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Übernahme-Rekord: China kauft Deutschland AG
REUTERS

China will bis 2050 die technologische Führung übernehmen. Und das Knowhow deutscher Firmen soll dabei helfen. In diesem Jahr haben chinesische Unternehmen für Übernahmen so viel Geld ausgegeben wie noch nie.

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bristolbay 27.12.2016, 10:22
50. Nur Geld zählt

und das haben die Chenisen tonnenweise in ihren Tresoren lagern, nutzloses Papier mit Dollarzeichen und das setzen sie jetzt aber wirklich richtig gut ein.
Sie tauschen Papier gegen etwas reales und unsere Regierung und vor allem Brüssel schaut tatenlos zu.
Dummheit kann man der chinesischen Führung in keiner Weise vorwerfen, als sie ihren Markt öffneten akzeptierten die gierigen Kapitalisten jegliche Bedingungen, selbst die, nicht der Herr im Haus zu sein und neben der Beteiligung von kleiner 50% auch die Öffnung ihrer technischen Unterlagen zu ermöglichen.
Jetzt tauchen sie hier als "Investoren" auf und niemand interessiert sich dafür, das zum Teil mit sehr viel staatlicher Subvention aufgebaute Know-How abfließt.
Die Formel in einem Entwicklungsland bei einem Joint-Venture IMMER die Majorität zu besitzen und staatlichen Einfluß zu dämmen, hatte in China keine Gültigkeit mehr. Man sah nur den riesigen Markt und das Absatzpotential und warf alles über Bord.
Niemand hat hier die Traute ganz klar zu sagen, ihr seid herzlich willkommen, aber es werden die gleichen Bedingungen herrschen, die ihr unseren Unternehmen einräumt.
Das ist für unsere Politiker nicht wichtig. Viel wichtiger ist den Staaten Europas, der EU und der von "Goldman-Sachs-Boys" dominierten EZB die Rettung der Banken und es geht jetzt in Italien richtig los. Eine popelige Bank in der Provinz wackelt und Europe steht vor einer Lungenentzündung. Dafür ist Geld da, auch wenn es wieder nur aus Verschuldung stammt, für eine lebenswerte Gesellschaft der "kleinen" Leute niemals.
Für die Gestaltung der Zukunft keine Vision, außer Worthülsen und Gesülze nichts. Unsere nachfolgenden Generationen werden Frau Merkel, Herrn Juncker und Herrn Draghi sehr dankbar sein.

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realist-42 27.12.2016, 10:22
51. Es ist wie mit den Rohstoffen

in den Entwicklungsländern. Erst wenn sie weg sind, wird man merken, dass man sonst nichts hat. Und da unsere Landesregierungen die Bildung herunterfahren, wird auch niemand mehr das sein, der etwas neues aufbauen könnte. 2050 wird es wahrscheinlich Deutschland sein, welches Entwicklungshilfe benötigen wird.

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vulcan 27.12.2016, 10:23
52.

Zitat von heiko1977
Das China als Schmiede für Know How dem Westen den Rang ablaufen würde war klar. Immerhin studieren Millionen von Chinesen an heimischen und ausländischen Universitäten. Der Einkauf in deutsche Firmen bringt eben dieses Know How etwas schneller. Aber auch Chinesen können Autos und Maschinen konstruieren und bauen. Die Zeiten, dass China die Produktionsstelle der Welt ist sind nun seit paar Jahren vorbei. Aber generell ein weiterer Grund sich vom neoliberalen Kapitalismussystem abzuwenden und ein soziales ökologisches Wirtschaftssystem anzustreben.
Was heisst hier 'das war klar'?
Erst mal ist es noch lange nicht soweit und zweitens ist das keine gesicherte Erkenntnis.
Weiterhin ist China nach wie vor die Produktionsstätte der Welt. Da braucht man doch nur mal 10 beliebige Produkte auf einen Haufen legen - und siehe da: 8 oder 9 sind 'made in China'.
Von dem, was Sie schreiben, stimmt...nichts.

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Saturn48 27.12.2016, 10:24
53. Ein gewisser Herr Ogger

schrieb mal vor ein paar Tagen oder sogar Jahren, wie vergesslich kann man sein, ein Buch mit dem Titel
Nieten in Nadelstreifen. Allen Rum Maulern hättet ihr es mal gelesen, dann wären die Zustände vielleicht nicht so weit gekommen.

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Calimero#1337 27.12.2016, 10:26
54.

Liebe Leute, ihr seht das viel zu einfach!

Zum einen haben die genannten Firmenübernahmen keineswegs stattgefunden, weil jemand das schnelle Geld hätte machen wollen. Gerade KraussMaffei hatte im Vorhinein schon seit geraumer Zeit mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen und wäre aller Voraussicht nach ohnehin in die Insolvenz gegangen, wenn sich niemand gefunden hätte, der den Laden kauft.

Der springende Punkt ist aber, dass die BRD insbesondere in China vor Jahren einen Absatzmarkt gefunden hat, der unseren Wohlstand gerettet hat. Ich arbeite in einem der größten deutschen Unternehmen und kann euch versichern: wenn wir damals nicht den Einstieg in den chinesischen Markt getan hätten, wäre dieses riesige Unternehmen mittlerweile vor die Hunde gegangen. In unseren Quartalsbesprechungen sah das Wachstum unserer Marktanteile auf der Weltkarte in den letzten Jahren in etwa so aus:

Europa: +0,5%
Nordamerika: +2%
Südamerika: +5%
China: +25%

Ohne China wären wir am Arsch gewesen. Und was die meisten Leute in unserer Republik nicht zu sehen scheinen ist, dass wenn eines der größten deutschen Unternehmen wirtschaftlich den Bach runter geht, nicht nur diejenigen davon betroffen sind, die direkt in diesem Unternehmen beschäftigt sind.

An diesem riesigen Unternehmen hängt eine ebenso riesige Zulieferindustrie dran. Deutschlandweit gibt es unzählige kleine und mittelständische Unternehmen, die für uns produzieren und ggf. mit uns gemeinsam über die Klinge springen müssten.

Und selbst da ist noch nicht Schluss. Wenn landesweit ein paar hunderttausend Leute arbeitslos würden, was passiert dann wohl mit dem deutschen Einzelhandel? Finanziell verunsicherte Menschen gehen nachvollziehbarer Weise auf Sparkurs. Die konsumieren weniger, verkneifen sich die eine oder andere Neuanschaffung und der Einzelhandel muss darunter leiden.

Nun ist es so weit nicht gekommen, weil wir China erschlossen haben - sowohl als Produktionsstandort als auch als Absatzmarkt. Das gab es natürlich nicht gratis. Die Chinesen haben ihr Stück vom Kuchen bekommen, indem wir ihnen zugesichert haben, dass eine gewisse Anzahl Arbeitsplätze an Chinesen vergeben wird. Und ein bisschen technologisches Know-How haben wir auch mit draufgelegt.

Na und? Dafür haben wir auf dem chinesischen Markt gewaltige Geldsummen verdient, wodurch chinesische Firmen natürlich auch ins Hintertreffen geraten sind. Die müssen jetzt mit deutschen Produkten konkurrieren und haben die Marktanteile, die wir uns dort unter den Nagel gerissen haben, nicht für sich verbuchen können.

Ich gehe jede Wette ein, dass viele chinesische Unternehmen da auch kotzen könnten und sich fragen, warum man die Deutschen auf den Markt gelassen hat.

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3zack 27.12.2016, 10:27
55. Wie wäre es denn noch damit

Die Firmenübernahmen garniert mit einer doppelten Staatsangehörigkeit für alle hier beschäftigten Chinesen.
Keine Probleme mehr mit Migranten aus Afrika etc.. Gute, bestens arbeitende Menschen die die demographische
Lücke vernünftig ausfüllen. Das alles zu einem unschlagbaren Lohn-, bzw. Produktivitätsniveau und die Zukunft Deutschlands geht goldenen Zeiten entgegen. Zwar nicht für alle, aber die Meisten.

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bristolbay 27.12.2016, 10:28
56. Klar ist das Protektion

Zitat von heiko1977
........ Das einzige was die chinesische Regierung von den ausländischen Firmen forderte war die Teilhabe von Chinesen in den Filialen in China. Aber das ist noch lange kein Protektionismus. ......
Entschuldigen Sie, aber das ist knallharte Protektion, aber ganz raffiniert in Seidenpapier verpackt.
Wenn Du hier einen starken Absatzmarkt haben willst, dann bitte aber nur dann, wenn die Produkte auch hier produziert werden und einen chinbesischen Partner akzeptierst, der mehr als 50% der Anteile hält und was ganz wichtig ist, auch Paptente und Know-How öffnest.
Das chinesischen Denken ist für uns Europäer und ganz besonders für die amerikanischen Investoren zu kompliziert. Sie machen es feiner und gekonnter als Kanonenbootpolitik.

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wahrsager26 27.12.2016, 10:28
57. Schwer nachvollziehbare .....

Ad hoc Sperren,sagte ein Siemensmanager.Tja,guter Mann,würde ich sagen......es reicht nicht nur gute Verkaufszahlen zu präsentieren ,sondern auch strategisch zu denken.Offenbar ist immer noch nicht begriffen worden ,wohin China will-nämlich an dieWeltspitze!Dazu wird eben eingekauft ...was gut und schön ist-in Deutschland.Unser Land kann sich das ob der absehbaren Probleme nicht leisten.Ich rate dringend dazu,Anleihen bei unseren Freunden im Westen zu machen.Die sperren sich gegen Übernahmen aus strategischen Gründen.Im Übrigen ist das Globalisierungsgeschwätz zu beenden!!Danke

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Xantos73 27.12.2016, 10:28
58. Schenkelklopfer!

Netter Artikel. Als ob wir das nicht schon längst wüßten. Ich vermute ja mal das irgendwann der Tag kommen wird, an dem das Politbüro in Peking feststellt, ja Heidernai! unser Volk fährt ja voll auf die Germanen ab! Und die Landschaft ist da auch noch so schön... überall diese Burgen und dann diese Volksfeste!
Ach was solls - kaufen wir das ganze Ländle auf und machen nen Freizeitpark und Urlaubsort draus für unser Volk.
Ich seh mich schon im Schaukasten sitzen und zur Belustigung der Zuschauer nen Bierkrug auf Ex trinken muss und meine Brustbehaarung zeigen darf.

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wastl300 27.12.2016, 10:31
59. Sehr schlechter Beitrag

Zitat von aku12
Sehr guter Beitrag. Statt nur über den "Ausverkauf" zu jammern, sollten wir uns überlegen, wie wir auch in Zukunft ein Hochleistungsland bleiben. Die Antwort wurde im zitierten Beitrag vorgegeben. Wir sollten noch besser, noch intensiver in die Köpfe - dieser Rohstoff ist hier reichlich vorhanden - investieren, damit die Fähigkeit zu immer mehr "Know how" gesteigert wird. Das gesamte Bildungs- und Ausbildungswesen (im öffentichen und betrieblichen Bereich) ist dieser Daueraufgabe ständig anzupassen. Lasst es uns anpacken!
das fabulieren über unsere Wissensreserven, und wir sind so schlau, die anderen (China) hinken immer hinterher ist ein Wunschgedanke, wie das Perpetuum mobile.

Wir sind schon so weit, die (teuren) deutschen Ingenieure out-zu-sourcen, denn die guten Asiaten sind wesentlich billiger, und leisten genausoviel, wenn nicht mehr.

Orginalzitat von unseren CEO: Warum einen mittelmäßigen Deutschen zu bezahlen, wenn gute indische Ingenieure zu tausenden vorhanden sind. Wir waren verstört, aber diese Aussage galt zur Rechtfertigung zur Auslagerung der Konstruktion von D nach Indien, China, Brasilien, ...

Wir sind so weit, dass Neuentwicklungen im Entwicklungsstandort China durchgeführt werden. Natürlich mIt Hilfe von D-Ingenieuren, welche ihr Wissen und Erfahrungen komplett übertragen müssen. Kontrollieren, verbessern, Versuche steuern, ...
Natürlich in einem Unternehmen mit 50%CN:50%D Eigentumsverteilung.
Und natürlich werden die Patente in China geschrieben. Durch die dort höhere Anzahl der personellen Fluktation und CN-interner Zusammenarbeit (Wissensaustausch) schreiben die Patente auch andere CN-Firmen. Jedenfalls darf dann teilweise die eigene Entwicklung nicht auf einer Messe präsentiert werden, oder das neue Produkt in dem Land nicht verkauft werden.

Kein Einzelfall, einfach Naivität und Geldgier der Verantwortlichen. Hauptsache Personalkosten gespart.
Darum sehe ich solche Beiträge von Verkäufern und Werbeleuten äußerst kritisch, da reiner Wunschgedanke. Es war einmal, und ist nicht mehr, ...

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