Forum: Wirtschaft
Überlastete Arbeitnehmer: Zahl der Überstunden steigt auf 1,8 Milliarden
DPA

Die gute Konjunktur beschert deutschen Firmen viele Aufträge. Doch um diese abzuarbeiten, stellen sie nicht etwa mehr Leute ein - stattdessen muss die Belegschaft mehr Überstunden machen.

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comtom 12.07.2016, 23:05
200. 997,1 Millionen unbezahlte Überstunden

Würde mich interessieren ob da nicht der Strafbestand der Schwarzarbeit zum tragen kommt.
Denn der volkswirtschaftliche Schaden durch entgangene Steuern und Sozialabgaben ist nicht unerheblich.
Aber das wird wohl nicht interessieren, solange damit andere wirtschaftliche Ziele erreicht werden.
Allerdings frage ich mich wie armselig solche Menschen sind bzw. wo deren Würde ist die immer so hoch gelobt wird.

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qualityvsquantity 13.07.2016, 00:31
201. Überstunden = Prozessverbesserungen?!

Zitat von C-Hochwald
Oft sind es dann gerade die Mitarbeiter mit Bereitschaft zu Überstunden, die für notwendige Prozessverbesserungen sorgen, um die Produktionskosten zu senken. Diese Mitarbeiter helfen somit auch den nicht-überstunden leistenden Mitarbeitern beim Erhalt derer Arbeitsplätze.
Jetzt bin ich mal sehr gespannt. Habe Sie belege für diese Aussage? Wieviele Überstunden ergeben wieviele Ersparnisse?

For what its worth: Meiner Meinung nach sind Prozessverbesserungen von ganz andere Faktoren abhängig (z.b. gutes Change Management, Wichtigkeit/Dringlichkeit der Verbesserungen, Machbarkeit, Mitarbeiter Skills/Erfahrung).....

Wichtig ist auch Faktenbasiert zu agieren und nicht einfach "show your sweat" Aktionen zu starten. Nach dem Motto: Lieber smart als hart arbeiten....

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deftone23 13.07.2016, 00:43
202.

Zitat von TheFrog
ich denke, das es da eine ganze Menge Unternehmen gibt, die Probleme haben Mitarbeiter zu finden, die bereit sind Auslandseinsätze zu machen. Diejenigen, die dazu bereit sind, sind schon von selber gegangen, in der Regel Fachkräfte. Diejenigen, die noch da sind, sind entweder nicht bereit, Ihre Komfortzone zu verlassen oder es mangelt an Sprachkenntnissen oder an Risikobereitschaft oder an allen aufgeführten Punkten. Natürlich kann es auch an der Entlohnung liegen. Ich arbeite hier in der Schweiz, und von den Leuten die ich kenne, hochqualifiziert, würde keiner auf die Idee kommen, sich in Deutschland zu bewerben. Andererseits hat keiner von denen ein Problem, in der Schweiz, den USA oder Kanada, auch in Schweden einen Job zu bekommen (Beispiele). Das liegt definitiv an der "leistungsgerechten" Bezahlung. Deutsche Firmen meinen, für Dumpingpreise gut ausgebildetes Fachpersonal zu bekommen. Das funktioniert aber leider nicht. Du bekommst, was Du zahlst. Nicht mehr und nicht weniger. In Deutschland eher weniger, nur merkt das (noch) keiner.
Da bin ich größtenteils Bei Ihnen. Ich zum Beispiel (noch im Studium) hätte sehr großes Interesse an Auslandseinsätzen, meine Studiumswahl ist da allerdings eher suboptimal geeignet.

Daher wundere ich mich potentielle Auslandseinsätze für Interessenten ein Ausschlußkriterium sein sollen.

Erbärmliche Bezahlung ist allerdings ein Ausschlußkriterium. Da läuft es in anderen Ländern tatsächlich besser mit der finanziellen Wertschätzung.

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cabeza_cuadrada 13.07.2016, 08:42
203. Oh, nicht mehr aktuell

Zitat von bernd.stromberg
Sie sollten dringend Ihr Wissen zum Thema Kündigungsschutz updaten - das scheint nicht mehr aktuell zu sein. Als kleines Unternehmen (bis zu einer gewissen Mitarbeiterzahl) können Sie einem Mitarbeiter ganz ohne Hürden mit der gesetzlichen oder, sofern vorhanden, arbeitsvertraglichen Frist die ordentliche Kündigung aussprechen. Je nach Unternehmensgröße steigen dann tatsächlich die Maßgaben. Einen Betriebsrat haben meiner Erfahrung nach viele Unternehmen mit 100-1000 MA heutzutage gar nicht mehr. Auch in mittelständischen Unternehmen ist das ohne allzu große Probleme möglich.
Wieso gibt es dann Abfindungen wenn man die MA auch so rausschmeißen kann? Ich kenne kein Unternehmen persönlich das keinen Betriebsrat hat. Bei kleinen Krautern mag das natürlich anders aussehen.

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g0r3 13.07.2016, 09:17
204.

Zitat von trader_07
Was für ein Unsinn. In 98% aller Unternehmen werden Sie nie auch nur einen Leiharbeiter finden.
Geben Sie der Brachne noch ein paar Jahre. In den letzten 15 Jahren hat sich die Anzahl der Leiharbeiter vervierfacht. Und das wird nicht sich nicht abbremsen. Und das sogar ganz davon abgesehen, dass es auch vorher schon Mittel und Wege gab.

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Arktuss 13.07.2016, 10:11
205.

Zitat von cabeza_cuadrada
Ich kenne kein Unternehmen persönlich das keinen Betriebsrat hat. Bei kleinen Krautern mag das natürlich anders aussehen.
Ich habe noch nie bei einem Unternehmen mit Betriebsrat gearbeitet. Weder in den letzten 10 Jahren als Softwareentwickler noch dafür in vielen anderen Branchen. Und gerade in der Softwareentwicklung waren das alles mittelständische Unternehmen mit mehr als 150 Mitarbeitern.

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cabeza_cuadrada 13.07.2016, 10:27
206. Na dann wird es aber Zeit

Zitat von Arktuss
Ich habe noch nie bei einem Unternehmen mit Betriebsrat gearbeitet. Weder in den letzten 10 Jahren als Softwareentwickler noch dafür in vielen anderen Branchen. Und gerade in der Softwareentwicklung waren das alles mittelständische Unternehmen mit mehr als 150 Mitarbeitern.
je älter man wird desto mehr sollte man auf solche Dinge achten. Ich lege mittlerweile Wert auf vernünftige Bezahlung, geregelte Arbeitszeiten, wenig bis gar keine Dienstreisen (also keine Striche...ups Beraterjobs mehr) und einen starken Betriebsrat. Die Zeiten von Start Ups mit wenig Geld dafür kostenloses Eis am Stiel und Hängematte in der Küche sind für mich vorbei. Aber das muss natürlich jeder selbst wissen.

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Arktuss 13.07.2016, 10:54
207.

Zitat von cabeza_cuadrada
je älter man wird desto mehr sollte man auf solche Dinge achten. Ich lege mittlerweile Wert auf vernünftige Bezahlung, geregelte Arbeitszeiten, wenig bis gar keine Dienstreisen (also keine Striche...ups Beraterjobs mehr) und einen starken Betriebsrat. Die Zeiten von Start Ups mit wenig Geld dafür kostenloses Eis am Stiel und Hängematte in der Küche sind für mich vorbei. Aber das muss natürlich jeder selbst wissen.
Das waren und sind keine Startups, dass sind Firmen die seit mehr als 20 existieren. Und Hängematten gibt es da ganz sicher nicht, nur eben jede Menge unbezahlte Überstunden.

Vernünftige Bezahlung, geregelte Arbeitszeiten und mehr als 24 Tage Urlaub die ich auch nehmen kann und die nicht am Jahresende verfallen, hätte ich auch gerne.
Solche Firmen nehmen aber nur studierte Informatiker und keine die ihr Studium krankheitsbedingt abgebrochen haben und deshalb nur eine Ausbildung vorweisen können.

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hjoburg 13.07.2016, 11:00
208. Rein rechnerisch könnten dafür 1,0 Mio. Vollzeitstellen geschaffen werden?

Statt dessen müssen Millionen in Deutschland als "eiserne Reserve" vor sich hin vegetieren. Denn nur so lassen sich niedrigste Armutslöhne durchsetzen, welche nicht einmal im aktiven Erwerbsleben zum überleben reichen?

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