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TTIP-Verhandlungen: Freihandelsabkommen zwischen EU und USA wackelt
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Das hoch umstrittene transatlantische Freihandelsabkommen steht auf der Kippe. Der Widerstand ist offenbar auf beiden Seiten des Atlantiks so groß, dass die TTIP-Gespräche vorerst zu scheitern drohen.

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nettermensch 06.03.2014, 08:57
1. Optional

Zitat von sysop
Das hoch umstrittene transatlantische Freihandelsabkommen steht auf der Kippe. Der Widerstand ist offenbar auf beiden Seiten des Atlantiks so groß, dass die TTIP-Gespräche vorerst zu scheitern drohen.

Das Wörtchen "vorerst" beunruhigt mich.

Erst lassen wir uns bespitzeln, danach machen wir noch Geschäfte mit den "Bespitzlern", die uns keineswegs nützlich sein werden. Man könnte meinen, das soll ein Ausverkauf der EU und insbesondere Deutschlands werden.

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beta23 06.03.2014, 08:59
2. der Nutzen für den Bürger ist nicht klar

was soll dieses Abkommen dem normalen Bürger bringen? Wenn man die versprochenen Tausenden von Arbeitsplätzen auf die gesamte EU umrechnet ist dies einfach nur lächerlich. Nutzen tut es nur den großen US Konzernen, die mit massiver Lobby Arbeit auf den Abschluss hinarbeiten. Jeder Bürger sollte seinen Abgeordneten ansprechen und versuchen mit seinen eigenen bescheidenen Mitteln dieses Abkommen für die europäischen Bürger zu verhindern. Unsere Standards und Lebensbedingungen sollten nicht für die Profit Interessen geopfert werden

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justus65 06.03.2014, 09:22
3. Hoffentlich

Was kann man von einem Abkommen erwarten, das offensichtlich so katastrophal für die Bürger ist, dass noch nicht einmal die Volksvertreter in den Parlamenten es zu Gesicht bekommen?
Von einem Freihandelsabkommen erwartet man in erster Linie die Abschaffung von Zöllen und bürokratischen Handelsschranken, nicht jedoch den Ausverkauf der Bürgerrechte und des Rechtsstaates.
Ich kann sehr gut auf Genmais verzivhten, möchte, dass die Wasserversorgung in kommunaler Hand bleibt, wenn die Kommune das möchte, dass Investoren i einem Land nicht vor irgendwelche Schiedsgerichte gehen können sondern dass auch die Wirtschaft sich an den Rechtsstaat halten muss.
Dass man bei derartien Forderungen die Verhandlungen überhaupt so lange fhrte ist ein Armutszeugnis. Ich hoffe dass der Gegenwind aus der Bevölerung weiter zunimmt, so dass dieses Abkommen nicht zustande kommt. Die Bürger sind nicht zum Nutzen der Wirtschaft da, sondern die Wirtschaft sollte den Bürgern dienen und nützen.

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Naclador 06.03.2014, 09:32
4. Ja,das sollte auch beunruhigen.

Es ist nämlich ein weiteres Freihandelsabkommen mit Kanada in Arbeit (und dem Vernehmen nach schon wesentlich weiter fortgeschritten). Mit den Kanadiern haben die USA bereits so ein schönes "Freihandels"-Abkommen. So könnten sie über Bande ihre Ziele doch durchsetzen (wobei ich kein Jurist bin, daher mutmaße ich nur).

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Semmelbroesel 06.03.2014, 09:34
5.

Zitat von sysop
Das hoch umstrittene transatlantische Freihandelsabkommen steht auf der Kippe. Der Widerstand ist offenbar auf beiden Seiten des Atlantiks so groß, dass die TTIP-Gespräche vorerst zu scheitern drohen.
Ein Scheitern wäre wünschenswert. Es ist ja nicht so, dass ohne das Zustandekommen von TTIP kein Handel mit der USA mehr möglich wäre.

Bemerkenswert finde ich folgenden Absatz des Artikels:

"Doch unter Brüsseler Beamten überwiegt der Zorn auf Mitgliedstaaten, die beim unpopulär gewordenen Projekt mittlerweile gerne auf das Verhandlungsmandat der Kommission verweisen. Seit Bildung der Großen Koalition in Berlin habe etwa kaum ein deutscher Regierungspolitiker offensiv für das Abkommen geworben, heißt es, auch dessen frühere Förderin Kanzlerin Angela Merkel nicht."

Das zeigt mir mal wieder deutlich, wie Angela Merkel tickt. Kaum findet ein Projekt in der Bevölkerung keinen Rückhalt, schwindet auch die Unterstützung der Kanzlerin und sie wird ganz ganz leise. Manch einer mag dieses Verhalten als besonders weise, klug und vorausschauend zu bezeichnen. In meinen Augen ist das allerdings reinster Opportunismus, um bei einem Scheitern des Projekts ja nicht in Verbindung damit gebracht zu werden. Könnte ja am Lack der Beliebtheit kratzen. Ich meine, das ist schon eine hohe Kunst, nicht mit der Regierungsarbeit in Verbindung gebracht zu werden. Haue bekommt wie immer die SPD, die in dieser Beziehung echt so dämlich sind und auch noch die andere Wange hinhalten.

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merlin 2 06.03.2014, 09:35
6. Wie blind muß man sein?!

Erst pushen ein paar Lobbyisten (Hr. Gocht vorneweg) ein Abkommen, das hinter verschlossenen Türen verhandelt wird und vor Europas Bürgern versteckt wird, weil es keiner haben will. Dann wundern sich die gleichen Herrschaften, daß der Bürger sein Placet nicht in vorauseilendem Gehorsam gibt, sondern lieber bei campact seine Unterschrift leistet, um dagegen zu protestieren.

Blind, blauäugig und borniert würde ich so ein Verhalten nennen.
Bestimmten Damen und Herren der EU müßte man mal deutlich die Meinung sagen.

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pommbaer123 06.03.2014, 09:35
7.

Bei der Geheimniskrämerei seitens der USA würde nicht nicht wundern wenn das ttip hauptsächlich von Vorteil für die Amerikaner ist. Wo vor haben die angst? Was könnte da drin stehen, das hier niemand lesen darf?

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whiteelephant1 06.03.2014, 09:47
8. Finger weg von diesem Abkommen!

Wer dieses einseitige Freihandelsabkommen unterschreibt, gehört vor Gericht gestellt. Dieses Abkommen ist nur für die USA gut und wird die Rechte der Bürger in der EU weiter ausgehöhlen. Ich möchte keinen Gen-Mais, auch keine Chlor-Hähnchen und ich möchte auch nicht, dass die EU aufgrund der Vertragsklauseln gezwungen wird, diese Produkte unter Drohung von Strafzahlungen, in Europa einzuführen.
USA haben auch mit Mexiko ein Freihandelsabkommen. Man sollte sich einmal anschauen, wem dieses Abkommen genützt hat. Sicherlich nicht Mexiko. Also, Finger weg von diesem Abkommen. Wir haben auch ohne dieses Abkommen bislang keinerlei Probleme mit den USA Geschäftsbeziehungen. Und sollte man uns unsere Produkte daraufhin evtl. höher in den USA besteuern, können wir das im Gegenzug ebenfalls tun. Dieses Abkommen ist vollkommen unnötig.

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zaphod1965 06.03.2014, 09:51
9. Endlich mal eine gute Nachricht,

wenn sie sich denn bewahrheitet und das Abkommen tatsächlich scheitert.

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