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Überfüllte ICE: Bahn will mit längeren Zügen mehr Plätze schaffen
DPA

Mit neuen und längeren Zügen will die Bahn mehr Fahrgäste anlocken. "Wir wollen noch stärker als bisher Auto und Flugzeug angreifen", sagte Konzernchef Richard Lutz. Derzeit müssten wöchentlich überfüllte Züge zwangsgeräumt werden.

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rohamburg 20.04.2018, 14:24
50. Schwacher Vergleich mit den „Franzosen“

ich fahre regelmäßig mit der SNCF.
Wer rechtzeitig ein Ticket bucht bekommt einen Platz und das ohne überzogenen Platzreservierungskosten. Und wer kurzfristig mitfahren will steigt trotzdem ein: ich habe noch nie erlebt dass jemand deshalb aus dem Zug geworfen wurde, denn es sind immer noch Plätze frei, weil bekanntermaßen nicht zwangsläufig jeder den Zug nimmt. Und diese Kurzentschlossenen nehmen nicht nur einen höheren Ticketpreis in Kauf sondern auch einen Stehplatz.

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bartsuisse 21.04.2018, 12:54
51. Reservation und Frequenz

in Italien ist die HG Reservationspflichtig. Jeder weiss genau wo er hin muss und findet seinen Platz reserviert. Es gibt keine Leerreservationen. Die Sektoren und Waggons halten genau am bezeichneten Ort. Darum geht ein Halt beispielsweise im Knoten Bologna mit 800 Passagieren insgesamt im Zug nur Minuten. Aberces ist auch eine Frage der Frequenz. Auf der Strecke Rom Mailand fahren 75 Züge pro Richtung pro Tag. Strecke exakt vergleichbar mit München Berlin. Die DB hat die HALBE Frequenz der SBB bei 10 mal grösserem Netz und exakt 10 mal grösserer Bevölkerung. Kein Wunder müssen Deutsche stehen obwohl sie nicht mal ein Drittel so weit fahren wie Schweizer. Ich finde Reservationspflicht perfekt und angenehm. Das Argument man hätte keinen Anschluss wenn der Zug verspätet sei, ist kein Argument sondern ein Anpassen nach unten. In Italien gibt es für Spontanreisende dafür kleine mobile Schalter in der Nähe der HG Gleise wo man noch schnell Tickets kaufen kann. In der zweitschnellsten HG der Welt (Durchschnittsreisegeschwindigkeit) auf komplett separiertem Netz gibt es 4 Klassen, von Executive das mit Business beim Fliegen vergleichbar ist bis Standard, was der 2. Klasse in Deutschland entspricht, es gibt Zeitungen, Snacks und Getränk und auch da wird der Zug während der Fahrt von Reinigungspersonal geputzt. Ah und die Reise Mailand Rom dauert mit 2 Zwischenhalten 2 Std.50 Minuten und nicht 4 oder mehr Stunden wie mit der schlappen DB

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wallot10 22.04.2018, 23:12
52.

Ich finde gar nicht so schlecht, dass es keine Reservierungspflicht gibt. Ansonsten könnten weniger Passagiere transportiert werden. Es ist wie im Fußballstadion: In ein reines Sitzplatzstadion passen weniger Fans als in ein Stadion mit Stehplätzen. Es gibt halt einige, die wollen nur von A nach B transportiert werden. Wer einen Sitzplatz möchte, soll halt ein bisschen mehr bezahlen. Aber natürlich könnte man es klarer darstellen. Ich finde es nicht optimal, dass auf dem Buchungsportal der Preis angezeigt wird, und man später für eine Sitzplatzreservierung einen Aufpreis bezahlen muss. Entweder man macht den umgekehrten Weg und zeigt einen Preis an, den man durch einen Verzicht auf eine Sitzplatzreservierung reduzieren kann (Ich glaube auch, dass man dadurch mehr Sitzplatzreservierungen verkaufen würde) oder man zeigt auf dem Buchungsportal beide Preise an (z.B. Sparangebot Basis, Sparangebot +, Flexpreis Basis und Flexpreis + (+ ist jeweils eine Sitzplatzreservierung)). Insbesondere auf dem englischen Buchungsportal sollte es von Anfang an sichtbar sein (wenn es in anderen Länder üblich ist, dass man dort immer einen Sitzplatz hat).
Ein großes Ärgernis ist, dass es Zwangsräumungen gibt. Die Passagiere kaufen ein Ticket, in dem glauben, dass sie transportiert werden. Die Bahn kann nicht einfach so viele Ticktes verkaufen, wie sie lustig ist und danach den Zug räumen lassen. Dann soll die Bahn halt nicht so viele Tickets verkaufen. Die Bahn könnte doch einen Richtwert testen, ab wie vielen Passagieren ein Zug im Regelfall überladen ist - und so viele Tickets werden maximal verkauft. Dass sehr schwere Passagiere einsteigen und dadurch ein Zug schneller überladen ist, wäre zwar immer noch möglich, aber extrem selten (und wenn es häufiger wäre, müsste man eben die Ticketanzahl weiter reduzieren). Politik oder Justiz müssten generell festlegen, dass Passagiere, die zwangsgeräumt werden, den 10-fachen-Ticketpreis als Entschädigung bekommen. Die Bahn sollte eigentlich selbst ein Interesse haben, dass der Zug nicht zu voll wird. Ansonsten kommt der Zugbegleiter überhaupt nicht mehr durch um die Tickets zu kontrollieren.

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lila72 22.04.2018, 03:09
53. ... nur Bahn"experten" hier....

Bis auf die Beiträge 36 und 49 findet man hier vor allem Bahnbashing, Besserwisserei bei völliger Unkenntnis und arrogantes Geschreibsel a la "alle doof ausser ich".

Ja, es ist noch längst nicht alles toll bei der DB und ich ärgere mich bei Gelegenheit auch am allermeisten darüber, was und vor allem warum eine schlechte Performance abgeliefert wird. Aber ... niemand wird gezwungen, die Bahn zu nutzen, ob im Nah- oder Fernverkehr. Und ob Straßen- und Luftverkehr alles so viel besser kann? ...

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der_rookie 22.04.2018, 10:01
54. Hm

Die Bahn ist leider Spielball der Politik und jede Entscheidung verlangt die Zustimmung vieler Parteien. Deswegen passiert so wenig und alles dauert so lange.
Zur Sache: Gegen Ueberfuellung gibt es logischerweise nur 2 Chancen: Entweder weniger Fahrgaester oder mehr Angebot. Ich freue mich wenn die Bahn ihr Angebot ausbaut. Mir waeren mehr, anstelle laengerer, Zuege noch lieber, aber da spielt das Netz mit dem leidigen Mischverkehr vermutlich nicht mit. Zwangsraeumungen sind dagegen die falsche Methode.
Dennnoch denke ich auch, dass Zwangsreservierungen ebenfalls helfen wuerden. In jedem Fernbus oder Flugzeug kann ich auch nur mit Sitzplatz einsteigen, die Leute sind das also gewohnt. Ausserdem habe ich als Reisender dann die Sicherheit einen Platz zu haben. Das reduziert Streit beim Einsteigen (jeder will der Erste sein) und ermoeglicht die Sortierung der Fahrgaeste bereits am Bahnsteig. Das wuerde dann vielleicht auch erlauben kostenguenstige Stehplatzkontigente einzufuehren (5-10 pro Wagen?)

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bartsuisse 22.04.2018, 11:12
55. rookie - beides nötig

mehr Züge und längere Züge. Das Netz wird das auch hergeben. In der Schweiz gibt es die doppelte Frequenz bei Passagieren also Passagier km und dreifache bei den Güter. Man kann das proportional umlegen bez. Netz und Anzahl Passagiere. Auch hier gibt es viele Engpässe, die allerdings kontinuierlich ausgebaut werden. Das kostet.
Es reicht aber die Fahrpläne vergleichbarer Strecken anzuschauen um zu sehen wie schlecht die Frequenz in Deutschland ist. Bei ICE Ferverbindungen ist Reservationspflicht nötig wenn man kurze Haltezeiten will. Das machen ALLE guten HG so aus gutem Grund. Pünktlichkeit. Wie sollen beispielsweise 75 Züge pro Tag pro Richtung Mailand Rom sonst zu machen sein? Freier Zustieg geht in Kurzverbindungen und bei hoher Frequenz wie in der Schweiz wo gewisse Strecken zwischen grossen Städten im 25 Minuten Takt geplant sind.
Allerdings ist die Auslastung der DB im Vergleich FS, SNCF, SBB auch die schlechteste. Die Konzeptlosigkeit der deutschen Verkehrspolitik spiegelt sich eindeutig in der DB

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sandiro 22.04.2018, 12:57
56. Warum nicht mehr Züge

Warum müssen immer längere Züge sein. Mir wurde es reichen wenn viel mehr "halbe" ICE Züge fahren würden. Warum geht es in Frankreich das Züge in kürzeren Abständen fahren. Warum nicht auch bei uns? 400 Meter Züge sind genug besonders wenn dann auch no h die Züge einfach neu und komplett umgestellt werden und die wagenreihenfolge dann nicht mehr stimmt. Auch Verspätungsgründe.
Bitte lieber mehr und kürzere ICE Züge

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