Forum: Wirtschaft
Tsipras nach der Wiederwahl: Kleinkünstler mit Aussichten
AFP

Alexis Tsipras triumphiert bei der Wiederwahl, doch die Auflagen der Gläubiger lassen ihm künftig kaum Spielraum. Das kann eine Chance sein: Jetzt muss er nicht mehr ganz Europa verändern wollen, sondern kann sich ganz aufs eigene Land konzentrieren.

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jakker 21.09.2015, 05:38
1. Es bleibt zu hoffen...

daß er nicht wieder den Anderen die Schuld am Chaos in Griechenland gibt, sondern den Stall endlich ausmistet!

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braindead0815 21.09.2015, 06:01
2. in berlin

müssen sie jetzt alles zusammenfluchen.

das griechische volk bringt zum ausdruck, das es auch weiter für ein besseres europa kämpfen will. wenigstens ein land in europa. was mit dem restlichen los ist, das jetzt um flüchtlingsquoten ringt und auch hier (wie auch in der griechenlandkrise) nicht versteht, das es um menschen geht.

ich findes es amüsant, wie die europäische geschichte mit griechenland weiter geht.

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mailo 21.09.2015, 06:05
3.

Viel Erfolg!!!

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Listkaefer 21.09.2015, 06:10
4. Schlechte Prognose

Tsipras Nimbus lebt davon, dass er den linken Revoluzzer gibt und dabei Floskeln wie "Würde des Vaterlands" und "Kampf gegen Demütigung" populistisch kultiviert, alles garniert mit Pöbeleien gegen Deutschland. Dieser Politikstil ist nun gerade nicht gefragt, sondern Realpolitik und Aufbau eines maroden Landes. Das kann Tsipras überhaupt nicht. Unter seiner Führung wird die Wirtschaft weiter an Substanz verlieren. Das dann kommende Desaster wird Tsipras nach altem Rezept dann ausländischen finsteren Mächten anlasten. Er kann nur europäischen Klamauk. Griechenland verliert weitere Jahre. Lösungen nicht in Sicht.

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Mikrohirn 21.09.2015, 06:13
5. So, Griechenland

gibt es auch noch. Naja, wenigstens SPON hat das Land nicht ganz vergessen, obwohl momentan ja reffjutschie läuft. Schon erstaunlich, wie nicht nüchterne Sachlichkeit die Schwerpunkte der Medien setzt. Aber was ist es dann? Könnte es das Schafsherden-Gen sein? Bei Medien oder Publikum. Oder beiden?

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iasi 21.09.2015, 06:33
6. Strukturreformen sind fundamental, soll sich in GR etwas verbessern

Wer sich nun wieder nur in Details verliert, wird an den grundlegenden Problemen nichts ändern.

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Kryszmopompas 21.09.2015, 06:38
7. Fakten?

"Tsipras beugte sich den Fakten" schreibt der Autor und meint, dass ein insolventes Land weiter für Schulden bezahlen soll, die in der "freien" Wirtschaft längst in einer Insolvenz hinfällig wären.
Stattdessen wurden die Investoren durch EU und IWF ausbezahlt, obwohl sie wissentlich einem Pleitier Geld geliehen haben. Normalerweise trägt man dann (erst recht bei sehr guten Zinsen) auch das Ausfallrisiko.

Während Merkel nicht den Mut hatte, diese simplen Wahrheiten eines Marktgeschehens gegenüber den Finanzinvestoren zu vertreten, hatte sie aber den Mut, diese Kosten den deutschen Steuerzahlern aufzubürden.

Im modernen Finanzkapitalismus werden die Schulden sozialisiert, während die Gewinne weiter privatisiert werden, wahrscheinlich auch eher steuerfrei.

Nebenbei kann die abgewürgte griechische Wirtschaft mangels Binnenkaufkraft auch kaum schnell auf die Beine kommen.
Dass Merkel und die CDU als Wirtschaftspartei sich diesen Fakten verweigern, ist verständlich, schlimm ist dass auch die Sozialdemokratie hier mit nationalen Tönen "unser Geld" wiederhaben will und für eine Betrachtung der Zusammenhänge nicht fähig oder willens ist.

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josega 21.09.2015, 06:58
8. bestätigt

der liebe Grieche von nebenan möchte die Show die Tsipras uns darbietet; und die Folgen die daraus resultieren. Also doch kein, oh entschuldigt bitte alle in Europa, so heftig wollten wir auf nicht auf die Füße treten. Sondern eher ein, hey das war erst das Vorsprechen, jetzt kommt der Rest. Jetzt haben die Griechen den Grundstein gelegt jegliches Verständnis für die Possen der Tsipras-Regierung ins Mittelmeer zu spülen.

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großwolke 21.09.2015, 07:00
9.

Den Kommentar von Herrn Böcking sollte man für die nächsten paar Tage vorsichtshalber mal noch in die Rubrik "Wunschdenken" stellen. Soll heißen, dass es zwar aus unserer Sicht schön wäre, wenn alles so kommt, wie wir uns das wünschen, aber momentan wäre es genausogut denkbar, dass Tsipras als wiedererstarktes Rumpelstilzchen wieder alles in Frage stellt, was er sich quasi mit vorgehaltener Pistole hat abringen lassen. Die Zeit wird es zeigen.

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