Forum: Wirtschaft
Überarbeitete Postboten: "Sie fallen um wie die Fliegen"
dapd

Lange Touren, massenhaft Überstunden, keine Pause - Zusteller der deutschen Post beklagen harte Arbeitsbedingungen. Vor allem in der Weihnachtszeit steigt das Pensum der Postboten. Die Stimmung ist mies, viele halten den Job nicht mehr aus. Immer häufiger bekommen Kunden ihre Briefe zu spät.

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Hilfskraft 18.12.2012, 13:39
160. kann unser Land ...

kann unser Land eigentlich nur auf dem Boden der Ausbeutung gedeihen?

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mic04 18.12.2012, 13:42
161. Ein Hoch auf die Liberalisierung!

Ich arbeite selber in den Beruf. Es war abzusehen dass ja so kommen müsste. Wer braucht schon mehrere Postunternehmen in einer Stadt? Letzenendes leiden nur die Kunden und die Beschäftigten darunter. Man hätte damals das Postmonopol schützen müssen.

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sagmalwasdazu 18.12.2012, 13:42
162. Scheint so !

Zitat von Hilfskraft
kann unser Land eigentlich nur auf dem Boden der Ausbeutung gedeihen?
Und von dem heutigen Ausschuß, und dem neuen Bericht über die drohende Altersarmut, auch hier keine Berichterstattung.

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ServicePackXXL 18.12.2012, 13:42
163. pakete sind sicherer als päckchen?

Zitat von webman
Nachdem die von mir alljährlich als Päckchen verschickten Champagnerflaschen zu Weihnachten an meine Kunden sehr häufig verlustig gingen, schick ich jetzt alle als Paket..., das sagt alles!!!!
vielleicht sollte ich auch viel luft durch die gegend transportieren lassen:
regelmäßig kommen nämlich einschreiben bei mir nicht an, bleiben auch nach suchauftrag unauffindbar, bringen aber unglaubliche 25,-(!) euro verlust-entschädigung von der post.

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AuchNurEinNick 18.12.2012, 13:43
164. aaa

Zitat von !!!Fovea!!!
Nun ja, vor kurzem hatte ich ein Erlebnis mit einem Hermes Zusteller, ein Mitbürger mit Migrationshintergrund aus dem asiatischen Bereich, kaum der deutschen Sprache mächtig, meinte, es wäre meine Aufgabe die Ware im EG entgegenzunehmen, damit er nicht in den 1. Stock kommen braucht......
I.a. und wenn nicht anders vereinbart müssen Logistik-Unternehmen nur bis zur ersten verschliessbaren Tür liefern und das ist in einem Mehrfamilienhaus i.A. die Haustür im Erdgeschoß und nicht Ihre Wohnungstür.

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buhli1961 18.12.2012, 13:54
165. Beamtentum und Staatsbetrieb

Was hat das miteinader zu tun? Beamte sind doch nur ein Relikt aus der Kaiserzeit. Mit dem Beitritt hatte man in den gebrauchten Ländern die Chance diesen alten Zopf zu entfernen. Warum wurde das unterlassen? Ordentlich bezahlte Arbeitskräfte verschulden auch ein Staatsunternehmen nicht. Vorausgesetzt es wird ordentlich geführt. Die Folgekosten die für die Staatskasse anfallen, entfallen dann nämlich.

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Holperik 18.12.2012, 13:54
166.

Zitat von tutnet
Als Springer wußte man ja nicht, ob die Hausnummer einen Zahlendreher hatte, ob der Empfänger vor zwei Jahren umgezogen war und der Nachsendeantrag abgelaufen war oder ob der Empfänger bei jemandem wohnte und nicht auf dem Hausbriefkasten verzeichnet war. Also nahm man sich das Telefonbuch und hat versucht zumindest die Sendungen ohne Hausnummer zu ergänzen. Alles "Unbekannt" stempeln ging nicht, dafür gab es einen Rüffel. Für diese ganzen Nacharbeiten ging nochmal bis zu einer Stunde drauf.
Bei mir war's etwas später in den 1980er Jahren. Da steckten dann aber sogenannte "Nachsendemerkkarten" in den Fächern, die bei Ablauf der Frist eingesammelt wurden.
Dazu lag noch ein vom Stammzusteller geführter Begehungsplan am Platz, in dem sämtliche Namen in der Gangordnung aufgeführt waren, zusätzlich zum Teil noch mit Extrainfos, wie z.B., wo welcher Briefkasten versteckt war oder wer bei wem noch wohnte.
Zum Teil waren die Dinger mustergültig geführt, einige Stammkräfte hatten sich sogar die Mühe gemacht, eine alphabetische Namensliste des Bezirks dranzuhängen, das alles ohne Computer, zum Großteil sogar noch handschriftlich.
Da kam die Post aber noch überwiegend pünktlich und beim richtigen Empfänger an, selbst wenn die Vertretungskraft bräsig war.

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sagmalwasdazu 18.12.2012, 13:55
167. Ist noch Steigerungsfähig....

Zitat von mic04
Ich arbeite selber in den Beruf. Es war abzusehen dass ja so kommen müsste. Wer braucht schon mehrere Postunternehmen in einer Stadt? Letzenendes leiden nur die Kunden und die Beschäftigten darunter. Man hätte damals das Postmonopol schützen müssen.
...am Ende dackelt so ein armer Bündel Mensch mit gleich mehreren
Posttaschen und Karren herum. Von jeweils allen gängigen Zustellunternehmen.
EIN Zusteller für alle Unternehmen. Dann darf er abends seine Lohnabrechnung als Subunternehmer schreiben :

* 2.25 Std. für Post = 17 €
* 2,5 Std. für TNT = 16 €
*4,85 Std. für Hermes = 21 €
usw.....usf.

Klar, alles auf eigenes Risiko, sowie Selbstversicherung usw. !
Alles ist Steigerungsfähig.

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UbuRoy 18.12.2012, 13:59
168. Generalstreik!

Wenn alle ausgebeuteten unterbezahlten Arbeitskräfte dieser Republik mal ansatzweise organisiert wären und in Streik treten würden, statt sich auf unmenschliche und schlecht bezahlte Weise die Gesundheit ruinieren zu lassen, würden alle diese §%&$%§&Konzerne sehr schnell zu Kreuze kriechen.
Also Leute, zeigt mal Courage!

Angst um so einen Job braucht niemand zu haben, oder?

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meinmein 18.12.2012, 14:01
169.

Montags und samstags habe ich nie Post im Briefkasten, ich bezweifle, dass an diesen Tagen überhaupt ein Briefträger unterwegs ist.

Wenn das alles so schlecht funktioniert, frage ich mich, warum alle übers Internet bestellen. Wie kommen die nur an ihre Ware?

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