Forum: Wirtschaft
Türkisch-europäische Zollunion: Ankaras wunder Punkt
REUTERS

Das Verhältnis der EU zur Türkei ist angespannt. Die Bundesregierung scheut drastische Maßnahmen, doch Kanzlerin Merkel nutzt einen wirkungsvollen Hebel als Druckmittel: die für Ankara so wichtige Zollunion.

Seite 1 von 6
the_tetrarch 19.10.2017, 16:24
1. Calm down

Es ist natürlich eine große Verlockung, Erdowahn für seine Unverschämtheiten eins auszuwischen.

Trotzdem hoffe ich, dass die wirtschaftspolitische Ratio ausreicht, um nicht eine komplette Volkswirtschaft dafür abzustrafen, dass der Obermufti und seine Adepten ein paar Strahlen zu viel abbekommen haben.

Man sollte sich ernsthaft davor hüten, die orientalische Lächerlichkeit zu kopieren, sich als "beleidigt" zu deklarieren. Niemand kann ein Land "beleidigen". Allerdings steht es jedem frei, mit ungezogenem Gerüpel seine Wähler zu blamieren, in diesem konkreten Fall also 50% der türkischen Wählerschaft.

Mein Gott, würde ich mich für so einen Repräsentanten schämen...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
pavel1100 19.10.2017, 16:25
2. Wäre gut

Wäre gut wenn die türkische Regierung langsam lernen würde wie sie sich uns gegenüber zu verhalten hat. Dann klappts irgendwann auch wieder mit der Zusammenarbeit.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
freddygrant 19.10.2017, 16:42
3. Warum muss das denn so kompliziert sein?

Die Türkei ist zu respektieren in der Staatengemeinschaft.
Dies aber natürlich nur unter der Beachtung von Demokratieund Rechtstaatlichkeit. Diese sind unter der Erdogan-Regierung,
deren aktuellen Politik und Verfassung z. Zt. nicht gegeben.
Damit ist durch Deutschland und auch die EU etc. zur Türkei auf angemessene Distanz in allen politischen und zwischenstaatlichen
Angelegenheiten zu gehen. Wenn die Türkei zu ihrer Entwicklungnoch länger Zeit benötigt, sollte wir ihr diese geben. Sollte sich
dabei eine politische Annäherung an Russland ergeben wäreeine gleichbehandlung beider Staaten nur angemessen ... auch
unter dem Apekt einer künftigen Zollunion.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
arminku 19.10.2017, 16:42
4. Ich stelle mir da andere Fragen

Die Subventionierung der Türkei kommt der Deutschen und der EU Wirtschaft in Milliardenhöhe kommt der Wirtschaft zugute, wird aber durch den Steuerzahler aufgebracht. Warum eigentlich? Wen dient unsere Regierung eigentlich? Warum ist das für die „Presse“ eigentlich kein Thema? In welcher Welt lebt ihr eigentlich alle?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
geotie 19.10.2017, 16:46
5.

So wie es aussieht, klappt es mit dem Glauben an Allah dort besser, während wir hier besser wirtschaften können. Warum, bestraft Allah die Türkei?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Franke aus Hamburg 19.10.2017, 16:49
6. Natürlich....

... ist die Lust groß, den Türken zu zeigen, wer oben ist und wer nicht. Aber man sollte stets bedenken, dass es auch eine Türkei nach Erdowahn gibt. Dann muss es möglich sein, wieder normale Gespräche zu führen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
issernichsüss 19.10.2017, 16:55
7. Warum musste es soweit kommen?

Mich beschleicht seit einiger Zeit das Gefühl, dass Erdogan dieses Spielchen mit einem BK Schröder oder mit einer Premierministerin wie Frau Thatcher so nicht gemacht hätte, d.h., dass er es nicht gewagt hätte.
Ich gehe davon aus, dass die Bundesregierung zu lange zu zaghaft agiert (rumgeeiert) hatte und es Erdogan so verstand, dass er sich mit seinen Provokationen, angepuscht durch die Wahlkämpfe, immer weiter vorwagen durfte.

Da der Streit aus dem Ruder gelaufen ist, stellt sich nun die Frage, wie weit man die Türkei sanktionieren sollte.
Bezüglich der erweiterten Zollunion kann man es der Bundesregierung nur empfehlen, sich für einen Stopp einzusetzen, die türkischen Regierung dabei aber zu jeder mögichen Gelegenheit darauf hinzuweisen, dass dieser Stopp temporär ist und bei einer Rückkehr der Türkei zu "normalen" zwischenstaatlichen Umgangsformen und der Einhaltung von Menschenrechten, jederzeit und zügig wieder aufgehoben werden kann.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
rieberger 19.10.2017, 16:57
8. Angemessene Distanz

Es spricht absolut nichts gegen eine angemessene Distanz zu der Erdogan-Türkei. Als angemessen betrachte ich alle Maßnahmen, die nur der Türkei dienen. Und eine Distanz, die bei einem Regimewechsel hin zu mehr Demokratie wieder verringert werden kann.
Momentan würde Erdogan den Abschluss der Erweiterung der Zollunion als politischen Erfolg werten und als Schwäche Europas. Das wäre in seiner verqueren Meinung eine positive Verstärkung für seine nationalistische Machopolitik.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
MisterD 19.10.2017, 17:08
9. Sie blenden leider vollkommen aus...

Zitat von the_tetrarch
Es ist natürlich eine große Verlockung, Erdowahn für seine Unverschämtheiten eins auszuwischen. Trotzdem hoffe ich, dass die wirtschaftspolitische Ratio ausreicht, um nicht eine komplette Volkswirtschaft dafür abzustrafen, dass der Obermufti und seine Adepten ein paar Strahlen zu viel abbekommen haben.
Dass Erdogan vom Volk gewählt wurde und im Moment wohl auch problemlos Neuwahlen überstehen würde.

Im Übrigen hat die Bundesregierung einen EID geleistet, dem deutschen Volk zu dienen und dazu gehören auch deutsche Staatsbürger, die von einem Diktator in Geiselhaft genommen wurden...

Insofern... nein es geht nicht nur um den Obermufti. Es geht darum, dass man der Türkei klipp und klar aufzeigen muss, dass man mit einem solchen Verhalten nicht durch kommt.
Es ist traurig, aber die einzige Chance Erdogan zu zügeln, besteht darin, die Türkei wirtschaftlich stark zu schwächen...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 6