Forum: Wirtschaft
Überarbeitete Postboten: "Sie fallen um wie die Fliegen"
dapd

Lange Touren, massenhaft Überstunden, keine Pause - Zusteller der deutschen Post beklagen harte Arbeitsbedingungen. Vor allem in der Weihnachtszeit steigt das Pensum der Postboten. Die Stimmung ist mies, viele halten den Job nicht mehr aus. Immer häufiger bekommen Kunden ihre Briefe zu spät.

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Hafenschiff 18.12.2012, 11:17
10.

Zitat von mimija
die Bosse der Post die Zustellerbezirke zuteilen, müssten sie verpflichtet werden jeden Bezirk selbst einmal mit Post zu begehen! Vielleicht würde das helfen!
Genau das hab ich mir auch gedacht: "Manager aller Ebenen in die Produktion!" ... wenigstens mal für ein paar Tage oder besser für zwei Wochen.
Und das wäre nicht nur bei der Post angebracht. Auch in fast allen anderen Wirtschaftszweigen wäre das notwendig, beispielsweise in der Pflege und in Krankenhäusern, bei Zustelldiensten allgemein, bei Filialverkäufern, bei der Müllabfuhr, bei der Bahn, im Busverkehr und und und.
Viele, die heute als Manager (egal ob unteres, mittleres oder gehobenes Management) oder in der Politik irgendwo tätig sind, haben noch nie in ihrem Leben richtige Arbeit gemacht, sondern sind meist direkt nach Schule und Studium in die Management-Ebene eingestiegen. Eigentlich sollte es Usus sein, dass jeder Vorgesetzte und Manager jedes Jahr mal zwei Wochen die Arbeit seiner Untergebenen machen muss, um nicht ganz den Bodenkontakt zu den normalen Arbeitnehmern zu verlieren und zu den Arbeitsbedingungen, die man diesen überträgt.

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fridolinkiesewetter 18.12.2012, 11:20
11. Versandkostenfrei!

Wen wundert das? Hier wird an zwei üblen Stellschrauben gedreht zu lasten der kleinsten im Betrieb!

1. Problem: Niemand ist mehr gewillt für eine erbrachte Leistung angemessen zu zahlen und erkennt auch nicht in seinem asozialen Geiz, dass anständige Arbeitsbedingungen auch was kosten. Insofern sollten versandkostenfreie Angebote im Versand unter die rechtliche Lupe genommen werden.
2. Problem: Betriebswirtschaftliche Statistik und Kennzahlenfixiertheit. Es wird eine extrem huddelige dahingerotzte Erfassungsmethode, die auch noch leicht manipulierbar ist, angewandt, um einen Arbeitsablauf zu analysieren. Wer hat denn da in seinem grundlagenseminar gepennt? Also entweder ist es Dummheit oder Verschlagenheit, die zu so etwas führt!
Dummheit aus dem bereits erläuterten Grunde, weil sowas von falsch und nachlässig gemessen wird, dass es nur einen schluss gibt. Verschlagenheit, weil man absichtlich um gute Zahlen vorweisen zu können ein falsches Maß anwendet. Beides führt zu dem Schluss, dass die Post an den entscheidenden Stellen einfach inkompetentes Personal sitzen hat!

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shokaku 18.12.2012, 11:21
12.

Zitat von mrkanister
Weniger Fialen mit längeren Warteschlangen, Dumping Löhne, Briefe kommen nicht mehr an, weniger Briefkästen ... Ein hoch auf die Privatisierung! Ich hoffe, dass wenigstens die Vorstände glücklich sind!
Was soll das Gejammer? Die Gesellschaft will billig, sie bekommt billig.

Anfang des Jahres wird die Post ja das Briefporto erhöhen. Was das wieder an Genöhle nach sich ziehen wird.

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max-mustermann 18.12.2012, 11:21
13.

Ich bekomme meine Post schon seit über einem Jahr nicht vor 16 Uhr oft sogar erst um 18 Uhr also die "Ausrede" Weihnachten zählt nicht.

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fagus 18.12.2012, 11:21
14.

Zitat von sysop
Lange Touren, massenhaft Überstunden, keine Pause - Zusteller der deutschen Post beklagen harte Arbeitsbedingungen. Vor allem in der Weihnachtszeit steigt das Pensum der Postboten. Die Stimmung ist mies, viele halten den Job nicht mehr aus. Immer häufiger bekommen Kunden ihre Briefe zu spät.
Bahn, Post, Wasserversorgung, Stromversorgung, Infrastruktur generell darf eben nicht an Aktien und Renditen hängen. Diese Unternehmen brauchen keinen Gewinn, sie sind Grundversorger und müssen eigentlich nur genug einnehmen, um Kosten und nötige Investitionen zu finanzieren. Aber wenn man Grundversorger privatisiert, geht es eben nicht mehr um die Versorgung, sondern nur um den Gewinn der Aktionäre. Und dann wundert man sich?

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Mo2 18.12.2012, 11:22
15. Deutsche (Post)Bank

Zitat von osis1980
Ist die Liberalisierung nicht toll? Menschen egal, Service noch schlechter, Aufbau doppelter Strukturen in den Städten, sinkende Versorgung auf dem Land...
Eine ähnliche Entwicklung gibt es bei der Postbank, seit sie von einer kriminellen Vereinigung übernommen wurde.

Deutsche Postbank - Bank steigert Gewinn und senkt Kosten - Wirtschaft - Hamburger Abendblatt

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egowehner 18.12.2012, 11:23
16. Menschenschinderei

nennt man die Personalpolitik der Deutschen Post. Und der
Gesetzgeber schaut zu. Frau Merkel & Co. fuehlen sich nur
den Konzernen verpflichtet, das ist inzwischen klar. Und die
Reise geht in Richtung eines gnadenlosen Staatskapitalismus. Eine tolle Demokratie ist das.

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fatherted98 18.12.2012, 11:28
17. Als die Post....

...noch staatlich war, ging schon einer mit einem Messrad hinter meinem Vater her um die größe seines Zustell-Bezirks in km zu messen und die Zeit zu stoppen...natürlich ging er nicht mit in den 4. Stock bei Einschreiben oder sonstigen Postsachen, die eine Unterschrift verlangten. Damals wurden schon Bezirke zusammengelegt - immerhin die Postgewerkschaft verhinderte das Schlimmste - Heute bei VERDI...haha...Bsirkse...passiert gar nix mehr.
Damals mußten die Postboten morgens noch ihre Briefe selbst sortieren...das machen jetzt andere (prekär Beschäftigte) und die Briefträger bekommen die vollen Kisten in den Bezirk gefahren und müssen diese austragen...komme was da wolle. Vor allem Werbezustellungen die an JEDEN Haushalt gehen, egal ob ein Schild mit Bitte keine Werbung einwerfen dran ist oder nicht - gelten ja als Postsache - sind der absolute Hammer...jeder Briefkasten muss bestückt werden. Es kommt bei uns manchmal vor das der Briefträger noch am Sonntag die Post vom Samstag austrägt...weil er es Samstags einfach nicht geschaft hat...wir haben auch immer andere Briefträger...entweder weil keiner den Job machen will oder weil die im fliegenden Wechsel von Bezirk zu Bezirk springen..keine Ahnung...jedenfalls wenn ein neuer da ist weiß er ja gar nicht wo alle Briefkästen sind (teilweise hinter den Häusern)...dementsprechend braucht er mehr Zeit...es ist ein Knochenjob und die Post ist mittlerweile kein guter
Arbeitgeber mehr....

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Hamberliner 18.12.2012, 11:28
18.

Zitat von sysop
Lange Touren, massenhaft Überstunden, keine Pause - Zusteller der deutschen Post beklagen harte Arbeitsbedingungen. Vor allem in der Weihnachtszeit steigt das Pensum der Postboten. Die Stimmung ist mies, viele halten den Job nicht mehr aus. Immer häufiger bekommen Kunden ihre Briefe zu spät.
Wenn das Postbotenforum im Internet auf einmal sang- und klanglos verschwindet liegt das daran, dass die Postboten den Fehler gemacht haben, das Web zu nehmen. Im Usenet können sie nach news:de.talk.unmut posten oder - wenn dauernd genug Diskussionsbeiträge zusammenkommen - eine eigene Postboten-Newsgroup vorschlagen, indem sie ein RfD einreichen. Newsgroups können nicht sang- und klanglos verschwinden, sondern nur durch Mehrheitsbeschluss, und sie können auch nicht zensiert werden, weil sie auf tausenden Newsservern vorhanden sind.

Ansonsten: Mir stehen die Haare zu Berge, dass immer noch so viele Menschen per Papier korrespondieren. Mir stehen auch die Haare zu Berge, dass die Postboten (hach, sind wir heute mal wieder umweltfreundlich) sich mit dem Fahrrad von Haustür zu Haustür quälen müssen. Pedelecs sind da nur ein schwarer Trost. In Spanien knattert die Post selbstverständlich auch über Bürgersteige und Fußgängerzonen mit der Vespa direkt vor den Briefkasten.

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AlexBauer1981 18.12.2012, 11:28
19. Montagszustellung

Was heisst hier "in Norddeutschland" - meine Freundin wohnt in Frankfurt/Main und ich komme aus einer anderen Stadt in ca. 30 KM Entfernung. Die letzte Briefsendung die an einem Montag zugestellt wurde liegt bei uns beiden inzwischen MONATE zurück!

Und speziell meine Freundin hat so viele Kontakte, dass sie eigentlich täglich(!) mindestens eine Briefsendung erhält.

Das kann kein Zufall sein ...

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