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"Turbogeschäfte": Bundesbank will Hochfrequenzhandel bremsen
REUTERS

Der "Turbohandel" mit Computern an den Börsen steht nach Kursturbulenzen in der Kritik. Auch die Bundesbank kritisiert das "zweifelhafte technologische Wettrüsten"

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ulr 24.10.2016, 16:12
20. 1.kommentar

hat gut reden...mein Sohn lebt davon und so habe ich als Vater natürlich eine etwas andere Sicht der Dinge....

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Leser161 24.10.2016, 16:18
21. Welcher Nutzen?

Der Handel an Börsen etc. hat den volkswirtschaftlichen Sinn Kapitalflüsse zu steuern und ggf. das Risiko zu verteilen. Der Preis für ein Investment in eine Palmölplantage in Osttimor wird zum Beispiel dadurch bestimmt das Tausende das Risiko bewerten und einen adäquaten Preis erzeugen, gleichzeitig gelangt der Plantagenbesitzer durch den internationalen Finanzhandel so an Kapital um sein die Region ggf. stabilisierendes Projekt überhaupt möglich zu machen.

Hierfür ist Finanzhandel gut und richtig.

Im Hochfrequenzhandel geht es jedoch nur darum schneller zu sein als Andere und diesen Anderen so Geld abzuluchsen. Gewiss auch eine Leistung, aber keine die die Allgemeinheit vorranbringt. Ich verstehe nicht wie es überhaupt gesellschaftlich akzeptiert sein kann im Hochfrequenzhandel etwas Gutes zu sehen.

Der Hochfrequenzhandel sollte daher eingeschränkt werden es gibt viele Möglichkeiten, es macht nur keiner, weil die Nutznießer zu mächtig sind. Der Finanzkapitalismus hat sich verselbstständig zum Schaden aller und ist scheinbar nur noch durch einen Knall zu stoppen.

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pek 24.10.2016, 16:22
22. Blackrock

Viel mehr Sorgen hab ich wenn die ganz großen den Markt manipulieren, Beispiel Blackrock. Da sie auch ETF's emittieren haben sie quasi beide Seiten des Spiels unter ihren Fittichen.
Sowieso hat HFT für Deutschland kaum eine Bedeutung, denn da sind eh nur "Fachleute" unter sich. Alle anderen halten Aktien für Teufelszeug aus der Spielbank und kaufen Lebensversicherungen mit Prämien-Rückgewähr..

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ambulans 24.10.2016, 16:26
23. >sogos (nr. 19, oben),

Zitat von sogos
Der Grossteil des HFT ist arbitrage, zum Beispiel auf Indexe. Nehmen wir mal das Beispiel, dass der DAX alle x ms neu berechnet wird, darauf reagieren dann die Optionen und Futures. Da das Berechnungsmodell des Index bekannt ist (Anteile der Aktien), kann man diesen natuerlich selber (und wesentlich schneller) selbst berechnen. Mit diesen Wissen kann ich dan anfangen die Derivate, die zu billig sind nach dem neuen Preis aufzukaufen und gleichzeitig Verkaufsorder hereinstellen. Anderes Beispiel - Es gibt Leitaktien, die den angenommenen Preis von anderen Bestimmen, bspw. Goldminen vs Goldpreis, das gleiche hier: Man "weiss" (oder besser hofft) den besseren Preis und kauft alles auf, was zu billig ist. Die HFT Laeden und Market Maker sind da und werden nicht gehen, egal wie die Regeln werden. Die Schweiz und UK hat schon seit langen Steuern auf Finanztransaktionen und der einzige Unterschied ist, dass der Spread groesser ist. Market Makeer gibt es schon seit hundert Jahren und sie haben ihren Zweck. Die anderen Marktteilnehmer haben keine Lust einen Markt herzustellen (also Kauf- und Verkaufsorder einzustellen, auch wenn es keinen Grund gibt). Was gebraucht wird sind Regeln, unter dem diese Unternehmen arbeiten (Risikomanagement, Spreadregeln). Finanztransaktionenssteuer wird eine Steuer sein, die im Endeffekt wir alle zahlen (ueber Pensionskassen, Zinsen).
mit ihrem beitrag erklären sie aber gerade nicht, weshalb 1. HFT überhaupt sein soll/muss und 2. wofür er denn "nötig" ist. seine "funktion" besteht nämlich vor allem darin, jeden preis (von was auch immer) per arbitrage in "rekordzeit" nur in eine richtung ("nach oben"!) zu schleusen. kann man übrigens auch ein >von speziellen interessen geschütztes "höchstpreis-kartell" nennen, wenns beliebt ...

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sogos 24.10.2016, 16:26
24. Falsch gedacht.

Zitat von trader_07
Den Löwenanteil beim Hochfrequenzhandel macht das sogenannte Front-Running aus. Mit einer Haltedauer von 1 Sekunde ist Front-Running mausetot. Da gibt es auch keinen Algorithmus anzupassen.
Die 1 Sekunde gilt fuer alle Marktteilnehmer. Da ein Grossteil des Handels HFT zu HFT ist, sind die anderen natuerlich auch daran gebunden. Also es geht dann einfach um 1 Sekunde + x, same game...

(Ich haben in einem solchen Laden gearbeitet, es gibt noch ein paar mehr Gedankengaenge, aber keiner ist besorgt, Verlierer sind die Grossbanken und Fonds, wie immer)

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acitapple 24.10.2016, 16:29
25.

Zitat von ulr
hat gut reden...mein Sohn lebt davon und so habe ich als Vater natürlich eine etwas andere Sicht der Dinge....
Wenn er beim HFT tätig ist wird er keinerlei Probleme haben nach dessen Ende was Neues zu finden.

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Moewi 24.10.2016, 16:37
26.

Zitat von sogos
Market Maker gibt es schon seit hundert Jahren und sie haben ihren Zweck. Die anderen Marktteilnehmer haben keine Lust einen Markt herzustellen (also Kauf- und Verkaufsorder einzustellen, auch wenn es keinen Grund gibt).
Jetzt aber mal bitte - für alle vermeintlich Normaltickenden:
Welchen Sinn hat es, Kauf- und Verkaufsorder zu kreieren, "auch wenn es keinen Grund gibt"?
Wenn es keinen Grund (Bedarf) gibt, dann verkauft oder kauft man eben nicht.

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jalm 24.10.2016, 16:37
27. Interessant

Solche Transaktionen können sich nur die mächtigste Agenturen und Banken leisten, da sie normalerweise vor ort sitzen (Börse) und die infos mit geringsten Latenzen bekommen. Was interesant wäre: Man könnte machine learning einsetzen und vom Computer die ganze transaktionen durchführen lassen. Dazu ein gutes FPGA um latenzen in eigenem System zu minimisieren. Das wäre ein interessantes Projekt für einen Info-Wiwi- BA

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Tolotos 24.10.2016, 16:38
28. Das Ziel von Hochfrequenzhandel ist es, für Nichts tun eine möglichst hohe Rendite zu erwirtschaften!

Deshalb kann man sehr gut darauf verzichten. Das es Experten gibt, die darin einen volkswirtschaftlichen Vorteil sehen, liegt ganz einfach daran, dass die daraus erlösten Profite eine hohe Nachfrage für solche Expertenmeinungen generieren.

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Moewi 24.10.2016, 16:42
29.

Zitat von ulr
hat gut reden...mein Sohn lebt davon und so habe ich als Vater natürlich eine etwas andere Sicht der Dinge....
Vielleicht hätten Sie ihn anhalten sollen, etwas anständiges zu lernen ;o)

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