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Trumps Kritik: Wo Deutschland und China wirklich zu protektionistisch sind
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US-Präsident Trump wettert im Handelsstreit gegen Deutschland und China. Sein Ton ist dabei zwar aggressiv und seine Argumente sind teilweise falsch. Doch seine Vorwürfe haben einen wahren Kern.

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jhea 15.03.2018, 16:21
1. und wo genau...

ist Deutschland jetzt zu protektionistisch?
Ich habe da keine konkreten Beispiele gefunden sondern nur herumgeschwurbel.

Dienstleistungen steht da irgendwo drin, und Steuervorteile für große unternehmen... ja hui - hat die nicht jedes Land?
Ich meine mich erinnern zu können dass in Delaware - das ja bekanntlich irgendwo bei Bottrop liegt - in einem Haus ca 5000 Unternehmen ihre Firmenzentrale haben... ach nein warte - das war in den USA.

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f-rust 15.03.2018, 16:26
2. endlich sachliche Bestandsaufnahme!

Aber ob Berlin zu so viel Einsicht fähig ist?

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Lexington67 15.03.2018, 16:26
3. Hauptsache "Exportweltmeister"...

Solange dieser Aussenhandelsüberschuss mit "Exportweltmeister" umschrieben wird und damit extrem positiv besetzt ist und überhöht wird bleibt das auch so.
Man muss nur, auch und gerade von Seiten der Presse, die Kunde verbreiten das das mitnichten etwas positives ist, sondern nur ein paar Bonzen und Konzerne davon profitieren, vielleicht statt Exportweltmeister ein negativ besetztes Wort wie "Aussenhandelsparasit" benutzen, dann wird sich daran vielleicht was ändern...
Aber so wie es jetzt ist? jeder will doch "Meister" sein...

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derhey 15.03.2018, 16:30
4. Schön

also mehr Kapital rein nach Deutsdchland, damit dort mehr investiert werden kann, Steuersenkungen, Bürokratieabbau usw um mehr zu produzieren. So das Fazit? Aha, dann kann auch mehr exportiert werden mit der Folge noch mehr Handelsbilanzüberschüsse?? Wie wärs mal mit wertschätzender Entlohnung der Mitarbeiter? Die können sich dann mehr leisten und verbrauchen dann im Inland einen Teil der Exportquote, vielleicht braucht man dann auch mehr Importe.
Wie wär´s mal mit diesem Ansatz??
Der Mitarbeiter würde sich dann vielleicht einen 3-BMW kaufen statt einem Einser, vielleicht auch mal eine neue Küche anschaffen oder etwas für die Rente zurücklegen.
Nein, geht nicht, darunter leidet dann ja die Wettbewerbsfähigkeit und unser Exportüberschuß könnte geringer ausfallen.

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vox veritas 15.03.2018, 16:36
5.

"...... sondern die Regulierung zahlreicher Dienstleistungssektoren und unzählige andere Hindernisse: eine ineffiziente Bürokratie, Unsicherheit bei der Energiewende, lange Genehmigungsverfahren, ein zunehmender Fachkräftemangel, hohe Hürden für die Finanzierung von Start-ups und eine schlechte Verkehrs- und digitale Infrastruktur." Die deutsche Regierung erschwert also ihrer Bevölkerung das Leben - denn diese 'leidet' unter den gleichen Bedingungen -, um die eigene Wirtschaft protektionistisch zu schützen? Aha .... der Autor ist 'Experte' für gleich welchen Themenbereich?

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matthias.ma 15.03.2018, 16:41
6. Was ist denn das

... für ein Geschenk? Wenn mehr Unternehmen in Deutschland investieren führt das zu mehr Importen? Das führt erstmal zu mehr Exporten. Wenn amerikanische Firmen hier investieren und dann in die USA liefern, dann erhöhen sich nur kurz die Importe (um die Firma aufzubauen), Ziel ist aber natürlich Geld zu verdienen. Bei hoher internationalet Wettbewerbsfähigkeit bedeutet das mehr Exporte.
Das Problem ist doch eigentlich, dass wir unsere Waren praktisch verschenken. Wir bekommen grundsätzlich wertloses Held, dass wir nicht wieder gegen echte Waren (sprich echten Wohlstand) eintauschen (durch Import). Die USA bekommen von uns Waren, wir bekommen dafür frisch gedrucktes, an sich wertloses Geld.
Die USA würden ganz schön sparsam schauen, wenn alle Länder der Welt für ihre Dollar aus den USA Waren geliefert haben wollten. Da könnten die Amerikaner vermutlich Jahr lang arbeiten, ohne selbst zu essen. Und die Inflation wäre aufgrund der vielen Dollars im Land (die momentan überall auf der Welt als "sichere Reserve"gehalten wird).
Das Geschäftsmodell der USA mit "du lieferst mir Waren und ich druck für Papier farbig" muss man erstmal Jahrzehnte lang durchhalten, ohne dass einer sagt, dass man da irgendwie beschissen wird.

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trallafitti 15.03.2018, 16:43
7. Leuchtet mir nicht ein

Wenn jemand in Deutschland investiert, wird er seine Produkte verkaufen wollen, und zwar auch ins Ausland. Dort liegen nämlich die wachsenden Märkte. Es werden also zusätzliche Waren erzeugt, welche die gesamte Warenmenge erhöhen. Da nicht alles hier verkauft werden kann, erhöht sich die Exportmasse. Gleichzeitig verringert sich der Import dieser jetzt hier hergestellten Waren. Es müssen zwar u.U. Vorprodukte importiert werden, aber bestenfalls bleibt die Bilanz doch gleich.

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naschauenwirmal73 15.03.2018, 16:51
8. teilweise richtig

...was die Analyse von China angeht sehe ich das ähnlich - aber die Argumentation des Steuer Protektionismus ist quatsch - denn das Argument benachteiligt nur die kleinen Unternehmen, die Herkunft dieser Unternehmen ist egal. Die USA sollten es vielleicht mal mit guten Produkten versuchen - dann kommt man auch zu einem Überschuss.

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meinerlei 15.03.2018, 16:52
9. Einen Wäschekorb Pseudoargumente ..

und ein Körnchen Wahrheit enthält dieser Artikel. Wenn die Produktionsbedingungen in Deutschland noch besser wären, würde hier noch mehr produziert und dann auch noch mehr exportiert! Völlig ignoriert wird, dass viele ausländische Arbeitnehmer jedes Jahr viele Milliarden in ihre Heimatländer überweisen, und mit diesem Geld dann auch ausländische, z.T. deutsche Produkte gekauft werden. Ist völlig ok, sollte aber bei der Berechnung von Überschüssen in Ansatz gebracht werden. Das Körnchen Wahrheit: Der Überschuss ist insgesamt zu hoch. Wenn die Lohnnebenkosten weiter steigen, wird Deutschland in 20 Jahren als Produktionsstandort aber deutlich unattraktiver sein, dann erledigt sich dieses Problem wahrscheinlich leider von selbst.

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