Forum: Wirtschaft
Übernahmepläne: Chinesischer Autokonzern zeigt Interesse an Fiat Chrysler
AFP

Fiat Chrysler hat womöglich einen Käufer gefunden: Great Wall Motor aus China erwägt, auf den siebtgrößten Autokonzern der Welt zu bieten - zumindest auf Teile davon.

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vrdeutschland 21.08.2017, 13:06
1. Ab in den Lokus der Geschichte

Great Wall scheint also nur an den profitablen Jeeps und Rams interessiert zu sein. Kein Wunder: der Rest ist Müll. Alfa Romeo hätte vielleicht noch eine Chance bei VW unterzukommen (statt der nichtssagenden Marke SEAT). Und besser als die grottenhässlichen, aktuellen Jeeps bekommen die Chinesen das allemal hin.

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gigi76 21.08.2017, 13:45
2. Rosinenpicken

Jeep ist eine recht starke Marke und die Autos sind auch ok. Wäre schade, wenn die demnächst nicht mehr kaufbar wären. Fiat könnte man von mir aus komplett vom Markt nehmen und dafür Alfa Romeo wenigstens als Marke erhalten. Am Ende deutet sich an, was bereits mit altgedienten Elektronikmarken wie Grundig, Phillips oder Telefunken passiert. Irgendein chinesischer Hersteller versteckt darunter seine Meeto Production und irgendwelche ahnungslosen Käufer lassen sich davon blenden. Schöne neue Welt...

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winterlied 21.08.2017, 13:47
3. Beitrag 1: Sicht aus der deutschen Brille

Lancia eine Traditionsmarke mit 111 jähriger Geschichte wurde zwar von Fiat in Grund und Boden gewirtschaftet, ist aber immer noch Urheber von 50% aller aktuellen Patente in heutigen Automobilen. Bei so essentiellen Dingen wie der freitragenden Karosserie mal angefangen. Im Gegensatz dazu VW: eine Marke mit kurzer Historie, die noch nie eine technische Innovation am Markt halten konnte. Schade, dass die Masse sich leider immer vom Marketing hinter das Licht führen lässt. Das kann VW / Audi wirklich gut, sonst aber auch nichts.

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Direwolf 21.08.2017, 14:10
4. Nein

Zitat von wallaceby
Das würde ja dann auch heißen, dass das Sportwagenjuwel Ferrari ebenfalls an die Chinesen ginge? Eine wirklich widerliche Vorstellung! Wirtschaft kann manchmal ganz schön anekeln! Eine Nation von (noch nicht mal so lange her...) Radfahrern, die im Grunde ja erst vor ......
Ferrari ist gesondert an die Börse gebracht worden und ist kein Teil von FCA. Aber MAserati wäre dann chinesisch

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wallaceby 21.08.2017, 14:16
5. Sie sind auch sehr spaßig...

Zitat von winterlied
Lancia eine Traditionsmarke mit 111 jähriger Geschichte wurde zwar von Fiat in Grund und Boden gewirtschaftet, ist aber immer noch Urheber von 50% aller aktuellen Patente in heutigen Automobilen. Bei so essentiellen Dingen wie der freitragenden Karosserie mal angefangen. Im Gegensatz dazu VW: eine Marke mit kurzer Historie, die noch nie eine technische Innovation am Markt halten konnte. Schade, dass die Masse sich leider immer vom Marketing hinter das Licht führen lässt. Das kann VW / Audi wirklich gut, sonst aber auch nichts.
Wer oder was ist eigentlich noch "Lancia"...? Sie können mit ihrem verklärenden Lancia-Fanboy-Tum und dem mißwirtschaften der Landsleute von FIAT zwar schön auf eine "Legendenbildung" hinwirken, aber das hat bei so toten Marken wie Lancia dann eben auch keine größeres Interesse bei der "Masse", wie sie es schön nennen, zur Folge! Ich könnte ja dann genauso gut das fantastische Wirken von August Horch und seinen Automobilen zwischen den Kriegen hier hochhalten! Tote Marken sind eben nicht zu Unrecht mausetot! Aber sie können ja immer noch ihre Lancia-Oldtimer bewundern, wenn sie so ein Hobby finanziell aushalten. Ansonsten sind ihre Anschuldigungen hier in Richtung VW ziemlich verzweifelt, muss man klar feststellen! Auch VW hat seine Verdienste, und das auch ohne den Dieselskandal, auf den sie hier so dezent hinweisen. Modelle wie der Käfer oder der Golf sind eben Meilensteine der deutschen massenhaften Mobilität. Da interessieren mich als Deutschen ihre angeblichen Lancia-Patente nicht im Geringsten! Hey, die Deutschen hatten auch viele Patente im Bereich der Fernsehgerätetechnik in den Fünfzigern und Sechzigern. Und heute werden die Geräte nur noch in Fernost entwickelt. Ist mir aber ziemlich egal als Kunde, der nur einen guten Fernseher kaufen möchte!

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spaas11 21.08.2017, 14:16
6. sehr interessante

Stellungnahmen, nun ja VW existiert immerhin auch schon seit 1937 und die Fahrzeuge von Fiat laufen durchaus besser als manche Japaner oder deutsche Fahrzeuge. Unser Doblo jedenfalls läuft fehlerfrei seit 2011, da kann sich mancher Huyndai, Mazda, Jeep oder Ähnliches eine Scheibe abschneiden...:-)

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schlauchschelle 21.08.2017, 14:16
7. Wieder einmal ist das Überbleibsel der Marke Kaiser

und nachfolgend des "Last Independent" der Dukatenesel einer siechen Marke. Jeep hielt AMC bis zum Ende 1987 über Wasser, dann DC, nun aktuell FCA. FIAT hat das nachgemacht, was GM mit OPEL vorexerzierte: Wie ramme ich eine Marke über Badge-Engineering und miese Qualität in den Orkus. Lancia waren mal hervorragende Autos, stets etwas teuer, aber Ingenieursleistungen vom Feinsten (Transaxle usw.). Ebenso ALFA, einst Bella Maccina (Doppelnocker mit herrlichem Biss und Klang, technische Innovationen), heute zumindest wieder kaufbar. Ich sehe es kritisch, dass sich immer mehr Riesen-Monopolkonzerne bilden, welche dann den Markt beherrschen und diktieren, zu Lasten der Kunden....

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TheFunk 21.08.2017, 14:20
8. Verkäufe von Schlüsselindustrien

aus Europa und USA sollten doch bitte gestoppt werden. Die Amerikaner eersen

Abgesehen davon: Alfa Romeo wird wohl ebenso wenig verkauft werden wie Maserati und Ferrari.
VW wird derzeit sicher keine neue Marke erwerben (können). Seat ist zudem auf einem guten Weg.

Vielleicht wäre Fiat /Chrysler / Dodge/ Jeep noch etwas für Familie Peugeot?

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Pless1 21.08.2017, 14:47
9.

Zitat von winterlied
Lancia eine Traditionsmarke mit 111 jähriger Geschichte wurde zwar von Fiat in Grund und Boden gewirtschaftet, ist aber immer noch Urheber von 50% aller aktuellen Patente in heutigen Automobilen. Bei so essentiellen Dingen wie der freitragenden Karosserie mal angefangen. Im Gegensatz dazu VW: eine Marke mit kurzer Historie, die noch nie eine technische Innovation am Markt halten konnte. Schade, dass die Masse sich leider immer vom Marketing hinter das Licht führen lässt. Das kann VW / Audi wirklich gut, sonst aber auch nichts.
Im Automobilbau waren es selten die besonders innovativen Firmen, die auch am Ende erfolgreich waren. Nicht NSU, die mit dem RO 80 ihrer Zeit weit voraus waren. Nicht Citroen, die einmal der größte Autobauer Europas waren und über die Maßen innovativ. Nicht Borgward, der vielleicht nicht technisch, aber doch im Design sehr zu überzeugen wusste. Weitere einst sehr innovative Hersteller, die es nicht mehr gibt oder die zumindest nicht mehr selbstständig sind: Opel (vor der Übernahme durch GM), Auto-Union (vor der Übernahmen durch Daimler), Volvo und auch SAAB. Und natürlich das von Ihnen genannte Lancia.

Am Ende waren die erfolgreich, die Produkte lieferten, die für Verlässlichkeit standen, wie VW. Der Volkswagen (Käfer) war schon bei Markteinführung total veraltet und hat die Entwicklung im Automobilbau Jahrzehnte gehemmt - und doch war er der Grundstein für einen der aktuell größten Automobilhersteller. Auch Toyota und GM sind nicht so groß geworden, weil sie die Innovationstreiber im Automobilbau gewesen wären, sie waren es nie (Toyota wohl bezüglich des Produktionssystems, aber nie wegen des Produktes selbst). Und hätte man nicht einen italienischen Kleinwagen in Lizenz nachgebaut, gäbe es heute schon keinen Autohersteller mehr namens "BMW", der heute gern so tut, als hätte er die Innovation quasi erfunden.

Zumindest in der Vergangenheit haben am Ende die Autobauer obsiegt, die eher bewährte Technik massentauglich gemacht haben. Nicht die, die die tollsten neuen Ideen hatten. Das muss für die Zukunft nichts heißen, sollte aber denen zu denken geben, die heute schon meinen, dass Tesla in den nächsten 10 Jahren alle arrivierten Hersteller aus dem Feld schlagen wird. Möglich, klar. Aber alles andere als ausgemacht.

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