Forum: Wirtschaft
Trumps Steuerreform: Einseitiges Blendwerk
AP

US-Präsident Donald Trump lässt seinen Finanzminister Steven Mnuchin die angeblich "größte Steuerreform der Geschichte" präsentieren. Der Plan passt auf nur eine Seite - wer profitiert, wer hat das Nachsehen, und wer soll das bezahlen?

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Reiner Weint 27.04.2017, 14:29
150. Bevor Sie anderen vorwerfen nicht rechnen zu können....

Zitat von reflektiert_ist_besser
ich vermute mal, sie wollen die Menschen für dumm verkaufen? Sie haben also ca. 40% Einkommenssteuer? Na, Glückwunsch. Dann müssten sie also......
Sie können offenbar nicht rechnen. 40% Steuer bezahlt man ab bereits bei 16k brutto im Monat (Steuerklasse 1). Sie haben wohl Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer vergessen. Dazu kommen noch ca. 7% Sozialabgaben (wenn man gesetzlich versichert ist).

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RenegadeOtis 27.04.2017, 14:31
151.

Zitat von micromiller
Die Steuer in Deutschland ist 190,67 zuzüglich Soli 10,49, das Nettoeinkommen ist nach Abzug der Sozialversicherung ( mit garantierter Altersarmut) € 1.383,34 https://verbraucher.tagesspiegel.de/brutto-netto-rechner/#1449052814/calc/bnr/result
Korrekt. Haben Sie verstanden was ich sagte? Um den gleichen Wert zu erhalten muss ein US-Bürger noch eine Renten- und Krankenversicherung zahlen (von seinem steuerfreien Einkommen), während der deutsche Bürger dies bei dem Einkommen ( mit 190,67 + 10,49 Steuern) bereits vollständig erhält. Der Gegenwert ist ein Anderer, Sie vergleichen Äpfel mit Apfelsaft.

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laracrofti 27.04.2017, 14:39
152. Mag sein, dass Trump & Konsorten

Zitat von Andraax
Ist ja auch wirklich nicht mehr leicht auseinanderzuhalten, wenn man die Regierungen vergleicht, oder?
sich ungelenk anstellen, aber: in den USA bleibt man im Hintergrund um Riesengeschäfte zu machen und wird dafür nicht POTUS. In den Bananenrepubliken muss man Präsident werden um die Riesendinger drehen zu können :-)

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topas 27.04.2017, 14:41
153.

Steuern haben auch etwas mit zu tun, etwas zu steuern. Sie dienen in erster Linie dazu, global die Staatsausgaben zu unterstützen (im Gegensatz zu Abgaben, die zweckgebunden sind). Aber sie sollen halt auch Mittel, um Dinge eben in bestimmte Bahnen zu lenken (wie zum Beispiel Mineralölsteuer, Tabaksteuer...).
Die "linke Socke" Pispers rechnet es seit einiger Zeit in seinem Bühnenprogramm vor: Es wurde in den letzten Jahren so viel Geld durch Geld produziert, dass es locker die Staatsverschuldung ausgleichen könnte. Alleine das, was in Form von Dividenden, Ausschüttungen, Zinsen, Kurssteigungen ... erzeugt wurde, ohne dass auch nur ein Auto mehr gebaut wurde. Während der einfache Angestellte kaum die Möglichkeit hat, irgendwo Geld anzusparen (selbst im sehr kleinen Maßstab), da die Mieten durch Immobilienblasen explodieren, durch Gewinnmaximierungs-Bestrebungen in seiner Firma nur noch Zeitarbeit knapp über Mindestlohn angesagt ist... Kann der Reiche, da er ja nicht mehr wirklich produktiv arbeitet sich damit beschäftigen, wie er sein Vermögen möglichst gewinnbringend und steuervermeidend anlegt. Sprich die Schere zwischen arm und reich geht immer weiter auseinander - und dem muss halt entgegen geSTEUERt werden.
Oder können Sie rational begründen, wieso (alles brutto) ein Vorstandsmitglied bei VW im Jahr ein mehrfaches von dem an Geld kassiert (ich will nicht "verdient" sagen), was die Reinigungskraft, die den Bürotrakt reinigt, in ihrem Arbeitsleben verdienen wird? Wieso es gerecht sein soll, in einem Jahr bei 10 Millionen EUR in einem Immobilien- oder Hedgefond (bei einem Arbeitsaufwand von höchstens 10 Stunden für das Raussuchen des Fonds) genausoviel Geld zu bekommen wie die Pflegekraft mit ihrer 30-Stunden-Woche ohne Schichtzuschläge in ihrem Arbeitsleben verdienen wird (Arbeitsaufwand über 70.000 Stunden)?

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hamburgwolfgang 27.04.2017, 14:43
154. Steuerreform

Hat eigentliche einer von Trumps Steuerreform erwartet, dass er die kleinen Leute, die ihn gewählt haben davon profitieren? So blind kann doch keiner sein. Er hat doch nur seine eigenen( Familienfinanzen) im Sinn.
Das Verweigern der Veröffentlichung seiner Stezuererklärung sagt doch vieles aus. Ich hoffe, das begreifen mittlerweile seine Wähler und die anderen Politiker in den USA, und sägen ihn endlich ab.

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mr.andersson 27.04.2017, 14:44
155.

Zitat von emmy-lin.H
Lesen Sie eigentlich gar keine Zeitungen? [...]Verurteilt sind die schon, sind zwar in Revision, aber da müssen Sie mal aufhören hier so zu tun, als hätten Sie Ahnung von Wirtschaft wenn Sie soetwas nicht mitbekommen und andere Leute unsachlich angehen die augenscheinlich mehr Ahnung von der Materie haben.
Sie reden wirr.
Die Aussage hier war, Apple hätte keine Steuern bezahlt. Das haben ich und Müllerthomas mit öffentlich zugänglichen Daten wiederlegt. Das sie zuwenig Steuern gezahlt haben, dazu habe ich mich überhaupt nicht geäussert.

Jemand hat fälschlich behauptet, dass Apple lediglich 2% Steuern gezahlt hätte, was schlicht falsch ist und von mir wiederlegt wurde. Sie zahlten tatsächlich 25%. Zu noch ausstehenden zusätzlichen Forderungen habe ich mich überhaupt nicht geäussert.

Also lesen sie bitte die Beiträge die Sie kommentieren.

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MTBer 27.04.2017, 14:45
156. Ich habe mir . . .

Zitat von pom_muc
Ehrlich gesagt verstehe ich nicht was Sie meinen. Ich treffe 2 Aussagen. 1. Hohe Steuersätze mit vielen Abschreibungsmöglichkeiten können zu .....
. . . den link angesehen, den Sie freundlicherweise mitgeliefert haben.

1. vergleicht Buffett die Steuerlast, die aus Kapitalertragssteuer entsteht im Vergleich zu Einkommenssteuer. Buffett zahlt Kapitalertragssteuer, seine Sekretärin Einkommenssteuer, die obendrein noch Abgaben für die Sozialversicherung enthält. Das sind Äpfel und Birnen. (Buffett ist übrigens Befürworter einer zusätzlichen Einkommenssteuer auf hohe Einkommen aus Kapitalerträgen. Dieser Reformansatz wurde von Obama mitgetragen, wird von den Republikanern aber entschieden abgelehnt.)

2. ist der gesamte Artikel bezogen auf die wiederholte Vermischung von Steuersätzen und absoluten Steuerbelastungen so verworren, dass ich ihn für fehlerhaft ,,zitiert'' oder überspitzt formuliert halte - nicht von Ihnen, sondern von CNN.
Soviel zu meiner Kritik an Ihrem post, die ich weiterhin aufrecht erhalte. Auf die von Ihnen angeführte Abschreibung möchte ich nicht weiter eingehen.

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hamburgwolfgang 27.04.2017, 14:47
157. Steuern runter

Hierbei geht es aber nicht um America first, sondern um Trump Imperium und ander Superreiche first.
Für die kleinen Leute heißt es : We are the Last!!!

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Reiner Weint 27.04.2017, 14:49
158. Wissen Sie überhaupt wovon Sie reden?

Zitat von ihawk
Grundsätzlich wäre diese Steuerreform ja zu begrüßen, würde da nicht wesentliche Elemente fehlen: Die längst überfällige Transaktionssteuer für die Finanzwirtschaft und eine "Roboter Steuer" für die Industrie. In der vorliegenden......
Wenn ich schon lese: Katastrophale Steuerreform von Präsident Reagan. Es gab 4 Steueränderungsgesetze unter Reagan. Welche war denn katastophal? Die Gesamtwirkung war deutlichst positiv in jedem Aspekt außer der Sparrate und dem Anstieg der Produktivität. Das reale durchschnittliche Haushaltsnettoeinkommen stieg während der Reagan Administration um $4000. Das reale Wirtschaftswachstum betrug +3,2 pro Jahr in der Regierungszeit. Die Arbeitslosigkeit fiel deutlichst von 7,5 auf 5,4%. Keine Administration vorher oder nachher hat solche Erfolge gehabt. https://www.cato.org/publications/policy-analysis/supplyside-tax-cuts-truth-about-reagan-economic-record

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mr.andersson 27.04.2017, 14:50
159.

Zitat von RenegadeOtis
Korrekt. Haben Sie verstanden was ich sagte? Um den gleichen Wert zu erhalten muss ein US-Bürger noch eine Renten- und Krankenversicherung zahlen (von seinem steuerfreien Einkommen), während der deutsche Bürger dies bei dem Einkommen ( mit 190,67 + 10,49 Steuern) bereits vollständig erhält. Der Gegenwert ist ein Anderer, Sie vergleichen Äpfel mit Apfelsaft.
Ein wahres Wort, gelassen ausgesprochen.
In Deutschland wird gerne auf die ach so hohen Abgaben geschimpft und dazu Steuern und Sozialabgaben addiert. Gerne noch der Arbeitgeberanteil oben drauf, damit es auch so richtig rockt.

Die Gegenleistung wird dann aber unterschlagen. Das nämlich die Amerikaner aus ihrem höheren Netto all die Dinge die wir nach sozialversicherung schon haben selbst bezahlen müssen wird nicht erwähnt. Und wenn man die Kosten dafür abzieht, insbesondere brutal hohe Kosten für private Krankenversicherung für vorerkrankte mit teils Existenzgefährdenden Selbstbehalten, lernt man sehr schnell wie schön der Leben in Deutschland ist.

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