Forum: Wirtschaft
Überangebot: Milchpreis für Bauern fällt teils unter 20 Cent
DPA

Die Milchpreise erreichen ein neues Rekordtief. Erste Bauern verdienen laut einem Zeitungsbericht nur noch 20 Cent pro Liter - halb so viel wie sie zum Überleben brauchen.

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ChristophS82 17.05.2016, 10:33
150. Hin und hergerissen

Einerseits sagt man bei uns: Das erste was ein Bauer nach der Geburt lernt ist jammern.
Andrerseits ist es sehr wichtig, dass Deutschland sich halbwegs autonom versorgen kann mit landwirtschaftlichen Produkten.
Hier ist es also durchaus notwendig, dass eine gewisse Subventionierung stattfindet, denn die Lebensmittelproduktion kann man nicht einfach der Globalisierung opfern.

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MatthiasPetersbach 17.05.2016, 10:34
151.

Zitat von GaliX622
Anstatt ständig die Landwirtschaft zu subventionieren sollte einige Höfe einfach pleite gehen und schließen .. der einzige Weg das Angebot zu verknappen und dadurch den Milchbauern mehr Macht und Auswahl zu geben..
Dann bleiben nur noch die "Großen" übrig. Die Milchbauern, die DANN mehr Macht haben, sind quasi Konzerne. Die in erster Linie Interesse dran haben, möglichst viele Subventionen einzustreichen. Und dann die Priese monopolisieren.

Die beste Lösung ist, ab einer gewissen Größe keine Subventionen mehr zuzulassen - oder am besten garkeine mehr.

SO haben wir zur Zeit das schlechteste aus 2 Welten - freie Marktwirtschaft incl. Konkurrenz und Risiko bei den Kleinen - und massive Subvention incl. von der Allgemeinheit quasi schon bezahlte Hertellung bei den Großen.

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Debattentiger 17.05.2016, 10:35
152. Subventionen für alle...

Na klar... und wenn die Märkte (Russland etc.) wieder in die Milchabnnahme einsteigen und wir, also der Enverbraucher wieder 1,60 Euro und mehr für einen Liter Milch bezahlen wird das dann auch subventioniert? Wer von den Rentnern, Niedriglohn-Jobbern, Alleinerziehenden etc. soll sich das leisten können? Oder werden Milchprodukte dann zum Luxusgut umgetauft?
Die bauern sollten umstrukturieren und aus mehreren Kanälen ihre Einnahmen herleiten, was die großen Bauernbetriebe sicherlich auch machen. Schlecht geht es wahrscheinlich nur denen, die einen kleinen Familienbetrieb mit 30 Kühen haben und sonst nix weiter. Die bekommen aber auch kaum Subventionen.... Ach ja...

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Juvenalis 17.05.2016, 10:35
153. Das hilft

Zitat von spitzaufknoof
täglicher Liter Milch würde die Nachfrage steigern und die Preise würden ebenfalls steigen. Aber die Veganer und Co saufen ja lieber Ihr Soja Gebräu. Fragt sich nur wer denen auf Dauer ihr lebenswichtiges Gemüse züchtet. Denkt mal drüber nach.
Das würde vor allem der Ärzteschaft und der Pharmazie helfen: täglich 1 Liter Milch und in 15 Jahren haben Sie ein klassisches metabolisches Syndrom, Ihre Fettwerte sind für immer durch die Decke....

Aber Sie haben "gesund gelebt".

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Fugenbreitgrau 17.05.2016, 10:35
154. Sind ja nicht systemrelevant?!

Zitat von GaliX622
Anstatt ständig die Landwirtschaft zu subventionieren sollte einige Höfe einfach pleite gehen und schließen .. der einzige Weg das Angebot zu verknappen und dadurch den Milchbauern mehr macht und Auswahl zu geben..
Höfe pleitegehen lassen wegen Versäumnissen der Politik??? Es geben eh schon genügend Bauern auf. Viele andere "überleben" nur aufgrund von Selbstausbeutung. Hat der Staat die Banken pleitegehen lassen? Oder die Industrien? Das Handwerk? Nei, da gibt es zig Milliarden schwere Rettungspakete, Abwrackprämien, Großzügigste Kurzarbeit-regelungen usw.
Sollte eine nennenswerte Anzahl an Höfen pleitegehen, so werden wir dies in naher Zukunft schon zutiefst bedauern. Gerade für Milchwirtschaft gibt es noch Wiesen. Wenn bald nix anderes mehr als Mais angebaut wird, dann finden das bestimmt alle hier im Forum toll, die nach dem Markt rufen...

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rst2010 17.05.2016, 10:37
155. zusammenhalt

kann man von den bauern nicht erwarten, selbst wenn es ihnen wirtschaftlich an den kragen geht.
erwarten würde man ein einheitiches auftreten gegenüber den molkereien, um kostendeckende preise zu erzielen.
was allerdings immer noch nicht das problem der überschüsse, der immer größer werdenden höfe, der zunehmenden industrialisierung lösen wird.

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xaka 17.05.2016, 10:37
156. Vom Markt schwafeln ...

Zitat von BettyB.
Vom Markt schwafeln und Kleinbauern finanziell unterstützen wollen, geht es noch? Doch wen wundert´s, denn die Bundesregierung macht es ja vor... 60 bis 100 Millionen sind möglich. Da kommt Freude auf...
Erinnern wir uns an die Bankenkrise? Für die Banken waren 60 - 100 Milliarden gerade gut genug, da sind die 60 - 100 Millionen für die Milchbauern ja geradezu Almosen und Peanuts ;-)

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Fugenbreitgrau 17.05.2016, 10:40
157. Hallo td66, stimme vollkommen zu!

Zitat von td66
regelt über- und unterkapazitäten aus. Zu Gunsten des Geldbeuteles der Verbraucher. So sollte es eigentlich für alle Güter des täglichen Lebens geregelt werden. Wenn es Milchbauern gibt, die für 20 Ct produzieren können, dann sind die anderen schlichtweg um 100% zu teuer.
Ich fordere die Abschaffung aller Subventionen für Theater, Museen, Fussballvereine, Krankenhäuser, für die Industrie, das Handwerk und die Haushalte. Abschaffung der Subventionierung von Kindern (Kindergeld), von Krankheit (Krankengeld), Abschaffung aller Steuervorteile für jedermann und Frau (Flatratetarif der Steuer) und Nachtwächterstaat, der sich auf die allernotwendigsten Funktionen beschränkt.

Dann haben wir einen "freien" Markt. Ob der zu Gunsten oder Ungunsten der Verbraucher ist, können Sie dann entscheiden. Wenn es dazu kommt, bin ich hier weg!

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Aus dem Ländle 17.05.2016, 10:41
158. Überangebot Milch

Zitat von hummel1
Was laubt man kommt bei einem kilo Preis von teilweise 99 Cent für Bananen oder einem Stückpreis von 9 Cent für eine Kiwi noch bei den Bauern in Südamerika oder sonst wo an? Willkommen im Club! Nachher noch schnell zu kick ein paar Jeans für 9.90 kaufen dann ist alles paletti!
@ Hummel 1 :-) Auch wenn Sie 2 x ins Forum stellen, Bananen für 99 c, Kiwi für 9 c und Jeans für Euro 9,90
noch nicht gesehen. Wie schön und gut war das, der Milchbauer, bei dem der Verbraucher die Kanne Milch holt, die Eier usw. 1986 war das noch :-) Für die Kinder gesund und Erlebnis zugleich.

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mr.andersson 17.05.2016, 10:42
159.

Das ist eben das Interessante auf dieser Welt.

Die "gefühlte" Inflation ist zig mal so hoch, wie die offizielle, weil "der besorgte Bürger" deutlich mehr Geld für Lebensmittel ausgibt, als für die anderen Artikel im statistischen Warenkorb.

Gleichzeitig gehen die Landwirte vor die Hunde, weil deren Erzeugnisse immer billiger werden. Und ja, die werden auch im Laden billiger, nicht nur im Einkauf.

Und da frage ich mich immer, was "die Mehrheit" eigentlich will: Billige/Günstige Lebensmittel oder auskömmlich bezahlte Produzenten.

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