen.

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roughneckgermany 23.05.2017, 11:56
33.

Das könnte zum Teil der Haushaltetat der FDP sein: Wer arm ist, ist selber schuld.

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Charlie Hebdo 23.05.2017, 11:57
34. waren Sie schon einmal in einem Dritte-Welt-Land?

Zitat von andreass61
die USA praktizieren die wohl rücksichtsloseste Form des Kapitalismus, ...
dort sieht es ganz schlimm aus. Und zur kapitalistischen Ausbeuterei kommt dort noch die Menschenrechtsverletzungen hinzu.
Wir, die wir in den westlichen kapitalistischen Ländern leben, sollten mit diesem Wissen wirklich darüber nachdenken, wie dort Menschen leben müssen und etwas dagegen tun. Uns in den westlichen Industriestaaten geht es verdammt gut. Einschließlich USA.

Übrigens, weil Ihre Kommentar so wie USA-Bashing aussieht: In Russland ist es auch schlimmer als in den USA. Glauben Sie nicht, dann fahren sie mal in die Provinz bzgl. Infrastruktur und fragen Sie dort einmal eine Frau, die nach dem Tod Ihres Kriegsveteranenehemannes fast keine Rente mehr bekommt.

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wernerz 23.05.2017, 12:00
35. Spiegel-Leute begreifen es sehr wohl!

Zitat von doc_snyeder
wären nicht nur die USA, sondern alle Staaten der Welt binnen eines Monats pleite. Aber die Mitarbeiter des SPIEGELs begreifen das nicht und möchten immer mehr der Mittel, die nicht sie erwirtschaften, an die Armen verteilen.
Leider ist zu vermuten, dass Sie den Inhalt des Beitrages nicht verstanden haben bzw. verstehen wollen. Es ist doch ein himmelweiter Unterschied, ob, wie Sie unterstellen, alle Armen im mer mehr für sich beanspruchen würden, oder ob ihnen der Kapitalismus bewusst ihre Lebensgrundlage entziehen will.

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Harrue 23.05.2017, 12:04
36. Also 80 Mrd. Dollar im Jahr.

"Bei der staatlichen Krankenversicherung Medicaid sollen mehr als 800 Milliarden Dollar gespart werden."
"Bei der staatlichen Krankenversicherung Medicaid sollen mehr als 800 Milliarden Dollar gespart werden."

Wikipedia: "die Kosten der Bundesregierung betrugen (jährlich) 77,4 Milliarden US-Dollar".

Das soll mir mal der Spiegel erläutern, wie es möglich sein soll, bei 774 Mrd. Dollar Kosten in 10 Jahren 800 Mrd. Dollar zu sparen. Wollen Sie ihre rechenunkundigen PISA-Leser (Bento) verscheissern?

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AndyH 23.05.2017, 12:07
37.

Zitat von HerrPeterlein
Da soll den ärmsten der Armen noch die letzte armselige Krankenversicherung und die letzten Essensmarken genommen werden, damit irgendwo anders ein paar unnütze/überteuerte Rüstungsprojekte starten. Damit wird endgültig dafür gesorgt, dass mindestens 40 Mio. Amerikaner um das tägliche Überleben kämpfen müssen. Obama konnte das Problem der Armut, schlechter Krankenversicherung nicht beenden, sondern nur minimieren, also ist es okay das Trump jetzt ca. 15% komplett verhungern lassen will. So lesen sich hier einige Meinungen. Einfach nur Wahnsinn so etwas überhaupt zu überlegen.
Soso. Dann ist die Bundesrepublik am bösesten. Der Bund gibt defacto Null für die ärmsten aus. Wussten Sie das?


Nun gibt es einige US-Bundesländer die keine oder kaum nennenswerte lokale Steuern erheben. Der Bund soll alles zahlen.
Nevada, Ohio, South Dakota, Washington, Texas, Wyoming erheben überhaupt keine Körperschaftssteuer. Etliche wie Delaware erheben auch kein Umsatzsteuer. Wobei der Steuerchaos in den USA sowieso komplett ist. Wenn Trump dafür sorgt, dass es neu überdacht wird, ist schon voll in Ordnung.

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Freund_Fettsack 23.05.2017, 12:10
38. Das ist ja mal interessant, nicht wahr?

Abgesehen von vielen Punkten in dem Programm, die m.E. mal mehr, mal weniger zurecht kritisert werden, müssten sich die lautesten Trump-Kritiker eigentlich verwundert die Augen reiben: Huch, jetzt wird der Mann also doch konkret, Donnerwetter! Hätt man das gedacht? Vor allem, weil Trump ja zuvor als jemand hingestellt worden war, der Entscheidungen eigentlich nur "aus dem Bauch" (gemeint ist: ohne Nachdenken) trifft und niemals konkret wird. Wie man sich doch täuschen kann! Ich stelle hier mal ein paar "was-wäre-wenn-Fragen": Was wäre, wenn Trumps oft angeprangerte Unberechenbarkeit (oder: Veränderungsbereitschaft) auf einer Flexibilität basiert, die wir mit unserer oft kleingeistigen und voreingenommenen Haltung gar nicht nachvollziehen können? Was wäre, wenn Intelligente Entscheidungen darin bestehen, zuerst die Situation anzuschauen (anschauen = wahrnehmen ohne zu urteilen), zu analysieren, indem man so viele Informationen darüber wie möglich sammelt, nichts ausblendet, bis sich eine Art "Intuition", eine Art von Gefühl bezüglich einer bestimmten Thematik einstellt, und dann auf Basis der Vorliegenden Informationen, der Analyse UND der Intuition eine Entscheidung trifft. Was wäre, wenn Trump genau dies tut, im Bereich des Möglichen? Eine Lektüre des Buches "The Art of the Deal" lässt entsprechende Hinweise erkennen... Dann läge es an uns und unserem Informationsmangel, auf Basis dessen wir fortwährend kleingeistig (vorver-)urteilen und damit meist nicht anders als falsch liegen können. Was wäre, wenn?

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skr72 23.05.2017, 12:26
39. Versteh ich nicht

Warum soll Trump ein schlechter Präsident sein? Nur weil er den Armen auch noch ihre letzte Hilfe verweigert und sie im Dreck verhungern lässt und gleichzeitig das Geld lieber den Reichen und Militärs in den Hintern steckt? Wird das nicht ein wenig überbewertet? Ich meine, selbst wenn Trump im Wahlkampf genau das Gegenteil versprochen hat, was soll das?

Liebe Mainstream-Medien, schön langsam langweilt euer ewige Trump-Bashing? Ist es wirklich so wichtig, ob Trump mit Hilfe Putin gewonnen hat oder das (dämliche) Volk darüber entscheidet wer Präsident wird? Ich denke da gibt es wichtigere Themen: Wann begreift ihr endlich, dass das Volk nicht nach Freiheit dürstet, sondern nach Gerechtigkeit, Frieden und Glück, genauso wie die glücklichen Bürger von Russland, der Türkei oder Nordkorea.

Wie sollte ein Volk jemals glücklich werden, wenn man ständig nur negative Sachen über den geliebten, allwissenden Führer berichtet wird? Ihr begreift das einfach nicht...

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