Forum: Wirtschaft
Trumps Handelskriege: Verbrannte Erde
DPA

Donald Trump hält sich für unbesiegbar. Die Liste seiner Handelskonflikte wird immer länger. Unklar ist oft, was der US-Präsident damit erreichen will.

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juba39 13.08.2018, 08:11
10. Warum er das macht?

"Trump hat sich die Handelspolitik der mächtigsten Wirtschaftsmacht der Welt zum globalen Herrschaftsinstrument erkoren: Wer nicht spurt, wird mit Zöllen kujoniert oder Sanktionen bestraft."
Schon Obama hat darauf eine Antwort gegeben:
Weil wir es können.
Es ist also keine neue Politik. Die wird einfach nur durch Trumps plumpes Naturell nur deutlicher.
Und solange die USA " es können", und niemand sich dem entgegenstellt, obwohl man es "könnte", wird sich da auch nicht ändern. Besorgnis und Bittgänge a la Altmeier helfen da wenig. Schon einmal, AUCH im Spiegel, darüber nachgedacht, warum die USA seit über 100 Jahren mit allen Mitteln ein Bündnis zwischen Deutschland und Russland bekämpfen? Jetzt muß man das ja präzisieren. EU(Deutschland)-Russland-China.
Einfach bei George Friedman nachlesen.
So lange aber selbst in unserer Regierung eingefleischte Transantlantiker sitzen...

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omanolika 13.08.2018, 08:12
11. Sie werden es schaffen!

Schon seit Donald Trumps Wahl,
ist das Gegeneinander ja global,
die Fronten werden noch härter,
und man wetzt ja die Schwerter,
denn dank diesem großen Affen,
braucht man wieder massig (ökonomische) Waffen....

Präsident Trump, ich glaube an Sie,
Sie werden es mit Ihrer "Strategie",
und dem Stil, mit den Sie regieren,
schaffen die USA komplett zu isolieren!

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dasfred 13.08.2018, 08:13
12. Wirtschaftspolitik aus dem Handbuch für Dummies

Den Handelspartner erst auflaufen lassen und dann warten, bis er angekrochen kommt, können Automobil Konzerne mit Zulieferern versuchen, aber selbst die lassen sich nicht mehr alles gefallen. Hoffentlich sehen Trumpfans weltweit aufmerksam zu, wenn ihr Liebling den Karren vor die Wand fährt. Irgendwann müssen ja auch die lernen, dass man mit Me first niemals der Erste wird.

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Atheist_Crusader 13.08.2018, 08:14
13.

Zitat von wuxu
Trump ist im Gegensatz zu unseren Politikern ein Macher. Er packt die Dinge an und versucht Lösungen herbeizuführen. Uns bleibt nur Merkel mit ihrer uns schädigenden Politik.
Ja, klar ist das ein Macher. Ein Kaputt-Macher.

Einfach etwas zu tun ist an sich auch nicht lobenswert. Da muss man schon überlegt und planvoll handeln. Blinder Aktionismus tendiert dazu, die DInge nur noch schlimmer zu machen.

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stadtmusikant123 13.08.2018, 08:16
14. Amerika First

Bei einem US Handelsbilanzdefizit von 800 - 900 Mrd. Jährlich ist die Frage nach dem Ziel wohl rein rhetorisch zu verstehen.

Nimmt man die US-Steuerreform mit dem genialen Grenzausgleich hinzu, ist die Richtung klar. Bevorzugung der inländischen Produktion und Beschäftigung.

Das das nicht innerhalb von ein paar Monaten zum Ziel führt , dürfte sicher unstrittig sein.

Dazu benutzt die US-Administration die Strafzölle a) zum Erreichen handelspolitischer Ziele (Zollabbau EU, unfaire Handelspraktiken China, Neuverhandlung Nafta) und b) zur Durchsetzung respektive Abstrafung politischer Handlungen (Russland-Krim, Iran-Raketenprogramm & Terror, Türkei - ungerechtfertigte Inhaftierungen usw ).

Das alle Aktionen der Strafzölle auch dem Generalziel der Stärkung der US-Inlandsproduktion dienen ,ist ein durchaus nützlicher Effekt - aus US Sicht.

"Amerika First" ist offensichtlich immer noch das erklärte Ziel!

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muellerthomas 13.08.2018, 08:17
15.

Zitat von rexromanus
Haben uns ja ein schönes Bild von einem alten Greis gezeichnet, der morgens aufwacht und - ohne sich an gestern erinnern zu können - aus dem Bauch heraus irgendwelche verrückten Entscheidungen trifft. Manchmal werde ich das Gefühl aber nicht los, dass er zumindest bei wirtschaftlichen Dingen ganz genau weiß, was er will. Sehr gut kann ich mich noch daran erinnern, als im Zuge der westlichen Sanktionen täglich der Untergang Russlands in den Zeitungen beschworen wurde. Das ist mittlerweile schon 2 Jahre her, und soweit ich weiß, gibt es Russland immer noch.
Niemand hat den Untergang beschworen, die allermeisten haben aber wirtschaftliche Schwierigkeiten prognostiziert - und die sind ja auch eingetreten.

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fabi.c 13.08.2018, 08:18
16. Herr Trump ....

Herr Trump will eine neue Weltordnung.
Amerika als Leitwolf.
Amerika als Leitwolf mit dem Handelskrieg gegen aller Nationen wird ein Rohrkrepierer und dann sind die Wölfe einsam.
Herr Trump muss aufpassen,denn es gibt auch einen :Day after: und dann bin ich gespannt wie der nächste Präsident die Scherben wieder kitten will was vorgefunden wurde.
Europa macht es richtig,Wege aufzeigen wohin die Reise geht,wenn Herr Trump so weiter macht.
Länder der Welt müssen sich der Amerikaner stellen,dann ist Herr Trump bald Geschichte.

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muellerthomas 13.08.2018, 08:18
17.

Zitat von wuxu
Trump ist im Gegensatz zu unseren Politikern ein Macher. Er packt die Dinge an und versucht Lösungen herbeizuführen. Uns bleibt nur Merkel mit ihrer uns schädigenden Politik.
Ist das Ironie? Trump richtet ein Desaster nach dem nächsten an und ist dabei völlig erfolglos: Weniger neue Jobs unter ihm als die vier Jahre vor ihm und dafür das Defizit mal eben verdoppelt..

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Atheist_Crusader 13.08.2018, 08:18
18.

Zitat von quark2@mailinator.com
Zum Anderen sehe ich das als "Teile und Herrsche" nach dem Prinzip "Wer als erstes seine Freunde verrät, bleibt ungeschoren". Auf diese Weise säht man Mißtrauen unter den anderen und verhindert, daß sie sich einigen. Wobei ich mir vorstellen könnte, daß das auch schiefgehen kann und er es schafft, Länder zu einigen, die das sonst nicht getan hätten. Aus meiner Sicht ist das eigentliche Ziel China, aber er versteckt es im Rauschen.
Hätte er gegen China vorgehen wollen, dann hätte er das viel einfacher hingekriegt. Erst mit allen Verbündeten und anderen wichtigen Partner neu verhandeln. Ein paar Zugeständnisse machen, ein paar Zugeständnisse bekommen. Die dann alle schön nochmal auf den freien Handel einschwören. Und dann gemeinsam gegen China vorgehen.

Wollte er aber nicht. Weil es ihm nicht darum geht wirklich etwas zu bewirken sondern zu beweisen, dass er die dicksten Eier hat. Dass er sich allein mit der ganzen Welt anlegen kann und die Welt dann kuscht.

Es geht Trump darum zu gewinnen. Also, dass er persönlich sich wie ein Gewinner fühlt. Ob sein Land dabei gewinnt ist ihm völlig gleichgültig. Solange die glauben zu gewinnen und ihn dafür loben, reicht ihm das völlig aus.

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muellerthomas 13.08.2018, 08:19
19.

Zitat von hsc71@gmx.de
Die Wirtschafts- und Wachstumszahlen aus den USA sprechen eine andere Sprache. Dort boomt es und genau das hat er versprochen - Amerika first.
Es läuft dort schlechter als vorher:

Jobaufbau unter Trump 189 Tsd. pro Monat
Jobaufbau zweite Amtszeit Obama: 217 Tsd. pro Monat

Dafür war das Defizit im ersten Halbjahr 2018 doppelt (!) so hoch wie im ersten Halbjahr 2016.

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