Forum: Wirtschaft
Turbulenzen an den Börsen: Warum Schwellenländer für die Kurskrise sorgen
DPA

Die Turbulenzen an den Aktienmärkten haben nichts mit mieser Stimmung zu tun. Investoren reagieren vielmehr mit präziser Logik auf eine neue Situation - und die lässt für die nahe Zukunft Schlechtes erahnen.

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Armin2 15.01.2016, 12:46
1. Wieder eine neue

Anfang Januar war es China, dann die H-Bombe in Nord-Korea, dann der niedrige Öl-Preis…

Die "Experten" kommen täglich mit neuen Erklärungen für die Kursschwankungen und liegen jedesmal völlig daneben, dabei ist der Grund offensichtlich: Es ist die FED, die die Leitzinsen erhöht hat. Punkt. Und die Kurse werden solange fallen, bis die FED das wieder rückgängig macht und obendrein QE4 auflegt. Und das wird so kommen. Ist natürlich wirtschaftlich eine Katastrophe, auch wenn dann die Rallye wieder weitergehen kann. Aber der Dollar wird das nicht mitmachen.

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observer2014 15.01.2016, 12:58
2. Zockerbude

Wenn ich in einem Spielcasino an einen Roulette-Tisch setze kann die zwar versuchen den Lauf der Kugel zu meinen Gunsten durch strengen Blick oder Stoßgebete zu beeinflussen. Es wird mir aber nicht gelingen. Wenn ich jedoch mächtiger 'Aktien-Investor bin, kann ich mir entweder in den börsennotierten Unternehmen einen internen Informanten kaufen oder in diese einschleusen. Ich kann auch versuchen gute bzw. schlechte Gerüchte über die wirtschaftliche Verfassung oder Entwicklung in die weite Börsenwelt hinaus zu posaunen. Dadurch werde ich bis zu einem Dementi den Aktienkurs des Unternehmens beeinflussen. Aktienbörsen sind die Roulettetische dieser Welt und Zeit mit Einflussmöglichkeiten. Das kann in Zeiten des Turbohandels sehr lukrativ sein. Der Wert einer ausgebenen Aktie und damit der Börsenwert eines Unternehmens sind ständigen Veränderungen unterlegen. Warum? Weil für ein Stück Papier, auf dem ein Wert von fünf Euro drausteht (Nennwert), Beträge von 100 oder mehr Euros bezahlt werden. Seltsam nur, dass mir das mit meinem Fünf-Euro-Schein beim Händler meines Vertrauens nicht gelingt. Der sagt immer ganz trocken, selbst wenn Du Milliardär wärst, auf dem Schein steht ein Fünf und damit ist sie auch nur fünf Euro wert. Eigentlich ein kluger Mann, mein Händler.

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DieterFr 15.01.2016, 12:59
3.

Dass Kursbewegungen einer "hochpräzisen Logik" folgen, ist mir neu. Konsens unter Fachleuten scheint doch eher zu sein, dass die Börsen weitgehend psychologisch gesteuert sind und nicht durch die "Logik" der Käufer/Verkäufer.

Zweifelhaft scheint mir auch zu sein, dass man von einer Rohstoffblase sprechen kann. Die Rohstoffpreise folgen wohl hauptsächlich dem Prinzip von Angebot und Nachfrage. Wenn die Nachfrage wegen schwerer Wirtschaftskrisen wie in China einbricht, brechen auch die Rohstoffpreise ein.

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les2005 15.01.2016, 13:01
4. (Teil-)Einspruch

Ich stimme grundsätzlich im der Diagnose überein. Allerdings nicht, was die Rohstoffblase angeht. Zumindest beim Rohöl dürfte es die stark ausgeweitete Produktion (Stichwort Fracking) sein, die das Marktgleichgewicht außer Kraft setzte, gefolgt von dem durch die Saudis entfachten Preiskrieg. Aber es ist keine Spekulationsblase die da durchstochen wurde. Bei Metallen mag das anders sein.

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Andreas1979 15.01.2016, 13:05
5. Da gebe ich dem Herren mal recht

Der niedrige Ölpreis ist der wirtschaftliche Abschwung. Dadurch vielen die Zinsen (da die Inflation in eine Deflation sich ändert), investieren die profitöre nicht mehr wie früher usw. Der zu niedrige Ölpreis führt auch zz einem erliegen des Welthandels.

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muellerthomas 15.01.2016, 13:11
6.

" hielten die Zinsen künstlich niedrig"

Och bitte Herr Münchau...ich stimme Ihnen ja meist mehr oder weniger zu, aber was soll nun das Gerede von "künstlichen" Zinsen? Zinsen sind immer menschengemacht und insofern künstlich und wenn man mit natürlich den Zins meint, bei dem Vollbeschäftigung bei gleichzeitiger Preisniveustabilität herrscht, ist der Zins in China wohl nicht zu niedrig.

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Poco Loco 15.01.2016, 13:11
7. Der Anleger wird getäuscht...

....und als Konsument betrachtet, dem man das Geld aus der Tasche ziehen kann. Wie kann es sein, dass sich sogenannte Experten, die ja in erster Linie ihre eigenen Interessen bzw. die ihrer Arbeitgeber vertreten, sich jeden Tag vor die TV-Kameras stellen dürfen um so tun, als wären für Kleinanleger, Börsengeschäfte eine sichere Investition oder Altervorsorge? Das ist Irreführung und Betrug, aber leider ganz legal. Das Kleingedruckte bekommt man dabei nicht zu sehen: Verluste können Ihre Anlage bei weitem übersteigen.

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palart 15.01.2016, 13:12
8. Börsencasino vorübergehend auf Sparflamme

Dem gibt es kaum was hinzuzufügen. Wir werden sehen, wie es kommt und es so nehmen müssen. Wie gewonnen, so zerronnen werden sich viele Anleger nun sagen, die den permanent heissen Versprechungen zu Anlagen in Schwellenländern folgten. Fast nur wer täglich am Geschehen bleibt, wird eher richtig reagieren. Aber wer tut das schon und so bleibt am Ende oft nicht mehr Ertrag als auf einem ganz einfachen Bankkonto, nämlich praktisch nichts nach Abzug aller Gebühren. Wozu also der ganze Aufwand und die gekosteten Nerven bei Kleinanlegern? Ich tu mir das nicht mehr an.

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muellerthomas 15.01.2016, 13:14
9.

Zitat von Armin2
Anfang Januar war es China, dann die H-Bombe in Nord-Korea, dann der niedrige Öl-Preis… Die "Experten" kommen täglich mit neuen Erklärungen für die Kursschwankungen und liegen jedesmal völlig daneben, dabei ist der Grund offensichtlich: Es ist die FED, die die Leitzinsen erhöht hat. Punkt. Und die Kurse werden solange fallen, bis die FED das wieder rückgängig macht und obendrein QE4 auflegt. Und das wird so kommen. Ist natürlich wirtschaftlich eine Katastrophe, auch wenn dann die Rallye wieder weitergehen kann. Aber der Dollar wird das nicht mitmachen.
Was wird der "Dollar nicht mitmachen"? Und weshalb sollten die Kurse nun auf ewig fallen, bis die Zinsen wieder sinken? Natürlich spielen die Zinsen eine Rolle für die Aktienkurse, aber sie sind nicht die einzige Determinante. Die Unternehmensgewinne sind in den USA doch gut und rechtfertigen die aktuellen Kurse.

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