Forum: Wirtschaft
Turbulenzen in China: Neue Börsenschließung - Bitcoin-Kurs bricht ein
REUTERS

Nur einen Tag nach der Bitcoin-Börse BTC hat in China auch der Konkurrent ViaBTC seine Schließung angekündigt. Der Kurs der Digitalwährung stürzte teilweise um fast 30 Prozent ab.

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fuoricorso 15.09.2017, 16:59
20. Bitcoins sind ein Risiko - vorallem für Banken

Die meisten Kommentare sind ja erfreulich fundiert. Das die Finanzwelt sich vor dem Erfolg von Bitcoins in die Hose macht ist einleuchtend. Wer braucht schon eine Bank wenn es ein verteiltes System ohne Master gibt das sichere Transaktionen durchführen kann? Insofern ist es nur logisch, dass Banken und einige Staaten die Entwicklung nicht toll finden. Mir ein Rätsel wie man Bitcoins schlecht finden kann und gleichzeitig Facebook oder WhatsApp benutzt. Wer diesen Zusammenhang nicht versteht, sollte lieber keine Meinung zu dem Thema äußern.

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ace.of.spades 15.09.2017, 17:03
21. Gut so!

Diese von internationalen Verbrechern genutzte Scheinwährung muss ein verdientes Ende finden. Die Otto Normalos, die sich aus fehlender Kenntnisse heraus einen bescheidenen Reibach erhofften, tun mir allerdings etwas leid. Sie gehören traurigerweise in die selbe Kategorie wie die ahnungslosen Rentner, die auf Renditeversprechen à la Ponzi-Schema in der Höhe von 15% hereinfallen.

Und komme mir niemand mit dem trügerischen Versprechen der Anonymität. Die Möglichkeit der Rückverfolgung von Bitcoin-Transaktionen ist längst bewiesen worden, wird aber leider von vielen einfältigen Nutzern gern bewusst ignoriert.

Bitcoin kommt einer Religion gleich, deren Anhängern man mit rationalen Argumenten kaum beikommen kann.

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ruhepuls 15.09.2017, 17:03
22. Schon wahr

Zitat von Paul.K
- oder besser der Horizont einiger Kommentatoren tritt hier zu Tage. Die Technologie an sich ist weder gut noch böse. Das Internet, MP3, eine Axt, eine Schusswaffe - allein der Mensch, der es benutzt hat es in der Hand, ob dabei was gutes oder was schlechtes rauskommt. Und was gut und was schlecht ist, darüber kann man ja - gerade im globalen Kontext - auch gut mal streiten. Ja - die Digitalisierung von Währungen und Zahlungssystemen steckt noch in den Kinderschuhen. Aber sie ist dort ebenso wenig aufzuhalten, wie in vielen anderen Bereichen. Auch wenn das manche Leute überfordert, ihnen Angst macht oder sie vor Neid und Missgunst platzen lässt, weil andere Profit gemacht haben und sie nicht. Der Bitcoin-Kurs ist abgestürzt? Wow - sehr gut. Ich kaufe erst Mal nach! :-)
Sie haben Recht: Die Technik ist neutral. Aber es gibt Techniken, die sollten Menschen besser nicht in die Hand bekommen, weil sie damit zu viel Unfug anstellen. Wären Sie beispielsweise dafür, in Deutschland genau so leicht Schusswaffen kaufen zu können, wie in den USA? Die Spekulationsblase um Bitcoin zeigt ja, dass es inzwischen nicht mehr wegen seiner Zahlungs-Tausch-Funktion gekauft wird, sondern in der Hoffnung auf weitere Kurssteigerungen. Und wie immer wird das solange weitergehen, wie neue Mitspieler einsteigen. Irgendwann geht dann das Pulver aus - und der Crash ist da. Und weil das hier alles noch schneller geht, als im normalen Finanzverkehr, ist es so gefährlich.

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hm2013_3 15.09.2017, 17:08
23. die Frage ist, was ist eigentlich Geld ?

wenn Sie "Zeitgeist" gesehen haben, sind Sie bestimmt klüger. Bitcoin und andere solche Währungen werden deswegen niemals einen Erfolg haben, wenn schon sehr kurzfristig wie manche Aktien. Es ist Ihre Wahl.

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Hafturlaub 15.09.2017, 17:08
24. staatlich!

Zitat von xevaro
im Besitz privater Banken! Kann jeder nachlesen. Der Präsident ernennt den FED Chef (der von den FED Banken vorgeschlagen wird) um den Eindruck von Staatlichkeit zu erhalten. Die Überschüsse der FED fließen in den US Haushalt zurück, aber die Dividende geht an die Privatbanken. NIX STAATLICH - hier eine Übersicht aller Notenbanken und deren Struktur... https://www.godmode-trader.de/artikel/wem-gehoeren-die-notenbanken-wirklich,4843326
Das FED ist eine staatliche Einrichtung (per Gesetz ins Leben gerufen und nur per Gesetz zu ändern) dessen Kapital von privaten Banken gestellt wird, welche verpflichtet sind, entsprechend ihrer Größe Kapital zu Verfügung zustellen. Dies wird mit 6% "verzinst" und diese ausgeschütteten Beträge macht meist weniger als 3% der gesamten Notenbankgewinne aus, welche also fast komplett dem Schatzamt zufließen. Übrigens haben die Mitgliedsbanken keinerlei Stimmrecht.

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motzbrocken 15.09.2017, 17:15
25. So what

Welcher Währung kann man denn trauen? Schlicht gesagt: keiner. Warum? Weil das Geld schon lange nicht mehr dem Wert entspricht den es eigentlich haben sollte. Die Geldmenge ist aufgebläht wie ein Ballon. Und die wichtigsten Nationalbanken inkl. EZB emitieren monatlich weitere Milliarden, immer in der Hoffnung, dass endlich eine gewaltige Geldentwertung einsetzt und die Staaten schuldenfrei werden. Die Rechnung bezahlt jeder, der irgendwo Geld angespart hat. Kurz: die gesamte Bevölkerung bezahlt die heute stattfindende Umverteilung von unten nach oben. Inklusive sämtlicher Pensionskassenguthaben. Die Schulden berappt die Bevölkerung, die wahren Vermögenswerte (Immobilien, Gold, Edelsteine u.ä) sind jetzt schon und werden vermehrt im Besitze der paar Wenigen sein, die unser System auf Teufel komm raus mit ihrer Gier ruinieren.

Die chinesische Begründung zum Verbot hinkt. Jede Münze, jede Note kann und wird munter für illegale Zwecke missbraucht. BitCoins immerhin nicht zum Koks sniffen.... Der einzige Vorteil an den BitCoins den ich sehe ist der, dass es absolut anonym ist. Weder die Banken noch der Staat kann den Geldfluss kontrollieren. Und das ist der eigentliche Hauptgrund, warum dagegen vorgegangen wird: der Staat verliert die Kontrolle und das Monopol über die Landeswährung und die damit verbundene Politik.

Aber jeder der in so was investiert ist sich hoffentlich im klaren, dass er hochspekulativ handelt. So schön steigende Kurse sind, Abwärts geht's immer schneller. Aber das hat man ja auch an den normalen Börsen. Dort wird auch betrogen dass sich die Balken biegen. Hochfrequenzhandel, Absprachen: courant normal.

Und ehrlich gesagt, wenn ich Geld hätte, wäre es mir schon ein Gedankengang wert, darüber nachzudenken, warum eigentlich keine BitCoins. Muss ja nicht gleich der gesamte Sparstrumpf sein. Viel riskanter als die "normalen" Börsen ist es auch nicht. Dafür anonym.

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kumi-ori 15.09.2017, 17:15
26.

Als Laie würde mich interessieren, was die Definition einer Währung ist, und warum Bitcoins eine Währung sind und beispielsweise der Garderobenchip im Schwimmbad mit einem Wert von 1 Euro nicht. Wer ist bereechtigt, Bitcoins zu "drucken" und was hat derjenige an Gegenwert wo hinterlgt? Könnte ich jetzt zum Beispiel die "Bitbill" erfinden und ausgeben? 1 Bitbill = 10 Bitcoins.

Natürlich spielt das Gesetz von Angebot und Nachfrage eine wesentliche Rolle. Aber das allein macht noch keine Währung aus. Im Krieg handelte man mit Zigaretten, weil die, wenn es nicht regnete, wertstabiler waren als die Reichsmark.

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theroadtoutopia 15.09.2017, 17:40
27. Die tun mir nicht leid...

Zitat von ace.of.spades
Die Otto Normalos, die sich aus fehlender Kenntnisse heraus einen bescheidenen Reibach erhofften, tun mir allerdings etwas leid.
..., aber die haben hoffentlich wenigstens etwas gelernt: Wenn man den Dagobert-Duck-Dollarblick bekommt, sollte man trotzdem wissen, was das eigentlich ist, in was man Kapital investiert.

Es gibt Bücher und Kurse von Hochschulen zum Thema Blockchain und Bitcoin. Gut, man sollte Englisch zumindest so gut beherrschen, dass man den Texten folgen kann, aber das ist so oder so eine Voraussetzung, wenn man in der digitalen Web-Welt irgendwie Geld verdienen will.

Ansonsten steckt da nur Mathematik hinter, die auch jeder, der in dieser Web-Welt geschäftlich aktiv sein will, zumindest einigermassen verstehen sollte.

Wenn den blind Geldgierigen das anschliessend klar geworden ist, haben sie wenigstens etwas gelernt.

Nicht umsonst sind Banken auf die Blockchain-Technologie inzwischen ausgesprochen scharf, während bei einem anderen Beruf eher Weltuntergangsstimmung herrscht: Notare und andere Treuhänder. Diese werden nämlich nicht mehr benötigt.

Wem das nicht klar ist, dem empfehle ich die entsprechende Literatur oder beispielsweise den Kurs "Bitcoin and Cryptocurrency Technologies" der Princeton University (wird regelmässig kostenlos über Coursera angeboten).

Übrigens: "Anonymität" ist grundsätzlich der falsche Begriff im Zusammenhang mit Cryptowährungen. "Pseudonymität" ist die korrekte Bezeichnung. Da jede jemals getätigte Transaktion dauerhaft für jeden einsehbar ist, ist es natürlich durchaus möglich mittels statistischer und graphentheoretischer Verfahren Rückschlüsse in Bezug auf die reale Person oder Institution zu ziehen. Dagegen gibt es einige "Tricks", die aber inzwischen vielerorts als illegal eingestuft sind.

Ein wirklich grosses Problem mit Bitcoin wird wohl in nicht ferner Zukunft darin bestehen, dass man für Transaktionen immer mehr "spenden" müssen wird. Da die Bitcoin-Geldmenge dauerhaft und unwiderruflich begrenzt ist, lohnt es sich für die Miner immer weniger, wenn sie nicht genügend "Spenden" im Rahmen von Transaktionen bekommen können. Mal sehen, wie sich das entwickeln wird.

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nebenbei_bemerkt 15.09.2017, 17:44
28. kein Mensch braucht Bitcoins

... außer Erpresser, Drogenkartelle, Schwarzgeld- und Drogengeldwäscher, Anlagebetrüger, Finanzgangster....
Habe ich noch jemanden vergessen?

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jowitt 15.09.2017, 18:07
29. @sozialismusfürreiche

Zitat von sozialismusfürreiche
Irgendwann wollen die Bitcoin -Millionäre auch echtes Geld dafür sehen. Wenn dann mehrere ihre Bitcoin eintauschen wollen dann bricht der Kurs ins bodenlose ein. Ja das ist wie Tulpenzwiebeln. Aber immerhin, die konnte man wenigstens noch pflanzen ....
Das geschiet doch schon täglich. Oder woher, glauben Sie kommt der Kurs von solchen Währungen? Ständig wird das munter in "echtes Geld" umgetauscht.

Btw: Ihr "echtes Geld" ist auch nur virtuell vorhanden. Oder haben sie alles unter dem Kopfkissen liegen? Wenn jetzt also alle plötzlich dieses "echte Geld" haben wollen, bricht unser gesamtes Bankensystem zusammen.

Mit Bitcoin verhält es sich ganz ähnlich: Wenn mehr Leute in "echtes Geld" umtauschen, fällt der Kurs, weil die Nachfrage sinkt.

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