Forum: Wirtschaft
Überangebot: Preisverfall am Ölmarkt setzt sich fort
REUTERS

Hohe Förderquoten und überquellende Lager haben den Preisverfall an den weltweiten Ölmärkten weiter beschleunigt. Die Entwicklung macht den Ölmultis schwer zu schaffen.

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lieber_incognito 28.10.2014, 13:06
70.

Zitat von palourdes
...vom Gas-u.ÖlWeltmarkt. Wenn im Gegensatz zu Deutschland, jetzt Polen auch noch LNG-Terminals errichtet, dann wird die vermeintliche europ. Gas-Abhängigkeit kleingeschrumpft, und dann könnten fast 100prozent abhängige Länder wie Rumänien, Bulgarien event. auch über diese Schienen logistisch .......
Mit anderen Worten:
Russland möchten die USA und der EU die Verantwortung dafür aufdrücken, dass es selbst zu unfähig ist, seine eigene Wirtschaft und Industrie auf ein wettbewerbsfähiges Niveau zu heben. Und das trotz der bisher so üppig sprudelnden Öleinnahmen.

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Gryphon 28.10.2014, 13:08
71. Wo genau entstehen denn da Verluste?

Kann jeder mal schnell nachgoogeln: Der Rohölpreis (Brent) ist in den letzten 3 Monaten um ~25% gefallen, der bundesdurchschnittliche Dieselpreis um nicht mal 5%. Über das Lieferzeiten-Argument wurde ja schon genug geschrieben.
Wo kommen jetzt die Verluste her, die BP beklagt? Zitat Artikel: "Trotz des deutlichen Rückgangs übertraf BP aber die Schätzungen der Analysten. [...] Seinen Aktionären will BP eine Quartalsdividende von zehn US-Cent je Aktie zahlen. Das sind 5,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor."

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RenegadeOtis 28.10.2014, 13:09
72.

Zitat von t dog
Wenn die Weltwirtschaft dermaßen geschrumpft ist, das immer weniger Öl nachgefragt wird, (...)
Ja wenn - allerdings liegt der fallende Rohölpreis eher an einem Überangebot statt an einem Nachfrageeinbruch.

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wecki 28.10.2014, 13:13
73. Augenwischerei

Der Preisverfall liegt bei ca. 30 o/o, der Preisrückgang zB. bei Diesel ca. 0,05€.
Bedenkt man, dass die Preise bei jeder Anhebung des Weltmarktes sofort erheblich nach Oben gingen und die Einführung des Euro alles verdoppeln lies, ist es eine Frechheit was hier abgeht. Nutznießer ist der Staat, der ein Interesse daran hat das der Preis hoch bleibt.

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geode 28.10.2014, 13:24
74. öpnv

Zitat von !!!Fovea!!!
Sinken jetzt auch die Preise für ÖPNV, die können nun ja nicht jammern wegen zu höherer Spritpreise die Fahrkartenpreise zu erhöhen...
Nein, die sinken garantiert nicht. Wenn die Spritpreise wieder auf das vorherige Niveau steigen, wird das dann als Begründung für eine Fahrpreiserhöhung herhalten müssen, weil dann ja die Benzinpreise so stark angezogen haben.

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brut_dargent 28.10.2014, 13:57
75. Kalter Krieg ums Öl

Zitat von Werner_Holt
Diese Niedrigpreispolitik richtet sich nicht gegen den IS, sondern gegen Rußland.
Ja, Sie scheinen recht zu haben. Man darf sich aussuchen, ob mehr wegen Snowden oder der Ukraine: "...Erinnerungen an die 1980er-Jahre werden wach, als der niedrige Ölpreis den Niedergang der Sowjetunion beschleunigte. In Russland hegt daher mancher einen Verdacht: Der ehemalige russische Finanzminister Alexei Kudrin erklärte im russischen Staatsfernsehen, es könne „eine Art Übereinkunft“ zwischen den USA und den Ölstaaten des Nahen Ostens geben, wonach man die Produktion hoch und den Preis niedrig halten wolle. Noch deutlicher wurde Michail Leontjew, Sprecher der staatlichen Ölgesellschaft Rosneft: „Die Preise sind manipuliert“, sagte er in einem Radio-Interview. „Saudi-Arabien bietet große Rabatte auf Öl. Das ist politische Manipulation.“ ..." http://www.handelsblatt.com/finanzen/rohstoffe-devisen/rohstoffe/verschwoerung-oder-preiskampf-kalter-krieg-ums-oel/10845812.html

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jupp78 28.10.2014, 14:03
76.

Zitat von Gryphon
Kann jeder mal schnell nachgoogeln: Der Rohölpreis (Brent) ist in den letzten 3 Monaten um ~25% gefallen, der bundesdurchschnittliche Dieselpreis um nicht mal 5%. Über das Lieferzeiten-Argument wurde ja schon genug geschrieben. Wo kommen jetzt die Verluste her, die BP beklagt? Zitat Artikel: "Trotz des deutlichen Rückgangs übertraf BP aber die Schätzungen der Analysten. [...] Seinen Aktionären will BP eine Quartalsdividende von zehn US-Cent je Aktie zahlen. Das sind 5,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor."
Von Verlusten hat doch gar keiner gesprochen.
Lediglich der Gewinn ist etwas zurückgegangen.

Davon abgesehen ist Rohölpreis nicht gleich Dieselpreis.
Die größten Posten, warum die nicht prozentual korrelieren, sind einerseits die fixen Steuern (Energiesteuer) und andererseits, dass der Rohölpreis in Dollar und der Dieselpreis in Euro angegeben wird. Fällt der Euro (was er hier getan hat) so wird der Diesel teurer. Das allein hat rund die Hälfte des Preisverfalls des Rohöls aufgefressen.
Der vergleichsweise geringe Rückgang der Diesel-/Benzinpreise ist absolut erklärbar und hat nichts damit zu tun, dass die Ölmultis die Preissenkungen beim Rohöl nicht weitergeben.

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dannliesdochmalwas 28.10.2014, 14:03
77. Chance

Das wäre doch jetzt eine prima Gelegenheit, die Mineralölsteuer (oder Ökosteuer) um zwei Cent zu erhöhen und dafür die monströsen Maut-Pläne in die Tonne zu treten.

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RenegadeOtis 28.10.2014, 14:04
78.

Zitat von wecki
Der Preisverfall liegt bei ca. 30 o/o, der Preisrückgang zB. bei Diesel ca. 0,05€. Bedenkt man, dass die Preise bei jeder Anhebung des Weltmarktes sofort erheblich nach Oben gingen und die Einführung des Euro alles verdoppeln lies, ist es eine Frechheit was hier abgeht.
Ich weiss nichtmal wo ich anfangen soll: Ausser den 30% ist daran ja alles falsch.

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klopkop 28.10.2014, 14:08
79.

Ist so gewollt, vor allem von Saudi-Arabien und den USA. Soll Russland und den Iran unterdrucksetzen. All die sich jetzt auf fallende Preise freuen, kann ich beruhigen, beim Endverbraucher wird sich so gut wie nichts an den Preisen tun. Es gibt ja schließlich noch die Spekulanten.

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